
Der duale Studiengang Personalmanagement ist interdisziplinär aufgebaut und verbindet betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse mit spezifischem Wissen aus dem Personalwesen. Die Studierenden lernen, Mitarbeiter zu führen und zu entwickeln, indem sie wichtige betriebliche Prozesse verstehen und mitgestalten.
Inhaltsverzeichnis
Überblick über die Schwerpunkte im dualen Studiengang Personalmanagement
| Schwerpunkt | Beschreibung |
|---|---|
| Personalwesen | Grundlegende und vertiefte Kenntnisse in Personalverwaltung, -entwicklung und –controlling. |
| Betriebswirtschaft | Einblick in betriebswirtschaftliche Prozesse, Finanzwesen und Unternehmensführung. |
| Recht | Verstehen von arbeitsrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen. |
| Psychologie | Kenntnisse in Arbeits- und Organisationspsychologie sowie Persönlichkeitsentwicklung. |
| Interkulturelle Kompetenz | Fähigkeit, in multikulturellen Teams zu arbeiten und interkulturelle Unterschiede zu managen. |
Das duale Studium Personalmanagement vermittelt fundierte Kenntnisse in Personal- und Betriebswirtschaft. Die Studierenden lernen, wie sie personelle Ressourcen richtig managen und die Mitarbeiterführung optimieren. Zudem erlernen sie, wie sie betriebswirtschaftliche Prozesse effizient gestalten und finanzielle Aspekte in ihre Entscheidungsprozesse einbeziehen.
Außerdem werden die Studierenden in arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen geschult. Sie lernen, wie sie juristische Aspekte in ihre personellen Entscheidungsprozesse integrieren und mögliche rechtliche Konsequenzen ihrer Entscheidungen abschätzen können. Darüber hinaus gewinnen sie Einblicke in die Arbeits- und Organisationspsychologie und entwickeln Fähigkeiten, die ihnen dabei helfen, Mitarbeiter zu motivieren und ihre Leistung zu steigern.
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Duales Studium in Deutschland: Diese Unternehmen bieten es an
In Deutschland gibt es zahlreiche Unternehmen, die ein duales Studium, das Theorie und Praxis verbindet, anbieten. Diese Art der Ausbildung hat sich als sehr effektiv erwiesen, da sie den Studierenden sowohl die akademische als auch die praktische Ausbildung ermöglicht. Im Folgenden werden fünf bis zehn solcher Unternehmen genannt.
| Firma | Industrie | Studienangebote |
|---|---|---|
| Deutsche Telekom | Telekommunikation | Wirtschaftsinformatik, IT-System-Elektronik |
| Siemens AG | Technologie und Industrie | Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau |
| Allianz Deutschland AG | Versicherungen | Versicherungswirtschaft, Betriebswirtschaft |
| Deutsche Bank AG | Finanzen | Bankwesen, Finanzmanagement |
| BMW AG | Automobilindustrie | Fahrzeugtechnik, Maschinenbau |
| Deutsche Bahn AG | Verkehr und Logistik | Verkehrswesen, Logistikmanagement |
Weitere bemerkenswerte Unternehmen, die duale Studiengänge in Deutschland anbieten, sind die REWE Group, die sich auf Handelsmanagement und Dienstleistungswirtschaft spezialisiert hat, und die Lufthansa Technik AG, die Luftfahrtsysteme und Flugzeugwartung anbietet. Die Bosch GmbH bietet auch duale Studiengänge in verschiedenen Bereichen wie Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen an. Auch die Daimler AG ist bekannt für ihre dualen Studiengänge, darunter Automobilwirtschaft und Maschinenbau.
Die Wahl eines dualen Studiengangs bei einem dieser renommierten Unternehmen kann eine hervorragende Möglichkeit sein, eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu erhalten und wertvolle Berufserfahrung zu sammeln. Die Kombination aus Theorie und Praxis ist ideal für Studierende, die ihr Wissen gleichzeitig auf das Berufsleben anwenden möchten.
- Deutsche Telekom AG: Wirtschaftsinformatik, IT-System-Elektronik
- Siemens AG: Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau
- Allianz Deutschland AG: Versicherungswirtschaft, Betriebswirtschaft
- Deutsche Bank AG: Bankwesen, Finanzmanagement
- BMW AG: Fahrzeugtechnik, Maschinenbau
- Deutsche Bahn AG: Verkehrswesen, Logistikmanagement
- REWE Group: Handelsmanagement, Dienstleistungswirtschaft
- Lufthansa Technik AG: Luftfahrtsysteme, Flugzeugwartung
- Bosch GmbH: Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen
- Daimler AG: Automobilwirtschaft, Maschinenbau
Mögliche Alternativen
Im Bereich Personalmanagement gibt es eine Vielzahl an dualen und nicht-dualen Studiengängen sowie Ausbildungen in Deutschland, die je nach Interesse und Eignung eine gute Alternative darstellen können. Zu diesen gehören Studiengänge wie Wirtschaftspsychologie, Human Resource Management und Betriebswirtschaftslehre, sowie Ausbildungen wie Personaldienstleistungskauffrau oder der Industriefachwirt IHK.
| Duale Studiengänge | Nicht-duale Studiengänge | Ausbildungen |
|---|---|---|
| Wirtschaftspsychologie (DHBW) | BWL – Personalmanagement (FH Nordakademie) | Personaldienstleistungskauffrau/-mann |
| Business Administration (IUBH) | Arbeits- und Organisationspsychologie (Uni Hamburg) | Industriefachwirt IHK |
| Handelsmanagement (DHBW Heilbronn) | Personal und Organisation (HS Osnabrück) | Kaufmann/-frau für Büromanagement |
Der duale Studiengang Wirtschaftspsychologie setzt neben Wirtschaftswissen auch Schwerpunkte in der Psychologie und ist daher besonders geeignet für diejenigen, die sich für die menschlichen Aspekte im Betriebsgeschehen interessieren. Der duale Studiengang Business Administration ist breit gefächert und bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich auf verschiedene Bereiche, darunter auch Personalmanagement, zu spezialisieren.
Die nicht-dualen Studiengänge BWL – Personalmanagement, Arbeits- und Organisationspsychologie und Personal und Organisation bieten den Studierenden eine umfassende und tiefgreifende Ausbildung in den theoretischen Grundlagen und Anwendungsgebieten des Personalmanagements. Sie beinhalten auch vielfältige Praktikumsmöglichkeiten, um praktische Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln.
- Wirtschaftspsychologie (DHBW): Dualer Studiengang mit Schwerpunkt in Betriebswirtschaft und Psychologie
- BWL – Personalmanagement (FH Nordakademie): Nicht-dualer Studiengang mit Fokus auf die strategischen und operativen Tätigkeiten im Personalmanagement
- Personaldienstleistungskauffrau/-mann: Ausbildung mit Schwerpunkt in Personalvermittlung und -beratung
Fragen und Antworten
Wie kann man ein duales Studium Personalmanagement finden?
Recherchieren Sie auf Hochschul-Websites nach dualen Studiengängen im Personalmanagement. Kontaktieren Sie direkt Unternehmen, die duale Studienplätze anbieten, und nutzen Sie spezielle Jobportale für duale Studiengänge.
Wie kann man die betriebswirtschaftlichen Grundlagen im Studium erlernen?
Besuchen Sie Vorlesungen zu Betriebswirtschaftslehre und Finanzwesen. Arbeiten Sie praktische Fallstudien durch und wenden Sie das Gelernte in den Praxisphasen im Unternehmen direkt an.
Wie kann man Personalverwaltungskenntnisse aufbauen?
Lernen Sie Personalprozesse wie Einstellung, Vertragsgestaltung und Personalentwicklung kennen. Nutzen Sie Praxisphasen, um Personalsoftware und Verwaltungssysteme im Unternehmen kennenzulernen.
Wie kann man arbeitsrechtliche Regelungen verstehen?
Besuchen Sie juristische Grundlagenveranstaltungen zum Arbeitsrecht. Analysieren Sie reale Arbeitsverträge und Fallbeispiele aus der Unternehmenspraxis während der Studienzeit.
Wie kann man interkulturelle Kompetenz entwickeln?
Arbeiten Sie in internationalen Teams während des Studiums. Besuchen Sie interkulturelle Trainings und setzen Sie sich mit verschiedenen Unternehmenskulturen in den Praxisphasen auseinander.
Wie kann man Mitarbeiterführungskompetenzen erwerben?
Absolvieren Sie Führungstrainings und Seminare zur Personalführung. Übernehmen Sie in Praxisprojekten Verantwortung für kleine Teams und reflektieren Sie Ihre Führungserfahrungen.
Wie kann man Personalcontrolling umsetzen?
Lernen Sie Kennzahlen und Metriken zur Personalsteuerung kennen. Arbeiten Sie mit HR-Analytics-Tools und wenden Sie Controlling-Methoden in betrieblichen Projekten an.
Wie kann man psychologische Kenntnisse im Personalwesen anwenden?
Studieren Sie Grundlagen der Arbeits- und Organisationspsychologie. Setzen Sie psychologische Methoden in Mitarbeitergesprächen und Teamentwicklungsprozessen praktisch um.
Einflüsse von Künstlicher Intelligenz im Personalmanagement
Wie verändert Künstliche Intelligenz derzeit Einflüsse von Künstlicher Intelligenz im Personalmanagement? Dr. Wolfgang Sender, Sozialwissenschaftler, erklärt: “Ich sehe in meiner Forschung, dass KI-Systeme bereits heute Personalauswahlprozesse durch automatisierte Lebenslaufanalyse und vorselektierte Kandidatenlisten unterstützen.” Algorithmen bewerten Bewerbungsunterlagen nach vordefinierten Kriterien und identifizieren potenzielle Passungen effizienter als manuelle Verfahren. In der Personalentwicklung werden adaptive Lernplattformen eingesetzt, die individuelle Schulungsbedarfe analysieren und maßgeschneiderte Weiterbildungsempfehlungen generieren. Die menschliche Fachkraft bleibe jedoch für die endgültigen Personalentscheidungen und die zwischenmenschliche Interaktion verantwortlich, betont Sender.
Für die kommenden fünf bis zehn Jahre prognostiziert Sender eine zunehmende Integration prädiktiver Analysetools in Personalabteilungen. Diese Systeme werden voraussichtlich Fluktuationsrisiken früher erkennen und auf Basis historischer Daten Personalbedarfe präziser vorhersagen. Sender erwartet, dass KI-gestützte Systeme standardisierte administrative Aufgaben wie Vertragserstellung oder Urlaubsplanung weitgehend übernehmen werden. “Ich erwarte voraussichtlich eine Verschiebung hin zu strategischeren Personalaufgaben bei gleichzeitiger Automatisierung repetitiver Prozesse”, so Sender. Spezialisierte manuelle Tätigkeiten im Personalwesen und die akademische Steuerung der KI-Systeme werden nach seiner Einschätzung weiterhin bestehen bleiben.
Berufseinsteigern rät Sender zur Entwicklung von Kompetenzen im Bereich KI-gestützter Personaldatensysteme und analytischer Methoden. “Ich empfehle, sich auf Bereiche zu konzentrieren, die menschliche Urteilsfähigkeit mit datengestützten Erkenntnissen verbinden”, erklärt Sender. Die Chancen liegen in effizienteren Personalprozessen und datenbasierten Entscheidungsgrundlagen, während Risiken in möglichen Verzerrungen algorithmischer Auswahlverfahren bestehen. Eine General AI, die komplexe Personalentscheidungen vollständig autonom trifft, würde nach aktuellem Stand eher als Unterstützungssystem fungieren. Blue-Collar-Tätigkeiten in der Personaladministration behalten ihre Bedeutung, während akademische Forschung zur Weiterentwicklung der KI-Anwendungen im Personalwesen beiträgt.
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