
Als Case Manager oder Case Managerin im deutschen Gesundheitswesen koordinieren Sie patientenindividuelle Behandlungspläne und optimieren Versorgungsprozesse. Dieser vielseitige Beruf bietet exzellente Karrierechancen in Kliniken, Reha-Einrichtungen oder bei Krankenkassen. Mit einer Qualifikation als Case Manager im Gesundheitswesen in Deutschland gestalten Sie aktiv die Gesundheitsversorgung der Zukunft und sichern sich einen zukunftssicheren Arbeitsplatz in einem wachsenden Feld.
Inhaltsverzeichnis
Berufsprofil eines Case Managers
Aufgaben eines Case Managers
Ein Case Manager im deutschen Gesundheitswesen koordiniert die Behandlungspfade für Patienten. Er erstellt individuelle Versorgungspläne und stimmt diese mit Ärzten und Therapeuten ab. Diese Rolle ist in Deutschland besonders wichtig, um die Qualität der patientenorientierten Versorgung in einem komplexen Gesundheitssystem zu sichern.
Der Case Manager fungiert als zentrale Anlaufstelle für den Patienten und dessen Angehörige. Er organisiert notwendige Hilfsmittel und vermittelt weiterführende Leistungen wie Reha-Maßnahmen. Durch diese umfassende Betreuung trägt er maßgeblich zu einem effizienten Behandlungsverlauf und zur Entlastung des medizinischen Personals bei.
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Qualifikationen und Fähigkeiten
Weiterbildung und Zertifizierung
Eine spezielle Weiterbildung ist für den Beruf des Case Managers im deutschen Gesundheitswesen sehr wichtig. Viele Arbeitgeber setzen eine qualifizierte Zusatzausbildung voraus. Diese Kurse vermitteln vertiefte Kenntnisse im deutschen Gesundheitssystem.
Eine formale Zertifizierung verbessert Ihre Karrierechancen in Deutschland erheblich. Anerkannte Abschlüsse werden von Verbänden wie der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management vergeben. Diese Zertifizierung zeigt Ihre Fachkompetenz und ist bei Kliniken und Krankenkassen hoch angesehen.
Die Weiterbildung zum Case Manager dauert in der Regel mehrere Monate. Sie umfasst Themen wie Patientenrecht, Qualitätsmanagement und Sozialgesetzgebung. Diese Inhalte sind für die tägliche Arbeit in deutschen Gesundheitseinrichtungen unverzichtbar.
Ohne eine anerkannte Zertifizierung ist der Berufseinstieg in Deutschland oft schwierig. Viele Stellenausschreibungen fordern explizit einen entsprechenden Nachweis. Investieren Sie daher in eine qualitativ hochwertige Weiterbildung für Ihren Erfolg in diesem Berufsfeld.
Karrierechancen und Gehalt als Case Manager im Gesundheitswesen
Karrierewege für Case Manager in Deutschland
Case Manager im deutschen Gesundheitswesen haben vielfältige Karrierewege. Sie können in Krankenhäusern, Reha-Kliniken oder bei Krankenkassen arbeiten. Der demografische Wandel erhöht die Nachfrage nach diesen Fachkräften stetig.
Viele Einrichtungen suchen qualifizierte Case Manager für die Patientenbetreuung. Fortbildungen zur Fachkraft für Case Management verbessern die Berufschancen. In Deutschland ist diese Position im Sozialgesetzbuch verankert und gewinnt an Bedeutung.
Verdienstmöglichkeiten im Case Management
Das Gehalt als Case Manager hängt von Erfahrung und Arbeitgeber ab. In öffentlichen Einrichtungen gilt oft der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Private Kliniken zahlen teilweise höhere Gehälter für erfahrene Fachkräfte.
Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen steigern das Einkommen deutlich. Case Manager in Führungspositionen erreichen höhere Gehaltsstufen. Die Vergütung reflektiert die wachsende Bedeutung des Case Managements im deutschen Gesundheitssystem.
| Erfahrungsstufe | Durchschnittsgehalt (brutto/Jahr) |
|---|---|
| Einsteiger | 38.000 – 45.000 € |
| Erfahren (3-5 Jahre) | 45.000 – 55.000 € |
| Führungsposition | 55.000 – 65.000 € |
Anerkennung und Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten für Case Manager im Gesundheitswesen
Anerkennung als zertifizierter Case Manager
Die formale Anerkennung als Case Manager ist in Deutschland ein wichtiger Karriereschritt. Viele Arbeitgeber im Gesundheitswesen verlangen einen Nachweis über eine qualifizierte Ausbildung. Eine Zertifizierung verbessert Ihre Berufschancen erheblich und zeigt Ihre Fachkompetenz.
Die Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) bietet anerkannte Zertifizierungen an. Dieser Prozess umfasst in der Regel eine Weiterbildung und eine abschließende Prüfung. Mit diesem Zertifikat sind Sie für eine Vielzahl von Rollen im deutschen Gesundheitssystem qualifiziert.
Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen
Case Manager finden in Deutschland vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten vor. Sie können in Krankenhäusern, Reha-Kliniken oder bei Krankenkassen arbeiten. Die Nachfrage nach diesen Fachkräften steigt aufgrund des demografischen Wandels stetig an.
Weitere potenzielle Arbeitgeber sind ambulante Pflegedienste und sozialmedizinische Einrichtungen. In diesen Bereichen koordinieren Sie patientenindividuelle Behandlungspläne. Diese Rolle ist entscheidend für die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und effizienten Patientenversorgung in Deutschland.
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Für Case Manager im Gesundheitswesen ist lebenslanges Lernen unerlässlich. Es gibt zahlreiche Fortbildungen zu Themen wie Digitale Gesundheit oder Spezielle Patientengruppen. Diese Kurse helfen Ihnen, Ihr Wissen aktuell zu halten und sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Viele Bildungseinrichtungen und Fachverbände bieten maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme an. Diese können oft berufsbegleitend absolviert werden. Durch kontinuierliche Fortbildung sichern Sie nicht nur Ihren Job, sondern verbessern auch die Versorgungsqualität für Patienten in Deutschland.
Arbeit im öffentlichen Dienst
Case Manager im Gesundheitswesen können auch im öffentlichen Dienst arbeiten. Diese Stellen sind oft bei Krankenkassen, Gesundheitsämtern oder öffentlichen Krankenhäusern angesiedelt. Die Tätigkeit ist besonders bedeutsam, da sie direkt zur Qualität und Effizienz des deutschen Gesundheitssystems beiträgt.
Die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst sind in der Regel durch Tarifverträge geregelt. Dies bietet eine hohe Planungssicherheit bezüglich des Gehalts und der Arbeitszeiten. Für viele Fachkräfte ist diese Stabilität ein entscheidender Vorteil in ihrer Karriereplanung.
Vorteile einer Anstellung im öffentlichen Dienst
Eine Anstellung im öffentlichen Dienst bietet für Case Manager mehrere konkrete Vorteile. Das Gehalt orientiert sich oft am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst und steigt mit der Erfahrung. Zudem sind die Arbeitsverträge meist unbefristet, was langfristige Jobperspektiven eröffnet.
Weitere Vorteile sind die betriebliche Altersvorsorge und die attraktiven betrieblichen Sozialleistungen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird oft durch flexible Arbeitszeitmodelle gefördert. Diese Faktoren machen den öffentlichen Dienst zu einem attraktiven Arbeitgeber für Gesundheitsfachkräfte in Deutschland.
Typische Arbeitgeber und Aufgaben
Case Manager im öffentlichen Dienst sind bei verschiedenen Institutionen beschäftigt. Große Arbeitgeber sind die gesetzlichen Krankenkassen und die öffentlichen Gesundheitsämter. Auch Universitätskliniken in staatlicher Trägerschaft bieten zahlreiche Stellen an.
Die Aufgaben umfassen die Koordination von Behandlungsplänen für Versicherte oder Patienten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beratung von Bürgern zu Präventions- und Reha-Maßnahmen. Case Manager sorgen so für einen reibungslosen Ablauf innerhalb des komplexen deutschen Gesundheitswesens.
Duales Studium und duale Berufsausbildung
Duales Studium:
Ein duales Studium verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Berufserfahrung. Sie arbeiten in einer Gesundheitseinrichtung und studieren gleichzeitig an einer Hochschule. Diese Kombination ist in Deutschland sehr beliebt, weil sie direkt auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Viele Arbeitgeber schätzen die sofortige Berufsfähigkeit der Absolventen.
Für Case Manager gibt es spezielle Studiengänge wie Gesundheitsmanagement oder Pflegewissenschaft. Die Praxisphasen finden oft in Krankenhäusern oder bei Krankenkassen statt. Nach dem Abschluss haben Sie sehr gute Jobchancen im deutschen Gesundheitssektor. Das duale Studium ist eine solide Grundlage für Ihre Karriere.
Duale Berufsausbildung:
Eine duale Berufsausbildung im Gesundheitswesen ist eine klassische Alternative. Sie lernen im Betrieb und in der Berufsschule parallel. Diese Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Viele Gesundheitsberufe in Deutschland folgen diesem bewährten System.
Für den Berufseinstieg als Case Manager ist eine abgeschlossene Ausbildung in der Pflege oder im Sozialwesen sehr hilfreich. Die praktische Erfahrung ist in der täglichen Patientenbetreuung unerlässlich. Mit dieser Basis können Sie später eine Weiterbildung zum Case Manager absolvieren. Der deutsche Arbeitsmarkt sucht ständig qualifizierte Fachkräfte in diesem Bereich.
Praktikumsmöglichkeiten und Nachfrage
Praktikumsmöglichkeiten für Case Manager
Ein Praktikum ist ein wichtiger Schritt für den Berufseinstieg als Case Manager. Viele Krankenhäuser und Reha-Kliniken in Deutschland bieten strukturierte Praktika an. Diese Programme vermitteln praktische Erfahrungen im deutschen Gesundheitssystem.
Praktikanten lernen den Umgang mit Patienten und die Koordination von Behandlungsplänen. Sie arbeiten oft in multidisziplinären Teams mit Ärzten und Pflegekräften. Diese Erfahrung ist wertvoll für den späteren Berufsalltag in Deutschland.
Nachfrage nach Case Managern
Die Nachfrage nach Case Managern im deutschen Gesundheitswesen steigt stetig. Der demografische Wandel führt zu mehr chronisch kranken und älteren Patienten. Case Manager werden gebraucht, um komplexe Behandlungsverläufe zu koordinieren.
Krankenkassen und Kliniken suchen aktiv nach qualifizierten Fachkräften. Case Manager helfen, Behandlungskosten zu optimieren und die Patientenversorgung zu verbessern. Dieser Beruf hat in Deutschland eine vielversprechende Zukunft.
Teilzeit und Altersgrenze
Case Manager im deutschen Gesundheitswesen arbeiten häufig in Teilzeit. Diese Arbeitszeitmodelle sind besonders für Berufseinsteiger oder Personen mit Familienverantwortung attraktiv. Die Flexibilität ist ein großer Vorteil in diesem anspruchsvollen Berufsfeld.
Viele Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Deutschland suchen aktiv nach Teilzeitkräften. Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel erhöhen die Nachfrage. Daher haben Bewerber gute Chancen, eine Stelle mit reduzierter Wochenarbeitszeit zu finden.
Vorteile der Teilzeit als Case Manager
Die Arbeit in Teilzeit bietet eine bessere Work-Life-Balance. Case Manager können so die psychischen Belastungen des Berufsalltags besser ausgleichen. Dies ist wichtig für die langfristige Gesundheit und Berufszufriedenheit.
Teilzeitkräfte sind im Gesundheitswesen oft sehr gefragt. Sie können flexible Dienstpläne für die Patientenbetreuung ermöglichen. Für den Arbeitgeber bedeutet dies eine höhere Personalverfügbarkeit zu unterschiedlichen Zeiten.
Altersgrenzen und Karriere
Für den Beruf des Case Managers gibt es in Deutschland keine feste Altersobergrenze. Die Erfahrung von älteren Fachkräften wird im Gesundheitssektor besonders geschätzt. Viele Arbeitgeber sehen in der Lebenserfahrung einen großen Mehrwert für die Patientenkommunikation.
Ein Quereinstieg in das Case Management ist auch in höheren Jahren möglich. Voraussetzung sind meist eine abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheits- oder Sozialwesen und eine entsprechende Zusatzqualifikation. Der Bedarf an gut ausgebildeten Case Managern ist so hoch, dass das Alter oft zweitrangig ist.
Alternativen und ähnliche Tätigkeiten
Sozialarbeiter/in
Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen unterstützen Menschen in schwierigen Lebenslagen. Sie beraten zu sozialrechtlichen Fragen und helfen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. Im deutschen Gesundheitswesen arbeiten sie eng mit Ärzten und Pflegekräften zusammen. Diese Tätigkeit ist eine wichtige Alternative zum Case Manager, da sie ebenfalls eine ganzheitliche Betreuung der Patienten zum Ziel hat. Sozialarbeiter sind oft in Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen oder bei sozialen Diensten angestellt. Sie benötigen in der Regel ein abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit.
Der Beruf ist in Deutschland stark reglementiert und erfordert eine staatliche Anerkennung. Sozialarbeiter kümmern sich um die psychosoziale Versorgung und die soziale Integration von Patienten. Sie sind eine zentrale Säule im deutschen Gesundheitssystem, um Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt wieder in ihr gewohntes Umfeld zu begleiten. Die Arbeit erfordert viel Einfühlungsvermögen und Kenntnisse des deutschen Sozialrechts.
Pflegedienstleiter/in
Pflegedienstleiter und Pflegedienstleiterinnen übernehmen Führungs- und Organisationsaufgaben in Pflegeeinrichtungen. Sie planen den Personaleinsatz, verwalten das Budget und stellen die Qualität der Pflege sicher. Diese Position erfordert umfangreiche Berufserfahrung in der Pflege und oft eine zusätzliche Weiterbildung. Als Pflegedienstleiter trägt man eine hohe Verantwortung für das Personal und die betreuten Menschen.
In Deutschland ist diese Rolle besonders wichtig, um den steigenden Anforderungen in der Alten- und Krankenpflege gerecht zu werden. Pflegedienstleiter sorgen dafür, dass alle gesetzlichen Vorgaben und Qualitätsstandards eingehalten werden. Sie arbeiten eng mit der Geschäftsführung zusammen und entwickeln Konzepte für eine verbesserte Patientenversorgung. Diese Tätigkeit ist eine managementorientierte Alternative zur koordinierenden Arbeit eines Case Managers im Gesundheitswesen.
Ausländische Case Manager
Ausländische Case Manager können in Deutschland arbeiten. Sie benötigen eine Anerkennung ihrer Qualifikationen. Dieser Prozess ist wichtig für die Arbeitserlaubnis.
Die Anerkennung erfolgt oft durch die zuständige Landesbehörde. Ohne Anerkennung ist eine Tätigkeit als Case Manager meist nicht möglich. Das deutsche Gesundheitswesen stellt hohe Anforderungen an Fachkräfte.
Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Die Anerkennung Ihres ausländischen Abschlusses ist der erste Schritt. Sie beantragen diese bei der für Ihren Beruf zuständigen Stelle. Oft ist dies eine Ärztekammer oder eine andere Gesundheitsbehörde.
Der Prozess kann mehrere Monate dauern. Sie müssen Unterlagen wie Zeugnisse und Nachweise Ihrer Berufserfahrung einreichen. Manchmal sind auch Sprachkenntnisse auf B2-Niveau nachzuweisen.
Sprachkenntnisse und Integration
Gute Deutschkenntnisse sind für Case Manager im Gesundheitswesen unerlässlich. Sie kommunizieren täglich mit Patienten, Ärzten und Pflegekräften. Die Sprache ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration ins Team.
Viele Einrichtungen erwarten mindestens das Sprachniveau B2. Ohne ausreichende Sprachkenntnisse ist die Arbeit kaum möglich. Sprachkurse werden oft von Arbeitsagenturen oder Volkshochschulen angeboten.
Selbstständig als Case Manager
Schritt 1: Businessplan erstellen
Ein Businessplan ist für Ihre Selbstständigkeit als Case Manager in Deutschland unverzichtbar. Er dient als strategische Grundlage und ist oft Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln oder einen Bankkredit. In Deutschland ist das Gesundheitswesen stark reguliert, daher muss Ihr Plan auch die spezifischen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Case Management berücksichtigen. Ein detaillierter Businessplan hilft Ihnen, Ihre Ziele zu definieren und realistische finanzielle Prognosen zu erstellen.
Ihr Businessplan sollte eine Marktanalyse enthalten, die den Bedarf an Case Management in Ihrer Region aufzeigt. Beschreiben Sie Ihre Zielgruppe, zum Beispiel Krankenhäuser, Reha-Kliniken oder privat zahlende Klienten. Legen Sie Ihre geplanten Dienstleistungen, Ihre Preisgestaltung und Ihre Marketingstrategie fest, um langfristig erfolgreich zu sein.
Schritt 2: Gründungsform und -ablauf wählen
Die Wahl der richtigen Rechtsform ist ein entscheidender Schritt für Ihre Selbstständigkeit in Deutschland. Gängige Optionen für Case Manager sind das Einzelunternehmen oder die GmbH. Jede Rechtsform hat unterschiedliche Auswirkungen auf Haftung, Buchführungspflichten und Steuern. Eine GmbH bietet mehr Haftungsschutz, ist aber mit höherem Gründungsaufwand verbunden.
Der Gründungsablauf umfasst die Gewerbeanmeldung beim örtlichen Gewerbeamt. Sie müssen sich zudem beim Finanzamt anmelden, um eine Steuernummer zu erhalten. Prüfen Sie, ob für Ihre Tätigkeit eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung oder eine Heilpraktikererlaubnis erforderlich ist, da dies im deutschen Gesundheitssektor häufig der Fall ist.
Schritt 3: Finanzierung sichern
Eine solide Finanzierung ist die Grundlage für den Start Ihres Case Management Unternehmens. Kalkulieren Sie Ihre Anfangsinvestitionen für Büroausstattung, Software und Marketing genau. In Deutschland können Sie Fördermöglichkeiten wie den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit oder KfW-Darlehen in Betracht ziehen. Eine gute Finanzplanung hilft Ihnen, die ersten Monate ohne konstantes Einkommen zu überbrücken.
Erstellen Sie einen detaillierten Finanzplan mit allen erwarteten Einnahmen und Ausgaben. Berücksichtigen Sie laufende Kosten wie Miete, Versicherungen und Fortbildungen. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Hausbank oder anderen Geldgebern über die Möglichkeiten einer Geschäftsfinanzierung.
Schritt 4: Kunden akquirieren
Die Akquise von Kunden ist entscheidend für den Erfolg Ihres Case Management Unternehmens. Knüpfen Sie Kontakte zu lokalen Ärzten, Krankenhäusern und Pflegediensten, da diese wichtige Überweisungsquellen sein können. Eine professionelle Webseite und Präsenz in Berufsnetzwerken wie LinkedIn oder XING sind in Deutschland sehr wichtig für die Sichtbarkeit.
Bieten Sie potentiellen Kooperationspartnern wie Gesundheitsämtern oder Sozialverbänden informative Gespräche über den Nutzen Ihres Case Managements an. Denken Sie daran, dass im deutschen Gesundheitswesen die Abrechnung oft über Kostenträger wie Krankenkassen läuft. Bauen Sie daher auch Beziehungen zu den relevanten Abrechnungspartnern auf.
Einflüsse von Künstlicher Intelligenz im Bereich Gesundheitsmanagement
Künstliche Intelligenz verändert bereits heute die Arbeitsabläufe von Case Managern im Gesundheitswesen. Arbeitsmarktexperte Dr. Wolfgang Sender erklärt: “KI-Systeme analysieren Patientendaten und identifizieren automatisch Versorgungslücken oder Doppeluntersuchungen.” In der Praxis bedeutet dies, dass Algorithmen administrative Routinen wie Terminkoordination und Dokumentation beschleunigen. Einige Krankenkassen setzen bereits Chatbots für erste Patientenanfragen ein, was Case Manager von repetitiven Aufgaben entlastet. Dr. Sender betont jedoch: “Die menschliche Entscheidungskompetenz bei komplexen Behandlungspfaden bleibt vorerst unersetzlich.”
In den kommenden fünf bis zehn Jahren werden KI-Systeme voraussichtlich stärker in prognostische Aufgaben einsteigen. “Maschinelle Lernverfahren könnten Behandlungsrisiken früher erkennen und personalisierte Therapievorschläge generieren”, so Dr. Sender. Langfristig sei denkbar, dass KI teilweise Versorgungspläne vorstrukturiert, allerdings bleibe die ethische Bewertung menschlichen Fachpersonals vorbehalten. Der Experte warnt vor zu euphorischen Erwartungen: “Eine General Artificial Intelligence, die den Case Manager vollständig ersetzt, ist aktuell nicht absehbar und wäre mit erheblichen regulatorischen Hürden verbunden.”
Für Berufseinsteiger empfiehlt Dr. Sender, sich mit konkreten KI-Anwendungen vertraut zu machen: “Kenntnisse in Tools wie IBM Watson Health oder SAP Healthcare sind bereits heute vorteilhaft.” Die Berufsaussichten bewertet er trotz KI-Einsatz als stabil, da die steigende Patientenzahl und Regulierungskomplexität weiterhin menschliche Expertise erfordern. “Case Manager sollten sich auf strategische Koordination und empathische Patientenkontakte konzentrieren – das sind KI-resistente Kernkompetenzen.” Gleichwohl sei kontinuierliche Weiterbildung unverzichtbar, um mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten.
Fragen und Antworten
Case Manager spielen eine wichtige Rolle im deutschen Gesundheitswesen. Sie koordinieren die Behandlung für Patienten mit chronischen oder komplexen Erkrankungen. Diese Position ist entscheidend, um die Qualität der Versorgung zu sichern und Kosten zu kontrollieren.
Viele Patienten benötigen Unterstützung bei der Navigation durch das deutsche Gesundheitssystem. Ein Case Manager fungiert als zentrale Anlaufstelle für den Patienten. Er stellt sicher, dass alle beteiligten Ärzte und Therapeuten effektiv zusammenarbeiten.
Welche Aufgaben hat ein Case Manager?
Die Aufgaben eines Case Managers sind sehr vielfältig und patientenorientiert. Zuerst führt er eine umfassende Bedarfsanalyse durch, um den Gesundheitszustand zu erfassen. Anschließend entwickelt er einen individuellen Versorgungsplan mit konkreten Zielen.
Danach koordiniert er Termine bei verschiedenen Fachärzten und überwacht den Behandlungsverlauf. Der Case Manager dokumentiert alle Schritte sorgfältig und kommuniziert regelmäßig mit dem Patienten. Er ist auch für die Organisation von Hilfsmitteln oder Reha-Maßnahmen verantwortlich.
Welche Qualifikationen sind erforderlich?
Um als Case Manager im Gesundheitswesen in Deutschland zu arbeiten, ist in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium notwendig. Geeignete Studiengänge sind beispielsweise Pflegemanagement, Gesundheitswissenschaften oder Soziale Arbeit. Viele Arbeitgeber verlangen zudem eine mehrjährige Berufserfahrung im medizinischen oder sozialen Bereich.
Zusätzlich zu der formalen Qualifikation sind bestimmte persönliche Eigenschaften sehr wichtig. Ein Case Manager sollte über ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten und Empathie verfügen. Gute Organisationsfähigkeit und Stressresistenz sind in diesem anspruchsvollen Beruf ebenfalls unverzichtbar.
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