Nachts arbeiten: Wie und warum im Nachtjob arbeiten?

Lesedauer: 4 Minuten.

Es gibt eine Reihe von Gründen, weshalb Menschen im Nachtjob arbeiten möchten. Wir erklären dir die Möglichkeiten.

Warum nachts arbeiten?

Ein Grund für die Nachtarbeit kann die eigene Gesundheit sein. Manche Menschen vertragen kein Sonnenlicht oder Tageslicht und müssen ihre Augen oder ihre Haut vor zu viel Licht schützen (Sonnenallergie und andere Krankheiten). Nachts zu arbeiten kann für diese Menschen eine gute Lösung sein. Andere Menschen sind sehr geräuschempfindlich und können nur nachts arbeiten, wenn es in den meisten Bereichen des Lebens ruhiger ist. Auch wer aus einem Burnout kommt oder mit einer Depression zu kämpfen hat, kann eventuell durch einen ruhigen Nachtjob besser in die Normalität zurückfinden.

Noch häufiger sind Fälle von Menschen, die aus psychologischen Gründen gerne nachts arbeiten möchten. So gibt es Menschen, die einfach nicht gerne mit anderen Menschen zusammenarbeiten oder von anderen Menschen gesehen werden wollen. Nachts zu arbeiten bedeutet meist, weniger Kontakt mit anderen zu haben und mehr für sich zu sein. In den Nachtjobs fehlt oft die Hektik und Konkurrenz am Arbeitsplatz. Es gibt praktisch keine Meetings und je nach Job nur wenige Anrufe. Man ist stattdessen selbstständiger und weniger abgelenkt.

Nachts arbeiten: Warum im Nachtjob arbeiten?

Ein dritter Grund, nachts zu arbeiten ist schließlich die höhere Bezahlung. Wer nachts arbeitet, erhält meist einen Zuschlag zur Bezahlung, die sonst am Tag angefallen wäre. Nachtarbeit ist schließlich schwieriger, da sie auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit (Schlafrhythmus) haben kann und oft nachteilig für das Familienleben ist.

Schließlich gibt es viertens Menschen, die nachts unbedingt aus beruflichen Gründen arbeiten müssen, weil ihr Job das verlangt. Dies sind beispielsweise:

  • Ärzte, Sanitäter und Pflegepersonal
  • Fahrer von Zügen, Bussen, LKW sowie Piloten
  • Polizisten und Feuerwehrleute
  • Mitarbeiter am Flughafen
  • Produktionsmitarbeiter im Schichtbetrieb
  • Wachpersonal und Sicherheitspersonal
  • Beschäftigte im Großhandel und Einzelhandel.

Es sind in Deutschland mehrere zehntausend Menschen, die regelmäßig nachts arbeiten.

Teilzeit-Nachtjobs

In Deutschland findest du auch eine Reihe von Teilzeit-Nachtjobs. Dies sind Jobs, die nicht über acht bis neun Stunden pro Nacht gehen, sondern nur über weniger Stunden. Bei diesen Teilzeit-Nachtjobs kommst du entweder später als andere ins Bett oder musst einfach früher aufstehen.

Solche Jobs findest du unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Hotel und Tourismus
  • Lager und Logistik
  • Kundenservice
  • Transport und Fahren
  • Gesundheit.

Teilzeit-Nachjobs können sich entweder für Menschen eignen, die einen zweiten Teilzeitjob tagsüber haben, oder die in Deutschland studieren.

Finde den richtigen Nachtjob

Wenn du einen Nachtjob suchst, dann überlege dir zuerst, ob das wirklich zu dir passt. Probiere es vielleicht einmal ein paar Nächte aus und sieh, wie dein Körper und deine Seele sowie dein Umfeld darauf reagieren. Überlege weiterhin, in welcher Branche du arbeiten möchtest. Prüfe auch, wie dein persönliches Umfeld auf deine Nachtarbeit reagiert. Hast du gesundheitliche Probleme, dann besprich dies auch unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Als Programmierer, Webdesigner, Buchprüfer, Autor, Autor, Journalist oder Übersetzer kannst du in vielen Fällen auch problemlos nachts arbeiten.

Was kann ich noch nachts machen?

Wenn du ein Mensch bist, der nachts besser als am Tag arbeitet, kannst du auch überlegen, eine Weiterbildung zu machen. So kannst du in den meisten Fernkursen dann lernen, wann es dir passt. Du loggst dich dazu einfach in deine Lernplattform ein, siehst die Videos und gehst deine Lernmaterialien durch.

Falls du Selbstständig bist oder werden willst, kannst du deine Tätigkeiten oft auch in die Nacht verlegen. Viele Prozesse lassen sich so gestalten, dass du deinen Job auch nachts machen kannst. Dies gilt insbesondere für:

  • Programmierer
  • Webdesigner
  • Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
  • Buchprüfer
  • Autoren
  • Journalisten
  • Übersetzer.

Auch im Freiwilligen Sozialen Jahr, im Freiwilligen Ökologischen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst kannst du häufig nachts arbeiten, wenn dir das gefällt.

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