Handwerker werden in Deutschland: Wege zur Karriere

Lesedauer: 3 Minuten.

Was ist zu beachten, wenn Sie als Ausländer Handwerker werden wollen in Deutschland? Wir zeigen Ihnen die Berufsmöglichkeiten und geben Tipps zur Bewerbung, zum Gehalt und zu Perspektiven für Ihre Familie. Informieren Sie sich kostenlos bei den Profis.

Handwerker werden: Das ist wichtig zu wissen für Ausländer

  • Was ist ein Handwerker?

    Lassen Sie sich vom Titel “Handwerker” als Ausländer nicht täuschen: Als Handwerker zählen in Deutschland nicht nur beispielsweise Maler, Elektriker oder Dachdecker, sondern auch Köche, Friseure oder Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement.

  • Wer ist ein Handwerker?

    Ein Handwerker in Deutschland ist, wer eine Berufsausbildung erfolgreich durchlaufen hat und dazu eine Abschlussprüfung (“Gesellenprüfung”) erfolgreich bestanden hat.

  • Können Nicht-EU-Bürger Handwerker werden?

    Auch wenn Sie nicht EU-Bürger sind, können Sie als Handwerker in Deutschland arbeiten. Entweder machen Sie dazu in Deutschland eine Berufsausbildung oder Sie erhalten eine Anerkennung Ihres ausländischen Bildungsabschlusses als Handwerker und können direkt als Handwerker in Deutschland arbeiten. Eine Berufsausbildung zum Handwerker können auch Nicht-EU-Bürger problemlos machen, wenn Sie einen Schulabschluss haben (mindestens 9 Klassen) und Deutsch auf Niveau B1 sprechen. Das Alter der Bewerber und sonstige Qualifikationen sind oft weniger wichtige Faktoren.

  • Hat man als Handwerker gute Karrierechancen?

    Nach einer erfolgreichen Berufsausbildung bestehen in ganz Deutschland sehr gute Karrieremöglichkeiten als Angestellter in Handwerksbetrieben, im Öffentlichen Dienst oder in der Industrie. Auch im Ausland sind deutsche Handwerker oft sehr gefragte und gut bezahlte Fachkräfte.

  • Welche Perspektiven hat man als Handwerker?

    Handwerker können sich nach der Gesellenprüfung und etwas Berufspraxis auch selbstständig machen, d. h. ein eigenes Unternehmen in Deutschland gründen und damit noch besser verdienen. Lesen Sie hier einige Informationen dazu.

  • Kann man als Frau Handwerkerin werden?

    Alle Handwerksberufe sind vollständig sowohl für Frauen wie auch für Männer zugänglich. Auch als Frau können Sie jeden Handwerksberuf erlernen oder wenn Sie sich nicht als Frau oder Mann einordnen.

  • Wann beginnt die Ausbildung zum Handwerker?

    Àlle Berufsausbildungen in Deutschland beginnen immer Ende August/Anfang September eines Jahres. Wenn Sie eine Berufsausbildung machen möchten, sollten Sie sich als Ausländer mindestens ein halbes Jahr vorher bewerben, damit Sie noch rechtzeitig alle Dokumente (u.a. Visum) erhalten können.

  • Welche Handwerksberufe haben Zukunft?

    Wir glauben aktuell, dass es auch in Zukunft eine hohe Nachfrage nach Handwerkern geben wird, die Häuser bauen und reparieren (Heizungen, Dächer etc.) sowie für körpernahe Dienstleistungen (Frisöre) und alle Gesundheitshandwerke. Weiterhin glauben wir, dass die Nachfrage im Bereich Energiewende (Elektoberufe) und Mobilitätswende (Mechatroniker) sowie alle digital ausgerichteten Berufe große Zukunft in Deutschland haben.

Handwerker werden in Deutschland: 5 gute Gründe für Ausländer

Grund 1: Es ist auch für Nicht-EU-Bürger möglich, als Handwerker in Deutschland zu arbeiten

Auch wenn Sie nicht EU-Bürger sind, können Sie als Handwerker in Deutschland arbeiten. Dazu müssen Sie Voraussetzungen erfüllen: Entweder machen Sie in Deutschland eine Berufsausbildung oder Sie erhalten eine Anerkennung Ihres ausländischen Bildungsabschlusses als Handwerker und können direkt als Handwerker in Deutschland arbeiten.

Grund 2: Handwerker werden dringend gesucht

In Deutschland gibt es einen großen Mangel an Handwerkern – und zwar in fast allen Handwerksberufen und in allen Regionen. Auch für die kommenden Jahre und Jahrzehnte ist abzusehen, dass weiterhin ein hoher Bedarf an Handwerkern besteht. Auch wenn sie bereits Lebens älter sind, haben Sie durchaus Chancen, als Handwerker in Deutschland zu arbeiten.

Grund 3: Frauen und Männer können Handwerker werden

Auch für die kommenden Jahre und Jahrzehnte ist abzusehen, dass weiterhin ein hoher Bedarf an Handwerkern besteht. Auch wenn sie bereits Lebens älter sind, haben Sie durchaus Chancen, als Handwerker in Deutschland zu arbeiten.

Grund 4: Auch nach einer Berufsausbildung kann man studieren

Der Vorteil einer Berufsausbildung ist, dass Sie bereits Während der Berufsausbildung ein kleines Gehalt bekommen (Ausbildungsvergütung), das etwa zwischen 800 und 1200 € brutto pro Monat liegt. Bereits nach circa drei Jahren vollständig im Beruf arbeiten können und hier ein gutes Gehalt erzielen.

Wer studiert, hat in der Regel kein eigenes Einkommen und ein Studium kann auch länger dauern. Daher kann eine Berufsausbildung für Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland eine attraktive Alternative sein: es gibt keine studiengebühren, man verdient bereits während der Ausbildung Geld und man hat sehr gute Karriere Aussichten. Auch nach einer Berufsausbildung können Sie jederzeit studieren. Hierzu gibt es in Deutschland attraktive Modelle, die Ihnen dies ermöglichen.

Grund 5: Handwerker haben einen guten Verdienst

Da Handwerker in Deutschland sehr gefragt sind, ist der Verdienst in vielen Bereichen sehr gut.

Handwerker werden in Deutschland: So starten Sie als Ausländer

Als Berufsanfänger können Sie sich als Ausländerin oder Ausländer für eine Berufsausbildung bewerben, sofern sie einen Schulabschluss im Ausland (mindestens 9 Klassen) haben und Deutsch auf Niveau B1 sprechen. Sie können im Internet auf Webseiten von Unternehmen oder in Stellenbörsen nach passenden Ausschreibungen suchen, oder unseren kostenlosen Newsletter abonnieren, um passende Angebote zu erhalten.

Der wichtigste Schritt für Sie ist immer, einen passenden Arbeitgeber zu finden, der Sie auch anstellen möchte. Alle weiteren Fragen, insbesondere zum Visum für die Berufsausbildung, stellen sich erst dann, wenn sie eine Zusage für einen Ausbildungsplatz durch einen deutschen Arbeitgeber haben.

Gegebenenfalls können Sie sich auch schon dann um eine duale Berufsausbildung bewerben, wenn Sie Deutsch erst auf Niveau A2 sprechen.

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