Webdesigner werden: Was muss ich lernen?

Lesedauer: 8 Minuten.

Webdesigner ist ein Beruf, fĂŒr den in Deutschland viele ArbeitskrĂ€fte fehlen. Ist Webdesign auch eine Chance fĂŒr dich? Informiere dich hier in unserem Guide!

Was macht ein Webdesigner?

Ein Webdesigner ist derjenige, der fĂŒr die Gestaltung von Internet-Auftritten verantwortlich ist. Ein guter Webdesigner sollte ĂŒber eine Portion KreativitĂ€t und viel aktuelles Know-how verfĂŒgen. TatsĂ€chlich ist das Aufgabenspektrum eines Webdesigners sehr groß und umfasst Aufgaben wie die Erstellung oder Anpassung von Grafiken bis hin zu Programmierarbeiten.

Wichtig bei all diesen Aufgaben ist es, den KundenwĂŒnschen in hohem Maße gerecht zu werden. Das heißt, dass ein Webdesigner sich aus verschiedensten Quellen an Informationen bedienen kann und dennoch immer den Kundennutzen im Blick hat. Dies erfordert viel KommunikationsfĂ€higkeit und die Bereitschaft, den WĂŒnschen des Kunden wo immer möglich ganz eng zu folgen – ihn aber auch zu beraten.

Ein Webdesigner ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Internetgestaltung. Er gestaltet die grafische und inhaltliche Gestaltungsausgabe des jeweiligen Webangebots. Hauptaufgabe ist die graphische Gestaltung des Angebots, wobei hÀufig nicht nur das Layout zu erstellen ist, sondern auch sÀmtliche Grafiken, Bilder und andere Elemente zu erzeugen sind.

Oftmals muss der Webdesigner den Inhalt der Website oder Webseite erstellen oder bearbeiten. Hierzu kann es auch gehören, folgende Elemente umzusetzen:

  • Anbindung an Social Media, insbesondere Facebook, Instagram und Youtube,
  • Realisierung verschiedener Sprachversionen,
  • Umsetzung von responsiven / mobilfreundlichen Websites.

FĂŒr diese Aufgaben musst du Kenntnisse ĂŒber die Architektur von Webseiten und das Design von Internetauftritten besitzen. Letzten Endes ist es seine Aufgabe, alles zusammenzubringen und aufeinander abzustimmen, damit das Ergebnis dem Kunden gefĂ€llt.

Webdesigner werden

Welche Software und Programmiersprachen sollte ich als Webdesigner beherrschen?

HTML, CSS, PHP und JavaScript sind nach wie vor die Grundlagen fĂŒr das Webdesign. Heute ist es jedoch oftmals nicht mehr erforderlich, kompletten Programmcode selbst von Null an zu entwickeln. Es gibt Frameworks und Tools, die dir die Entwicklung und Betreuung von Websites mit diesen Programmiersprachen erheblich vereinfachen und automatisieren. Deine Aufgabe ist es eher, bestehende Teile zusammenzufĂŒgen und ein System aus unterschiedlichen Bausteinen funktional zum Laufen zu bringen.

Weitere Software, die du beherrschen solltest sind insbesondere:

  • WordPress, Joomla, Typo3 und weitere Content Management Systeme (CMS)
  • Adobe Creative Suite (fĂŒr Bildbearbeitung und Videobearbeitung)
  • DigiKam (fĂŒr die Fotobearbeitung)
  • Blender (fĂŒr 3D-Modellierung)
  • Gimp (fĂŒr kleinere Grafik-Arbeiten)
  • Inkscape (fĂŒr Zeichen und Logos)
  • Audacity (zum Bearbeiten von Audio-Dateien)
  • VirtualBox (fĂŒr Virtualisierung)
  • Zoom Player (als Multimedia-Player)
  • Gwibber & Pidgin + Skype (fĂŒr Instant Messenger und Telefonieren)

DarĂŒber hinaus gibt es noch viele weitere Tools und Programme, mit denen du arbeiten wirst. Auch mit Datenbanken musst du dich ziemlich gut auskennen, beispielsweise MongoDB oder MySQL.

Wo arbeitet man als Webdesigner in Deutschland?

Als Webdesigner arbeitet man in Deutschland im wesentlichen in drei Bereichen:

  1. Die grĂ¶ĂŸte Anzahl von Webdesignern findet sich in Internetagenturen, Werbeagenturen und Medienunternehmen. Hier ist man zumeist als Webdesigner angestellt und das Unternehmen beschĂ€ftigt sich hauptsĂ€chlich mit der Erstellung von Inhalten/Gestaltung im Netz. Der Vorteil einer Anstellung hier ist, dass du sehr schnell das aktuellste Wissen vermittelt bekommst.
  2. Ein weiterer BeschĂ€ftigungsbereich sind die Kommunikations- und IT-Abteilungen von Unternehmen. Egal ob Autobauer, Maschinenhersteller, KonsumgĂŒterproduzent oder Handelskonzern: Jedes grĂ¶ĂŸere Unternehmen betreibt Internet- und Intranet-Auftritte und braucht dazu Webdesigner.
  3. Schließlich der dritte Bereich: Sehr viele Webdesigner arbeiten auch freiberuflich. Teils von zu Hause / remote oder teils vor Ort bei Kunden ĂŒbernehmen sie zeitweise AuftrĂ€ge in den Unternehmen – entweder fĂŒr spezielle abgeschlossene Projekte oder auf Stundenbasis mit langfristiger Zusammenarbeit.

Wieviel verdient man als Webdesigner in Deutschland?

Ein Webdesigner ist ein Fachmann, der die Gestaltung von Webseiten ĂŒbernimmt. Er legt dabei die Gestaltung fest, indem er Programme und Software ordnungsgemĂ€ĂŸ nutzt und sich beispielsweise mit dem Programm WordPress gut zurechtfindet. Ein Webdesigner muss darauf achten, dass die Seite fĂŒr das Suchmaschinenoptimierung (SEO) geeignet ist. SEO ist ein komplexes Verfahren, durch die Websiten bestimmte Funktionen aufweisen, damit sie bei Google weit oben gelistet werden.

Ein Webdesigner muss außerdem mit Kunden gut kommunizieren können. Die Erwartungshaltung an einen Webdesigner ist damit sehr hoch. Die Kunden gehen davon aus, dass er deren Anforderungen perfekt erfĂŒllt und ihre Ziele voll und ganz erfĂŒllt. Die Verdienstmöglichkeiten als Webdesigner fallen sehr unterschiedlich aus. Sie reichen von etwa 2.500 Euro pro Monat bis zu ĂŒber 8.000 Euro – je nach Stellung, Branche und Firma.

Sind Webdesigner in Deutschland gefragt?

In vielen Berufen ist es so, dass es in Deutschland derzeit mehr offene Stellen als Bewerber gibt. Aktuell sind ĂŒber die Arbeitsagentur regelmĂ€ĂŸig ĂŒber 2.000 freie Stellen fĂŒr Webdesigner gemeldet. Dies ist ein sehr hoher Wert. Bist du also regional etwas mobil, wirst du keine Probleme haben, einen Job als Webdesigner zu finden.

Als AuslÀnder/in reicht es oft, wenn du anfangs etwa Niveau B1 Deutsch beherrschst. Der Bedarf ist jedoch weiterhin so hoch, dass die deutschen Unternehmen sehr gerne auch auslÀndisches Personal einstellen, selbst wenn nur geringe oder keine deutschen Sprachkenntnisse vorliegen. Du hast also als Webdesigner sowohl als Deutsche/r wie auch als AuslÀnder/in derzeit exzellente Chancen.

Wo kann ich eine Webdesigner Ausbildung machen?

Eine Ausbildung zum Webdesigner kannst du online ĂŒber verschiedene Weiterbildungsinstitute machen. Du kannst auch Ausbildungseinrichtungen in Deutschland besuchen, die PrĂ€senzunterricht anbieten.

Weiterhin kannst du dir dieses Wissen theoretisch auch im Selbststudium beibringen. Hierzu sind unter anderem verschiedene Lehrwerke verfĂŒgbar.

Hat Webdesign Zukunft?

Nach unserer EinschĂ€tzung hat Webdesign in der Gegenwart und auch fĂŒr die nĂ€chsten Jahren sehr gute Berufsaussichten. In vielen Branchen ist die Digitalisierung in vollem Gange und es nicht zu erwarten, dass das Erstellen von Webseiten in KĂŒrze einfach aufhören wird.

Mittelfristig jedoch wird sich das Berufsfeld Àndern. Denn es gibt eine ganze Reihe von derzeit ausreifenden Entwicklungen, durch die sich der Charakter der TÀtigkeiten von Webdesignern voraussichtlich Àndert wird. Damit einhergehend wird sich vermutlich auch die Zahl erforderlicher Webdesigner verÀndern.

Baukastensysteme

Die erste Technologie, die die TĂ€tigkeiten von Webdesignern kĂŒnftig Ă€ndern wird, sind Baukastensysteme. Durch diese Baukastensysteme wird es kĂŒnftig deutlich einfacher, bestimmte Standardlösungen zu erstellen, die heute noch manuell durch Experten erledigt werden. Die hier erfolgende Automatisierung betrifft sowohl Fragen der Programmierung wie auch des Designs und des Marketings. Baukastensysteme werden den erforderlichen Personaleinsatz deutlich senken.

KI Content

Eine zweite Entwicklung ist der Einsatz kĂŒnstlicher Intelligenz: Hier geht es insbesondere um das automatische Suchen und EinfĂŒgen von Bildern und um die automatische suchmaschinenoptimierte Texterstellung. Auch dieser Artikel, den du hier gerade liest, wurde bereits zu etwa einem Drittel von einem KI-Algorithmus geschrieben, ein weiteres Drittel wurde diktiert und nur das restliche Drittel klassisch geschrieben. Andere Artikel dieser Website kommen bereits auf eine Automatisierung von ĂŒber 85 Prozent.

Anzunehmen ist, dass KI daher zu einer deutlichen Änderung der TĂ€tigkeiten der Webdesigner (wie auch von Redakteuren) fĂŒhren wird. In Verbindung mit SEO und KI sowie moderneren Content Management Systemen werden in Zukunft wahrscheinlich weite Teile von Webseiten automatisch geschrieben. Dies Ă€ndert das Berufsfeld des Webdesigners – eröffnet auf der anderen Seite jedoch auch wieder Möglichkeiten fĂŒr neue qualitative Lösungen, fĂŒr die exzellente Webdesigner gesucht werden.

Wirtschaftliche Konzentrationsprozesse

Begrenzt wird die Zahl der Webdesigner vermutlich in der Zukunft auch durch anstehende wirtschaftliche Konzentrationsprozesse. Sowohl im Bereich des E-Commerce wie auch im Bereich der Nachrichten/Medien und anderen Bereiche der Wirtschaft wird es vermutlich weiterhin zu Fusionen kommen, durch die die Zahl von Webseiten sich auf der einen Seite reduzieren wird.

Auf der anderen Seite hat die Vergangenheit des Internet immer auch gezeigt, dass es bestĂ€ndig neue AnsĂ€tze gab und auch völlige Newcomer innerhalb von wenigen Jahren zu erfolgreichen großen Unternehmen aufsteigen können. Ich glaube daher, dass du dir als Webdesigner um deine Zukunft insgesamt wenig Sorgen machen kann musst, insbesondere wenn du bestĂ€ndig neue Technologien erlernst.

Nachholbedarf in der Breite

Einstweilen und fĂŒr die nĂ€chsten Jahre haben wir weiterhin einen insgesamt exzellenten Ausblick auf diesen Beruf. Es gibt in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft nach wie vor einen großen Aufholbedarf im Bereich der Digitalisierung und im Bereich des eCommerce, so dass deine Zukunft als Webdesigner nach aller Voraussicht sehr gut aussehen kann. Dies gilt auch, wenn du dich erst heute fĂŒr diesen Beruf entschließt und selbst wenn du noch nicht in Deutschland wohnst und arbeitest.

HĂ€ufig gestellte Fragen

  • Muss ich Deutsch sprechen, um als Webdesigner in Deutschland zu arbeiten?

    Viele Arbeitgeber möchten, dass die BeschÀftigen auch als Webdesigner Deutsch sprechen. Als AuslÀnderin oder AuslÀnder kannst du zwar auch ohne Deutschkenntnisse im IT-Sektor arbeiten. Bessere Positionen und mehr Gehalt wirst du jedoch sicher mit guten Deutschkenntnissen bekommen.

  • Kann man Webdesign in Deutschland studieren?

    Ja, in Deutschland kann man Webdesign und sehr eng verwandte Themen beispielsweise an Fachhochschulen studieren. DarĂŒber hinaus kannst du in diesem Bereich eine duale Berufsausbildung machen oder verschiedenste Fernkurse mit nicht reglementierten AbschlĂŒssen machen.

Wo finde ich Kurse, um Webdesigner zu werden?

Zu folgenden Kursen lohnt es sich vielleicht fĂŒr dich, nĂ€here Infos anzufordern:

Im Kurs “Gepr. Web-Designer/in (SGD)* erlernst du lernen das gesamte Spektrum der Web-Entwicklung und des Web-Designs. Du beschĂ€ftigst dich mit Jimdo, Joomla!, HTML5, CSS und JavaScript. ZusĂ€tzlich erlernst du Gestaltungsregeln fĂŒr optimale Webauftritte sowie Aspekte aus dem Bereich SEO. Du brauchst fĂŒr diesen Kurs fundierte Computer- und Windows- bzw. Mac OS-Anwenderkenntnisse sowie Englisch-Grundkenntnisse. Frage die Arbeitsagentur, ob sie dir diese Weiterbildung zum Web-Designer fördern kann!

Möglichkeiten in Deutschland

Duale Berufsausbildung
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Freiwilliges Ökologisches Jahr
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