Jobs beim Staat: was muss ich wissen?

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Wir werden oft gefragt, welche beruflichen Alternativen der Staat bietet. Lohnen sich Bewerbungen für Jobs beim Staat? Wir geben unsere Antworten.

Im Zuge der Corona-Pandemie musste viele Menschen ihren Arbeitsplatz wechseln. In machen Branchen gab es nahezu einen Kahlschlag an Beschäftigung: besonders in der Gastronomie und der Beherbergung, aber auch in vielen anderen Bereichen. Arbeitslose, die früher in diesen Bereichen tätig waren, suchen nach Alternativen.

Der Staat hat auch während der Corona-Pandemie weiterhin eingestellt und auch für die kommenden Jahre ist zu erwarten, dass weiterhin viele freie Stellen in den staatlichen Strukturen besetzt werden. Es kann sich also lohnen, hierauf einen Blick zu werfen.

Jobs beim Staat: Was muss man wissen?

  • In welchen Bereichen gibt es alles Jobs beim Staat?

    So vielfältig wie die Aufgaben des Staates sind, so vielseitig sind die Jobs, die im Staat verfügbar sind. Dies beginnt beim Straßenreiniger oder Müllmann, geht über Sachbearbeiter, Lehrer und Polizisten bis hin zu Leitern von Behörden und Ministerien. Mit über 50% sind die meisten Stellen des Staates übrigens bei den Bundesländern angesiedelt – hier sind es vor allem viele Lehrkräfte und die Polizei. Ein Drittel aller Stellen im öffentlichen Dienst findet sich im kommunalen Bereich, d.h. bei Städten und Gemeinden. Rund zehn Prozent der Beschäftigten arbeiten im Bundesbereich, d.h. Bundesministerien und Bundesbehörden. Rund 7,5 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst arbeiten bei den Sozialversicherungen. Aufgrund dieser Häufigkeitsverteilung empfiehlt es sich für Bewerberinnen und Bewerber oft, zunächst bei den Bundesländern nach passenden Jobs zu suchen.

  • Welche Jobs gibt es beim Staat?

    Die Summe aller Beschäftigten in Bund, Ländern und Gemeinden sowie den angeschlossenen Bereichen nennt man öffentlichen Dienst. Im öffentlichen Dienst gibt es sowohl Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an wie auch Beamtinnen und Beamte. Ebenso gibt es beim Start befristete wie unbefristete Beschäftigungsverhältnisse für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In den meisten fällen erfolgt die Vergütung anhand einer klar definierten Gehaltstabelle. Bestimmte Dienstposten sind mit einer bestimmten Vergütungsgruppe dotiert und werden in der Regel auch danach bezahlt – egal welche Qualifikationen und Leistungsmerkmale ein Bewerber oder eine Bewerberin mitbringt. Auch Ausbildungen, Praktika, Duales Studium sind in Deutschland beim Staat möglich.

  • Worin unterscheiden sich Jobs beim Staat von Jobs in der privaten Wirtschaft?

    Jobs in der privaten Wirtschaft werden in vielen Fällen besser bezahlt als im öffentlichen Dienst. Typisch ist bei Jobs beim Staat auch eine strengere Hierarchie und strenger abgetrennte Aufgabenbereiche. Gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der privaten Wirtschaft haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beim Staat eine Reihe von mehr festgeschriebenen Rechten. Dies kann zum Beispiel Gleitzeit, Recht auf Home-Office oder das Recht auf Teilzeit betreffen.

  • Nachteile, wenn man beim Staat arbeitet

    Tätigkeiten beim Staat sind nach unserer Erfahrung vor allem für diejenigen Menschen interessant, die auf ein stabiles Arbeitsverhältnis mit festgelegten Arbeitszeiten, festgelegten Aufgaben und einen hohen Grad an Routine orientieren. Wer Abwechslung, Neues, starke Weiterentwicklung und eine vielfältige Tätigkeit sucht, ist in vielen Fällen im öffentlichen Dienst schlecht aufgehoben. Nach unserer Erfahrung trifft man im Staat auch oft auf ältere Sachausstattung, insbesondere im Bereich IT. Nachteilig kann auch sein, dass der Dienstherr über Versetzungen mitentscheidet und diese auch verhindern kann. Möchte man den Arbeitsplatz wechseln, kann dies durchaus schwierig sein. In der freien Wirtschaft ist ein Wechsel oft deutlich leichter möglich.

  • Jobs beim Staat: Das sind Vorteile

    Zu den Vorteilen des Arbeitens beim Start zählt die starke Sicherheit des Arbeitsplatzes, die regelmäßige Bezahlung und eine Vielzahl von zusätzlichen Leistungen die im öffentlichen Dienst erbracht werden. Es gibt Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren und eine höhere Laufbahn einzuschlagen. Jobs beim Staat werden allgemein als krisensicher angesehen – allerdings kann es auch zu Zwangsversetzungen kommen, beispielsweise wenn eine Behörde geschlossen oder umstrukturiert wird.

  • Können auch Ausländer Jobs beim Staat in Deutschland bekommen?

    Ausländerinnen und Ausländer aus der Europäischen Union können sich für alle Ausschreibungen des öffentlichen Dienstes in Deutschland bewerben. Erforderlich sind in den meisten Fällen sehr gute deutsche Sprachkenntnisse. Auch Bewerberinnen und Bewerber aus Drittstaaten können sich grundsätzlich auf Ausschreibungen im öffentlichen Dienst bewerben. Neben den Sprachkenntnissen sind aber in diesem Falle auch noch weitere Voraussetzungen zu erfüllen: hierzu sollten die Bewerberinnen und Bewerber Kontakt mit der ausschreibenden Stelle aufnehmen. Bestimmte Bereiche, beispielsweise die Bundeswehr, sind nicht für Bewerber aus Drittstaaten geöffnet.

Wo kann ich mich auf Jobs beim Staat bewerben?

Die meisten Gemeinden, Länder, der Bund und alle verbundenen Strukturen veröffentlichen ihre Ausschreibungen in der Regel auf folgenden Seiten:

Bund.de
Interamt.de
Bundesregierung.de
Arbeitsagentur

Darüber hinaus veröffentlichen die Bundesländer, Landkreise, Bezirksregierungen, kreisfreien Städte und die Städte und Gemeinden sowie verbundene Einrichtungen auf den jeweils eigenen Webseiten und in Amtsblättern. Da keine Pflicht zur elektronischen Veröffentlichung einer Stellenausschreibung besteht, ist es für Bewerberinnen und Bewerber oft das sicherste, auch die direkten Homepages der staatlichen Strukturen nach Stellenausschreibungen hin abzusuchen.

Jobs beim Staat: Was bietet Life-in-Germany.de hier?

Im Moment nicht, aber wir glauben, dass sich dies bald ändern wird. Gerade bestimmte Stellen im Staatsdienst sind schlecht zu besetzen und werden künftig voraussichtlich verstärkt mit Bewerberinnen und Bewerbern aus dem Ausland besetzt. Daher empfehlen wir, unseren Newsletter zu abonnieren, um informiert zu bleiben!