Ausbildung für Ausländer nicht EU

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In Deutschland sind Berufsausbildungen auch für nicht-EU-Bürger möglich. Wir erklären in unserem Guide, was eine Ausbildung ist und wie man an eine Ausbildung für Ausländer nicht EU kommt.

Warum ist eine Duale Ausbildung gut?

  • Du bekommst Geld, während du lernst.
  • Wenn du deine Ausbildung beendest, bist du eine Fachkraft.
  • Als Fachkraft verdienst du mehr Geld als in einem ungelernten Job und bist sicherer in Krisenzeiten.
  • Eine Ausbildung ist ein guter Einstieg in die deutsche Arbeitswelt, da Fachkräfte in Deutschland dringend gesucht werden.
  • Ein deutsches Zertifikat ist weltweit anerkannt.
  • Es gibt viele weitere Karrierechancen, wenn du eine Ausbildung abgeschlossen hast. Zum Beispiel ein Studium.

Ausbildung für Ausländer nicht EU in Deutschland: Teste dein Wissen

Willkommen zu unserem Quiz zum Thema "Ausbildung für Ausländer nicht EU"! Finde heraus, wie gut du dich mit den Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Ausbildung für Nicht-EU-Ausländer in Deutschland auskennst. Bist du bereit dein Wissen zu testen und etwas Neues über dieses spannende Thema zu lernen? Los geht's!

Schnelle Fakten zur Ausbildung für Ausländer nicht EU

  • Menschen aus jedem Land der Erde können in Deutschland eine Ausbildung machen
  • Du musst mindestens 18 Jahre alt sein
  • Es gibt kein maximales Alter
  • Deutschkenntnisse auf Niveau B1 sind erforderlich
  • Du musst eine Schulausbildung im Ausland absolviert haben.
Über den Autor: Dr. Wolfgang Sender hat Soziologie und Politikwissenschaft studiert und schreibt als Journalist seit 2018 zu Fragen internationaler Karriere. Er ist Autor mehrerer Bücher und vieler Fachartikel. Wolfgang hat über 30 Jahre Arbeitserfahrungen in Unternehmen, Medien, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Folgen Sie dem Autor auf LinkedIn.

Informationen im Detail: Duale Berufsausbildung

Wenn wir hier von einer “Ausbildung” sprechen, dann meinen wir eine Duale Berufsausbildung. Diese Form der Ausbildung heißt auch “betriebliche Ausbildung“. In einer dualen Ausbildung lernst du an zwei Orten: im Unternehmen (Praxis) und in der Berufsschule (Theorie). Nach 2 bis 3,5 Jahren bist du mit der Ausbildung fertig. Während dieser Zeit bist du Auszubildende / Auszubildender, kurz „Azubi“.

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In einer globalisierten Welt wird interkulturelle Kompetenz immer wichtiger. Auszubildende aus anderen Ländern und Kulturen können wertvolle Erfahrungen und Perspektiven in deutsche Unternehmen bringen, während sie gleichzeitig von der deutschen Ausbildung profitieren. Unternehmen, die auf interkulturelle Ausbildung setzen, können von einem vielfältigeren Mitarbeiterpool und einem besseren Image als Arbeitgeber profitieren.

Es gibt auch andere Formen einer Ausbildung – beispielsweise Ausbildungen, die ausschließlich in einer Berufsfachschule oder an einem Berufskolleg stattfinden. Diese Form nennt man schulische Ausbildung.

Daten und Fakten

  • Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gab es im Jahr 2019 rund 21.300 ausländische Auszubildende in Deutschland.
  • Die Zahl der nicht EU-Staatsangehörigen, die in Deutschland eine duale Ausbildung absolvieren, ist in den letzten Jahren gestiegen.
  • Die meisten nicht EU-Ausländer absolvieren ihre Ausbildung in den Bereichen Gastronomie, Gesundheit und Pflege sowie Handel und Verkauf.
  • Der Anteil der nicht EU-Staatsangehörigen an allen Auszubildenden liegt in Deutschland bei etwa 5 Prozent.
  • Die meisten Ausbildungsverträge mit nicht EU-Auszubildenden werden in den Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg abgeschlossen.
  • Eine Ausbildung für Nicht-EU-Ausländer in Deutschland bietet gute Chancen auf einen qualifizierten Arbeitsplatz im Anschluss.
  • Nicht EU-Ausländer haben in Deutschland die Möglichkeit, nach ihrer Ausbildung eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen.

Ausbildungsvergütung in der Dualen Ausbildung

Der Vorteil einer betrieblichen Dualen Berufsausbildung für Ausländer ist, dass du hier eine monatliche Ausbildungsvergütung bekommst. Diese monatliche Bezahlung durch das anstellende Unternehmen erfolgt oft am Monatsanfang. Hier ist ein Überblick über einige Ausbildungsberufe und den Verdienst, den du ungefähr während der Ausbildung und nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung bekommen kannst:

Dualer AusbildungsberufUngefährer Brutto-Verdienst pro Monat während der AusbildungUngefährer Verdienst brutto nach der Ausbildung
Elektroniker/in900-1.100 Euro2.400-3.200 Euro
Industriemechaniker/in900-1.100 Euro2.400-3.200 Euro
Kaufmann/frau für Büromanagement800-1.100 Euro2.400-3.000 Euro
Bankkaufmann/frau800-1.000 Euro2.400-3.000 Euro
Verwaltungsfachangestellte/r800-1.100 Euro2.400-2.900 Euro
Medizinische/r Fachangestellte/r800-1.000 Euro2.300-2.800 Euro
KFZ-Mechatroniker/in900-1.100 Euro2.300-2.800 Euro
Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik900-1.100 Euro2.300-2.800 Euro
Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung1.000-1.200 Euro2.400-2.700 Euro
Fachinformatiker/in für Systemintegration1.000-1.200 Euro2.400-2.700 Euro
Kaufmann/frau im Einzelhandel800-1.100 Euro1.800-2.500 Euro
Friseur/in800-1.000 Euro1.500-2.200 Euro
Augenoptiker/in800-1.000 Euro1.800-2.200 Euro
Hotelkaufmann/frau800-1.000 Euro1.800-2.200 Euro
Restaurantfachmann/frau800-1.000 Euro1.800-2.200 Euro
Steuerfachangestellte/r800-1.000 Euro1.800-2.200 Euro
Chemikant/in1.000-1.200 Euro2.800-3.400 Euro
Fluglotse/-lotsin1.800-2.000 Euro7.000-9.000 Euro
Notfallsanitäter/in1.100-1.400 Euro2.500-3.500 Euro
Physiotherapeut/in1.100-1.400 Euro2.300-3.200 Euro
Quelle: Eigene Zusammenstellung. Das tatsächliche Gehalt hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und kann sehr unterschiedlich sein.

Wichtige Fragen zur Ausbildung in Deutschland

  1. Gibt es bestimmte Branchen oder Berufe, die für Ausländer aus Nicht-EU-Ländern besonders zugänglich sind?

    Ja, es gibt einige Branchen und Berufe, die für Ausländer aus Nicht-EU-Ländern besonders zugänglich sind, wie z.B. das Handwerk, die Pflege, die Gastronomie und der IT-Bereich. In diesen Branchen werden häufig Fachkräfte gesucht und es gibt spezielle Programme, die Ausländer bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen.

  2. Welche Rolle spielt die Anerkennung ausländischer Abschlüsse bei der Ausbildung für Ausländer aus Nicht-EU-Ländern?

    Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse spielt eine wichtige Rolle für Ausländer aus Nicht-EU-Ländern, die in Deutschland eine Ausbildung machen möchten. Je nach Ausbildungsberuf kann die Anerkennung ausländischer Abschlüsse Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung sein.

  3. Wie können Ausländer aus Nicht-EU-Ländern ihre Chancen auf eine erfolgreiche Ausbildung in Deutschland erhöhen?

    Ausländer aus Nicht-EU-Ländern können ihre Chancen auf eine erfolgreiche Ausbildung in Deutschland erhöhen, indem sie ihre Sprachkenntnisse verbessern, sich über die kulturellen Unterschiede informieren, die Anforderungen des Ausbildungsberufs genau prüfen und sich frühzeitig um eine Aufenthaltserlaubnis und ein Arbeitsvisum kümmern.

  4. Gibt es spezielle Beratungsangebote für Ausländer aus Nicht-EU-Ländern, die eine Ausbildung in Deutschland machen möchten?

    Ja, es gibt verschiedene Beratungsangebote, die Ausländer aus Nicht-EU-Ländern bei der Planung und Durchführung einer Ausbildung in Deutschland unterstützen können. Dazu gehören Beratungsstellen der Arbeitsagentur, Migrationsberatungsstellen und spezielle Programme für ausländische Auszubildende.

  5. Welche Perspektiven haben Ausländer aus Nicht-EU-Ländern nach Abschluss ihrer Ausbildung in Deutschland

    Ausländer aus Nicht-EU-Ländern, die ihre Ausbildung in Deutschland erfolgreich abschließen, haben gute Perspektiven auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Sie können in ihrem Ausbildungsberuf arbeiten oder sich weiterqualifizieren. Auch eine dauerhafte Niederlassung in Deutschland ist möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

  6. Können Ausländer aus Nicht-EU-Ländern während ihrer Ausbildung in Deutschland arbeiten?

    Ja, Ausländer aus Nicht-EU-Ländern dürfen während ihrer Ausbildung in Deutschland in begrenztem Umfang arbeiten. Die genauen Regelungen hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. dem Ausbildungsberuf und der Aufenthaltserlaubnis.

  7. Wie sieht der Bewerbungsprozess für Ausländer aus Nicht-EU-Ländern aus, die eine Ausbildung in Deutschland machen möchten?

    Der Bewerbungsprozess für Ausländer aus Nicht-EU-Ländern, die eine Ausbildung in Deutschland machen möchten, unterscheidet sich je nach Ausbildungsberuf und Ausbildungsinstitution. In der Regel müssen Bewerber jedoch eine schriftliche Bewerbung einreichen und sich möglicherweise einem Auswahlverfahren unterziehen.

Alternativen zur Ausbildung für Ausländer

Beachte bitte: Auch wenn du kein EU-Bürger bist, gibt es Möglichkeiten, wie du in Deutschland arbeiten kannst. Beispielsweise als Student in der Ferienbeschäftigung (Work and Travel), über die Chancenkarte oder die EU Blue Card.

EIne junge Frau macht eine Ausbildung für Ausländer in einer Zahnarztpraxis
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In Deutschland können Menschen aus allen Ländern der Welt einen deutschen Beruf erlernen. Diese Ausbildung nennt sich “Lehre” oder “Duale Berufsausbildung”. Die Duale Berufsausbildung in Deutschland kannst du mit jeder Staatsbürgerschaft machen. Aber du musst Deutsch etwa auf dem Niveau B1 sprechen.

Die Berufsausbildungen in Deutschland beginnen immer im August/September. Im Bereich Pflege beginnen Ausbildungen auch im März/April. Sie können sich bei uns jederzeit für einen Ausbildungsplatz in Deutschland bewerben. Unmittelbar nach Ihrer Bewerbung prüfen wir Ihre Unterlagen und werden Sie verschiedenen Unternehmen empfehlen. Je früher Sie sich bewerben, desto besser sind Ihre Chancen. Die meisten Unternehmen entscheiden etwa ein halbes Jahr vor Ausbildungsbeginn über die Einstellung von Azubis.

Wie werde ich als ausländischer Azubi in Deutschland betreut?

Als Azubi in Deutschland hast du einen Ausbildungsleiter im Betrieb, der für dich zu allen Fragen der erste Ansprechpartner ist. Auch in der Berufsschule kannst du dich darüber hinaus noch an Ansprechpartner wenden. Für persönliche Lebenslagen kannst du dich auch an Integrationszentren und verschiedene Beratungseinrichtungen für Ausländerinnen und Ausländer wenden. Solche Zentren gibt es in fast jeder größeren Stadt in Deutschland.

Reale und legale Berufsausbildung in Deutschland für Ausländer

In den meisten Fällen werden die Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung direkt von den Unternehmen in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Oftmals erhält man so einen unbefristeten Job in Deutschland. In den meisten Unternehmen bestehen weitere Aufstiegsmöglichkeiten. So kann beispielsweise ein höherer Berufsabschluss (Meister) erworben werden oder ein duales Hochschulstudium absolviert werden. Diese Weiterbildungen gibt es oft mit finanzieller Unterstützung oder sogar Finanzierung durch Unternehmen. Ein Beispiel dafür ist das Duale Studium in Deutschland.

Ausbildung für Ausländer: Leben in bezahlbaren Regionen

Wenn Sie eine Berufsausbildung in Deutschland beginnen, erhalten Sie eine Ausbildungsvergütung “Lehrlingsgeld”. Bei aller Sparsamkeit ist dieses Geld doch oft knapp bemessen. Schließlich müssen Sie hiervon unter anderem die Kosten für Ihren Wohnraum, Ihre Lebensmittel, Versicherungen und Transport bezahlen. Die finanzielle Lage entspannt sich, wenn Sie nach der Ausbildung regulär in Ihrem Beruf in Deutschland arbeiten. Bis dahin gibt es Wege, wie Sie dennoch mit Ihrer Ausbildungsvergütung zurecht kommen können:

  • Es gibt oft mehrere beste Regionen für eine Ausbildung in Deutschland – schaue dich genau um!
  • Suchen nach Ausbildungsplätzen nicht nur in den Großstädten mit hohen Lebenshaltungskosten. Schaue auch etwas jenseits der ganz großen Städte in ganz Deutschland. Oft nicht weit von den Großstädten entfernt besteht hier dennoch eine sehr gute Infrastruktur. Großstädte sind von diesem gut entwickelten Umland mit dem Zug oft in 30 bis 60 Minuten erreichbar.
  • Als Azubi darfst du bis zu 10 Stunden pro Woche regulär arbeiten und zusätzlich Geld verdienen. Spreche mit deinem Arbeitgeber, damit er dir diese Möglichkeit einräumt!

Viele Arbeitgeber helfen ihren Auszubildenden zudem mit weiteren Vergünstigungen. Dazu können beispielsweise zählen:

Frage nach diesen Möglichkeiten bei deinem Arbeitgeber, sobald du mit ihm verhandelst!

Worauf muss ich bei meiner Bewerbung für eine Ausbildung für Ausländer achten?

Wenn du dich als Ausländer aus einem Nicht-EU-Land für eine duale Ausbildung in Deutschland bewerben möchtest, gibt es einige Dinge, die du beachten solltest.

Zunächst einmal solltest du sicherstellen, dass du die Sprachanforderungen für den Ausbildungsplatz erfüllst. In der Regel ist mindestens ein B1-Niveau in Deutsch erforderlich, um eine duale Ausbildung in Deutschland beginnen zu können. Es ist daher wichtig, dass du deine Sprachkenntnisse nachweist und gegebenenfalls weitere Deutschkurse besuchst.

Darüber hinaus solltest du dich gründlich über den Ausbildungsberuf und das Unternehmen informieren, bei dem du dich bewerben möchtest. Achte darauf, dass du die Anforderungen des Ausbildungsplatzes erfüllst und dass dein Bewerbungsanschreiben auf die Stellenbeschreibung abgestimmt ist.

In deinem Bewerbungsanschreiben solltest du auch deine Motivation für die Ausbildung und deine Fähigkeiten betonen. Zeige dem Unternehmen, warum du für den Ausbildungsplatz geeignet bist und was du zum Unternehmen beitragen kannst.

Es ist auch wichtig, dass du alle relevanten Unterlagen und Nachweise, wie z.B. Zeugnisse und Sprachzertifikate, in deiner Bewerbung beifügst. Achte darauf, dass deine Bewerbung vollständig ist und dass alle Dokumente auf Deutsch oder Englisch vorliegen.

Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, solltest du dich gründlich darauf vorbereiten und dich über die Gepflogenheiten in deutschen Unternehmen informieren. Achte auf ein gepflegtes Äußeres und sei pünktlich zum Termin.

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