Pflegerin werden in Deutschland: Darum ist jetzt der perfekte Zeitpunkt

Pflegerin werden in Deutschland: Darum ist jetzt der perfekte Zeitpunkt

Aktuell sind in Deutschland rund 100.000 Stellen in der Pflege frei. Dies ist eine enorme Chance auch für Menschen, die nicht aus der EU kommen. Pflegerin werden in Deutschland: Wir erklären dir, warum es eine gute Idee ist.

Es gibt viele freie Stellen

Aktuell gibt es in Deutschland mindestens 100.000 freie Stellen im Bereich der Pflege. Besonders gesucht sind dabei Pflegefachkräfte. Aber auch in anderen Funktionen besteht ein sehr hoher Bedarf an neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dies gilt beispielsweise für folgende Funktionen:

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Pflegerin werden in Deutschland hat Zukunft

Bereits heute ist Deutschland ein Land mit einem hohen Durchschnittsalter und entsprechend vielen pflegebedürftigen Menschen. Schon aktuell gibt es zu wenig Pflegekräfte. In den nächsten Jahren wird der Anteil der Rentnerinnen und Rentner an der Gesamtbevölkerung nochmals deutlich steigen. Denn mit der sogenannten “Baby-Boomer Generation” gehen nochmals überdurchschnittlich viele Menschen in Rente.

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wird bis 2055 allein durch die zunehmende Alterung um 37 % zunehmen. Laut den Ergebnissen der Pflegevorausberechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wird ihre Zahl von rund 5,0 Millionen Ende 2021 auf etwa 6,8 Millionen im Jahr 2055 ansteigen. Dabei werden bereits 2035 etwa 5,6 Millionen (+14 %) erreicht.

Wenn du also jetzt für eine Tätigkeit als Pfleger oder Pflegerin entscheidest, brauchst du dir keine Sorgen um deine Patientinnen und Patienten machen: Es wird genug geben. Daher bestehen in Deutschland wie auch in anderen modernen Industrieländern hier gute Berufsaussichten. Neben Deutschland sucht übrigens auch die Schweiz Pflegekräfte aus dem Ausland.

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Ausländerinnen sind willkommen in Deutschland

Ausländerinnen sind als Pflegekräfte in Deutschland sehr willkommen. Sowohl die deutschen Behörden wie auch die Arbeitgeber und Patienten unterstützen dich bei deinem Wunsch, in Deutschland als Pflegerin zu arbeiten. Viele Arbeitgeber in Deutschland beschäftigen schon ausländische Pflegerinnen, beispielsweise aus Südosteuropa, aus Afrika, Vietnam oder Thailand. Du kannst also davon ausgehen, dass sich die deutschen Arbeitgeber sehr gut mit der Anstellung ausländischer Pflegerinnen auskennen.

In Deutschland haben circa 15 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund. Dies ist eine recht hohe Zahl. Besonders in vielen Metropolen wirst du viele andere Ausländerinnen und Ausländer treffen, mit denen du Kontakt herstellen kannst. Du wirst dich dadurch nicht alleine fühlen. Außerdem gibt es viele Organisationen, die dir helfen, dich in Deutschland zu integrieren. Dies sind neben der Katholischen Kirche und den evangelischen Kirchen auch viele andere Glaubensgemeinschaften sowie soziale Organisationen.

Qualifiziere dich weiter in Deutschland

In Deutschland gibt es sehr viele Möglichkeiten, wie du dich weiterqualifizieren kannst. Du kannst beispielsweise als Pflegerin nach Deutschland kommen und in diesem Beruf arbeiten. Nach einiger Zeit des Geldverdienens kannst du dann beispielsweise in Teilzeit wechseln, vielleicht mit nur vier statt fünf Tagen Arbeit pro Woche. In deiner freien Zeit kannst du beispielsweise im Fernstudium in Deutschland studieren.

Berufsnahe Möglichkeiten sind beispielsweise ein Studium Pflege-Management oder allgemeine Betriebswirtschaft. Hast du erweiterte medizinische Kenntnisse, kannst du auch ein Studium als Ärztin in Deutschland in Betracht ziehen. Du kannst auch beliebige andere Fächer in Deutschland studieren und dich so beruflich völlig verändern. In Deutschland kannst du auch auf Englisch studieren und dir nach Abschluss hier einen Job in deinem neuen Fachgebiet suchen.

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Du kannst dich selbstständig machen

Hast du Kenntnisse im Business, dann ist es möglich, dass du dich im Bereich Pflege in Deutschland selbstständig machst. Bereits heute gibt es rund 16.000 ambulante Pflegedienste, die meist von einem Inhaber oder einer Inhaberin geführt werden und zwischen 10 und 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigen.

Viele dieser Inhaber gehen in den nächsten Jahren selbst in Rente und möchten die Leitung des Unternehmens abgeben – auch für dich als Ausländerin ist dies eine große Chance.

Deine Familie kann mit dir kommen

In manchen Ländern der Welt kannst du als Gastarbeiterin nicht mit deiner Familie einreisen. In Deutschland ist dies anders. “Gastarbeiter” in diesem Sinne gibt es in Deutschland nicht mehr. In der Regel erhalten ausländische Fachkräfte eine Zulassung zum deutschen Arbeitsmarkt und können diese Zulassung dann problemlos verlängern und erhalten auch eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung.

Dein Ehepartner kann in Deutschland dann arbeiten oder sich weiterbilden und deine Kinder können kostenlos die deutschen Schulen sowie staatlichen Hochschulen und Universitäten besuchen.

Die deutsche Politik wünscht sich keine Gastarbeiter auf Zeit, sondern eine dauerhafte Zuwanderung von Fachkräften. Daher ist es fast immer auch möglich, dass du deine Familie mit dir nach Deutschland nehmen kannst. Dies sind in der Regel dein Ehepartner und deine Kinder oder Pflegekinder.

Du hast die Chance, Teil der deutschen Gesellschaft zu werden

Anders als in manchen anderen Staaten hast du in Deutschland die Chance, Teil der Gesellschaft zu werden. Die deutsche Politik zielt auf eine Integration ausländischer Fachkräfte ab. Es wird unterstützt und gefördert, dass du best möglichst Deutsch lernst und das Land und seine Menschen kennenlernst und verstehst.

Viele Organisationen kümmern sich ernsthaft und mit guten Erfolgen darum, dass du in Deutschland eine neue Heimat finden kannst. Deine Traditionen und Kulturen kannst du in der Regel völlig beibehalten, sofern sie nicht gegen deutsche Gesetze verstoßen.

Du verdienst viel Geld

Als Pflegefachkraft verdienst du in Deutschland viel Geld. Durchschnittlich verdient man als Pflegefachkraft in Deutschland rund 3.600 Euro netto pro Monat. Das macht ein Jahresbrutto von über 43.000 Euro. Arbeitest du häufig in Spätschicht, Nachtschicht, an Wochenenden und Feiertagen, kannst du nochmals deutlich mehr verdienen.

Der Einfluss von Sprachkenntnissen auf die Patientenversorgung

Wer als Ausländerin oder Ausländer in diesen Bereich einsteigen will, für den spielt die deutsche Sprachbeherrschung natürlich eine entscheidende Rolle. Eine gute Sprachkompetenz ermöglicht es Pflegekräften, effektiv mit Patienten zu kommunizieren, deren Bedürfnisse zu verstehen und Anweisungen klar zu vermitteln. Missverständnisse können zu Fehlern in der Patientenversorgung führen, daher ist eine fundierte Sprachkenntnis unerlässlich. Sprachkurse und spezielle Programme helfen ausländischen Pflegekräften, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, was sowohl die Qualität der Pflege als auch das Vertrauen zwischen Patienten und Pflegepersonal stärkt.

Integrationsprogramme für Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern

Für Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern gibt es in Deutschland zahlreiche Integrationsprogramme. Diese Programme bieten Sprachkurse, berufliche Qualifizierungen und kulturelle Orientierungen an, um den Einstieg in das deutsche Gesundheitssystem zu erleichtern. Organisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützen Pflegekräfte bei der Anerkennung ihrer Qualifikationen und der beruflichen Integration.

Unterstützung der psychischen Gesundheit von Pflegekräften

Pflegekräfte stehen oft unter hohem Stress, was ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen kann. In Deutschland gibt es verschiedene Unterstützungssysteme, darunter psychologische Beratungsdienste, Stressbewältigungsprogramme und betriebliches Gesundheitsmanagement. Diese Angebote helfen Pflegekräften, mit den emotionalen und physischen Belastungen ihres Berufs umzugehen und fördern ein gesundes Arbeitsumfeld. Arbeitgeber und Berufsverbände setzen sich verstärkt für die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter ein, um Burnout und andere stressbedingte Erkrankungen zu verhindern.

Fragen und Antworten

  1. Benötige ich ein Visum, um in Deutschland zu arbeiten?

    Ja, in den meisten Fällen benötigen Ausländer ein Arbeitsvisum. Die genauen Anforderungen variieren je nach Ihrem Herkunftsland.

  2. Wie erhalte ich eine Anerkennung meiner ausländischen Pflegequalifikation?

    Sie müssen einen Antrag bei der zuständigen Anerkennungsstelle stellen. Die Anforderungen und Verfahren variieren je nach Bundesland.

  3. Muss ich Deutsch sprechen, um in der Pflege in Deutschland zu arbeiten?

    Ja, grundlegende Deutschkenntnisse sind erforderlich. Ein Sprachnachweis, z. B. das Goethe-Zertifikat B1 oder B2, ist häufig erforderlich.

  4. Gibt es spezielle Anforderungen für Nicht-EU-Pflegekräfte?

    Ja, Nicht-EU-Pflegekräfte müssen oft zusätzliche Dokumente vorlegen. Dazu gehören u. a. Arbeitsverträge und Nachweise der Qualifikation.

  5. Wie finde ich eine Stelle in der Pflege in Deutschland?

    Sie können Stellenangebote auf Jobportalen, in Zeitungen oder durch Personalvermittlungen suchen. Auch die Bundesagentur für Arbeit bietet Unterstützung.

  6. Ist eine gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland verpflichtend?

    Ja, eine gesetzliche Krankenversicherung ist für alle Arbeitnehmer in Deutschland verpflichtend. Sie haben jedoch auch die Option, eine private Krankenversicherung abzuschließen.

  7. Gibt es eine Probezeit für Pflegekräfte in Deutschland?

    Ja, üblicherweise beträgt die Probezeit zwischen drei und sechs Monaten. Die genaue Dauer hängt vom Arbeitsvertrag ab.

  8. Welche Steuerklasse gilt für mich als Pflegekraft in Deutschland?

    Ihre Steuerklasse hängt von Ihrem Familienstand und Ihrer persönlichen Situation ab. In der Regel sind Alleinstehende in Steuerklasse I.

  9. Sind Pflegekräfte in Deutschland verpflichtet, Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen?

    Ja, als Arbeitnehmer in Deutschland sind Sie verpflichtet, Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen. Dazu gehören Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung.

  10. Kann ich meine Familie nach Deutschland bringen, wenn ich hier arbeite?

    Ja, unter bestimmten Bedingungen können Sie Ihre Familie nachziehen lassen. Dazu gehören u.a. ein gesicherter Lebensunterhalt und ausreichender Wohnraum.

  11. Wie lange dauert es, bis ich eine Arbeitserlaubnis erhalte?

    Die Bearbeitungszeit variiert, rechnen Sie jedoch mit mindestens vier bis sechs Wochen. In einigen Fällen kann es auch länger dauern.

  12. Gibt es Integrationskurse für ausländische Pflegekräfte?

    Ja, es gibt Integrationskurse, die Sprachunterricht und Informationen über das Leben in Deutschland bieten. Diese Kurse werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.

  13. Wie hoch ist das durchschnittliche Gehalt für Pflegekräfte in Deutschland?

    Das Gehalt variiert je nach Qualifikation und Erfahrung. Im Durchschnitt verdienen Pflegekräfte zwischen 2.500 und 3.500 Euro brutto pro Monat.

  14. Welche Arbeitsrechte haben Pflegekräfte in Deutschland?

    Pflegekräfte haben dieselben Arbeitsrechte wie andere Arbeitnehmer, einschließlich Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Die genauen Bedingungen finden Sie in Ihrem Arbeitsvertrag.

  15. Gibt es Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung für Pflegekräfte in Deutschland?

    Ja, es gibt zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Pflegekräfte. Viele Arbeitgeber unterstützen diese Maßnahmen finanziell oder durch Freistellung

Einflüsse von Künstlicher Intelligenz im Bereich Pflege

Wie verändert Künstliche Intelligenz derzeit die Pflege? Dr. Wolfgang Sender, Karriereberater mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz, erklärt: “Ich sehe in meiner Beratungspraxis, dass KI-Systeme bereits heute die Dokumentation unterstützen und durch Sensorik zur Sturzprävention beitragen.” Automatisierte Erinnerungssysteme für Medikamentengaben und digitale Pflegeplanungstools entlasten das Personal von administrativen Aufgaben. Die menschliche Fachkraft bleibe jedoch für die eigentliche Pflegehandlung und zwischenmenschliche Zuwendung unersetzlich, betont Sender.

Für die kommenden fünf bis zehn Jahre prognostiziert Sender eine stärkere Integration von KI in die Pflegeprozesse. Nach seiner Einschätzung werden voraussichtlich robotergestützte Assistenzsysteme bei der Mobilisation von Patienten zum Einsatz kommen. “Ich erwarte voraussichtlich eine engere Verzahnung von KI-gestützter Diagnoseunterstützung mit der täglichen Pflegepraxis”, so Sender. Spezialisierte manuelle Tätigkeiten wie die Grundpflege und die akademische Steuerung komplexer Pflegesituationen werden seiner Prognose nach weiterhin menschliche Expertise erfordern.

Berufseinsteigern rät Sender zur gezielten Aneignung von Digitalkompetenzen im Pflegekontext. “Ich empfehle, sich auf Bereiche zu konzentrieren, in denen menschliche Empathie und technologische Unterstützung zusammenwirken”, erläutert Dr. Sender. Der Umgang mit Pflege-Apps und Monitoring-Systemen wird voraussichtlich an Bedeutung gewinnen, während KI-gestützte Pflegeroboter eher unterstützende Funktionen übernehmen werden. Blue-Collar-Tätigkeiten in der direkten Patientenversorgung behalten nach seiner Einschätzung ihre zentrale Stellung, parallel dazu gewinnt die akademische Forschung zur KI-Integration im Pflegealltag an Relevanz.

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