Duale Ausbildung im Baumarkt

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Baumärkte bieten oft krisenfeste Jobs mit abwechslungsreichem Arbeitstag. Mehrere hundert Azubis stellen die Baumärkte in Deutschland jedes Jahr ein. Was musst du zur Ausbildung im Baumarkt wissen?

Warum eine Ausbildung im Baumarkt?

Einer der wichtigsten Gründe für eine Ausbildung im Baumarkt ist, dass es in Deutschland in jeder größeren Stadt ab etwa 20.000 Einwohner mindestens einen Baumarkt gibt. Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit rund 2.000 Baumärkte. Für dich als Azubi bedeutet dies, dass du in deinem Leben sehr flexibel bist. Du kannst nach deiner erfolgreichen Ausbildung in vielen Fällen problemlos einen Job in einem anderen Baumarkt auch in anderen Städten suchen.

Du kannst also zunächst eine Ausbildung in einem Baumarkt in der Nähe deines Elternhauses machen und dich dann innerhalb deiner Kette in eine andere Filiale beispielsweise in einer Großstadt versetzen lassen.

Für eine Ausbildung hier spricht auch, dass Baumärkte komplexere Unternehmen als Einzelhandelsgeschäfte sind. In Baumärkten gibt es eine Vielzahl von Jobs im Verkauf, im Lager und in der Verwaltung mit sehr unterschiedlichen Ausrichtungen. Im Unterschied beispielsweise zur Ausbildung im Supermarkt hast du im Baumarkt etwas mehr Entwicklungsmöglichkeiten auch in andere Bereiche jenseits des Verkaufs und der Beratung.

Wenn du deine duale Berufsausbildung im Baumarkt erfolgreich abgeschlossen hast, hast du nicht nur vertikale Aufstiegschancen bei deinem Arbeitgeber (also beispielsweise Abteilungsleiter werden), sondern kannst auch zu anderen Baumärkten wechseln und hier oftmals etwas mehr Geld raushandeln. Auch ist es relativ leicht, die Branche zu wechseln, also beispielsweise in den Lebensmittelhandel, anderen Fachhandel oder den Großhandel zu wechseln.

Welche Eigenschaften sind bei Azubis gefragt?

Worauf kommt es dem Arbeitgeber toom bei seinen Azubis an? Die Baumarktkette Toom hat hier klare Vorstellungen: “Neben einer fundierten Ausbildung ist es für uns besonders wichtig, dass unsere Azubis offen sind für Neues und auch Lust haben, Verantwortung zu übernehmen”, so Mario Kreher, Leiter Human Resources bei toom.

Wichtig ist vielen Arbeitgebern aus dieser Branche darüber hinaus:

  • gute Fähigkeiten im Kopfrechnen
  • strukturiertes und verlässliches Arbeiten
  • Kundenfreundlichkeit
  • ein angemessenes Auftreten
  • Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, auch mit schwierigen Kunden angemessen umzugehen
  • Interesse für Handwerksberufe, DIY-Projekte oder Hausbau.

Welche Benefits habe ich als Baumarkt-Azubi?

Du kannst dich zu vielen Fragen von deinen Kolleginnen und Kollegen beraten lassen, beispielsweise wenn du ein Haus baust oder modernisierst. Hierfür kannst du dir oft auch kostenlos Werkzeuge bei deinem Arbeitgeber ausleihen und es gibt auch Mitarbeiter-Rabatte. Du kannst also beim Hausbau eine ganze Menge Geld sparen und dir nebenberuflich ein zweites Standbein mit Immobilien aufbauen.

Viele Azubis im Baumarkt mögen auch den Umgang mit den Kundinnen und Kunden: Hier entstehen Freundschaften und manchmal gründen sich so Familien.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Baumärkten mögen oft auch die Arbeitszeiten. Da Baumärkte oft zwischen 8 und 21 Uhr geöffnet haben, gibt es an vielen Orten eine Frühschicht und eine Spätschicht. Wenn du ein Frühaufsteher bist, kannst du dich für die Frühschicht eintragen lassen und hast schon am Nachmittag frei, beispielsweise für Sport oder andere Hobbies. Als Spätaufsteher kannst du in Ruhe ausschlafen und dann bis in den Abend hinein arbeiten.

Welche Baumärkte gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es unter anderem die folgenden Baumarkt-Ketten:

  • Globus Baumarkt
  • OBI
  • Hornbach
  • toom
  • Praktiker
  • Hagebau
  • Hellweg
  • Bauhaus

Eine Liste und Beschreibungen der Baumärkte in Deutschland findest du hier.

Duale Ausbildung im Baumarkt
Wer eine Ausbildung im Baumarkt machen möchte, der sollte keine Scheu vor Kundinnen und Kunden haben. Baumärkte leben oft davon, dass hier Käuferinnen und Käufer gut beraten und freundlich behandelt werden.

Sind Baumarkt-Jobs wirklich krisensicher?

In Stein gemeißelt ist natürlich nichts. Aber es sprechen mehrere Gründe dafür, dass eine Ausbildung und ein Job im Baumarkt krisenfest sind:

  • Es gibt in Deutschland einen enormen Nachholebedarf beim Wohnungsbau: dies wird auch in den kommenden Jahren zu mehr Absatz im Baumarkt führen.
  • Durch hohe Energiepreise und den Klimaschutz wird es künftig weitere Investitionen in energetische Sanierungen von Bestandsimmobilien geben. Dies steigert die Verkäufe im Baumarkt.
  • Da Handwerker in Deutschland Mangelware sind und Kunden oft wochenlang auf Termine warten müssen, legen immer mehr Kunden selbst Hand an, um Dinge am Haus zu reparieren.
  • Über Youtube oder TikTok gibt es einen starken DIY-Trend mit fantastischen Ideen für Projekte. Diese beflügeln die Absätze im Baumarkt erkennbar.
  • Viele Produkte des Baumarktes lassen sich nicht durch Online-Shipping erwerben – viele Menschen gehen vor allem dann in den Baumarkt, wenn sie eine tiefere Beratung brauchen.
  • Baumärkte überzeugen durch Dienstleistungen (beispielsweise Beratung oder Zuschnitt) und werden daher oft dem Online-Kauf vorgezogen.

All dies spricht aus unserer Sicht dafür, dass die Baumärkte in Deutschland weiter Bestand haben und wachsen. Natürlich kann es wie überall auch zu Schließungen oder Umstrukturierungen kommen. Grundsätzlich erscheint eine Ausbildung im Baumarkt jedoch sehr perspektivreich und sicher.

Ausbildung im Baumarkt am Beispiel toom

Toom ist eine der größeren Baumarktketten in Deutschland. Alleine 2022 haben rund 400 Auszubildende hier eine Ausbildung begonnen.

Bei toom können Azubis eigene Schwerpunkte legen, beispielsweise in den Bereichen “Baumarkt”, “Garten” oder “Logistik”. In der Zentrale werden zudem Auszubildende zu Kaufleuten für Büromanagement und für das Groß- und Außenhandelsmanagement, zum/zur Immobilenkauffrau/mann sowie zum/zur Fachinformatiker:in ausgebildet. Und im Lager in Dietzenbach beginnen die beiden Azubis ihre Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik.

Wer als Azubi bei toom anfängt, der besucht vier Onboarding-Veranstaltungen, die sich jeweils über mehrere Tage erstrecken. Hier gibt es für die Berufsanfänger:innen digitale und Präsenz-Module. In diesen erhielten sie einen ersten Blick hinter die Kulissen und können die toom Geschäftsführung kennenlernen.

Bei interaktiven Programmpunkten, wie verschiedenen berufsnahen Workshops oder einer Rallye, haben die Auszubildenden außerdem die Möglichkeit, sich untereinander besser kennenzulernen und sich auf unterhaltsame Weise mit toom und ihren anstehenden Tätigkeiten auseinanderzusetzen.

Fragen und Antworten

  1. Wie viele Ausbildungsplätze gibt es in Baumärkten?

    Pro Jahr gibt es mehrere hundert Ausbildungsplätze in den Baumärkten in Deutschland.

  2. Kann man als Ausländerin oder Ausländer eine Ausbildung im Baumarkt machen?

    Viele Arbeitgeber in Deutschland freuen sich über Bewerbungen für Ausbildungen aus dem Ausland. Wichtig ist, dass du Deutsch mindestens auf Niveau B1 sprichst und gute Schulnoten hast. Es ist nicht wichtig, ob du aus einem EU-Land kommst oder aus einem anderen Land.

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