Jobs beim Land

Deutschland besteht aus 16 Bundesländern, die Tausende Jobs anbieten. Wir erklären dir, warum Jobs beim Land jetzt attraktiv sind.

Jobs beim Land: Darum geht es

Deutschland besteht aus den 16 Bundesländern

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen-Anhalt
  • Sachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Kurz zu den Begriffen: Die Bundesländer werden kurz auch “Land” genannt. Und wer bei einem dieser Länder angestellt ist oder als Beamter dort arbeitet hat einen Job beim Land. Wer bei Bund, Ländern, Kommunen oder verbundenen Einrichtungen beschäftigt ist, kann dies entweder als Angestellte / Angestellter sein oder Beamtin / Beamter. Angestellte sind Beschäftigte im Öffentlichen Dienst. Bund, Länder und Gemeinden werden auch die “öffentliche Hand” genannt

Jobs im öffentlichen Dienst haben Vorteile und Nachteile. Um diese geht es in diesem Beitrag vorwiegend – mit Fokus auf Jobs beim Land.

Diese Jobs gibt es bei den Ländern

In Deutschland gibt es innerhalb des Staates mehr oder weniger klare Zuständigkeiten. Danach ist der Bund (also die Bundesregierung) zuständig beispielsweise für die Bereiche Außenpolitik und Verteidigungspolitik. Daher findest du Jobs im deutschen Außenministerium nur mit der Bundesregierung als Arbeitgeber. Bei der Verteidigung ist auch der Bund zuständig und der Arbeitgeber für die Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen angestellten.

Die Kommunen (also Gemeinden, Städte, Landkreise) sind zuständig für viele Aufgaben, die unmittelbar deine Wohnumgebung und Arbeitsumgebung betreffen, beispielsweise Müllabfuhr, Ordnungsamt, Straßenreinigung.

 

Anzeige

Dazwischen liegen die Länder. Hier liegen die Zuständigkeiten beispielsweise für die Bildung und die innere Sicherheit (Polizei), aber auch viele andere Behörden. Deshalb spricht man beispielsweise auch von der Landespolizei Sachsen oder einem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz. Jobs bei den Ländern gibt es danach vor allem in diesen Bereichen:

  • Schulwesen: Lehrerinnen und Lehrer und sonstige Beschäftigte im Schulwesen
  • Hochschulwesen: Beispielsweise akademisches Lehrpersonal und Verwaltungsbeschäftigte
  • Polizei (auch Landeskriminalamt, Verfassungsschutz, auch zivile Beschäftigte)
  • allgemeine Landesverwaltung in den verschiedenen Behörden, Ämtern, Instituten etc.

Gründe für Jobs beim Land

Warum beim Land arbeiten? Dafür gibt es unter anderem nachfolgende Gründe:

Löhne und Gehälter steigen fast automatisch

In Zeiten einer so hohen Inflation wie derzeit ist es wichtig, dass dein Lohn oder dein Gehalt quasi automatisch steigt. Im Öffentlichen Dienst ist dies oft der Fall. Anpassungen von Tarifverträgen erfolgen hier mit großer Regelmäßigkeit und die Abschlüsse orientieren sich an anderen Branchen. Dabei kann die öffentliche Hand praktisch nicht Pleite gehen.

Während ein privater Arbeitgeber durchaus über Nacht schließen kann, hast du im öffentlichen Dienst in vielen Fällen eine Beschäftigungsgarantie. Wenn du also unter den bequemen Schirm regelmäßiger Gehaltsanpassungen im stabilen Rahmen kommen möchtest, dann kann ein Job beim Land für dich von Interesse sein.

Es werden jede Menge Stellen frei

Nach einem Bericht der BILD-Zeitung in den nächsten 10 Jahren fast jede dritte Stelle im öffentlichen Dienst in Deutschland frei. Es ist praktisch unmöglich, diese Zahl zu ersetzen, da einfach nicht genügend Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen werden. Wer sich also für eine Karriere beim Land entscheidet, der kann die Wahl zwischen verschiedenen Jobs haben.

Es gibt eine große Zahl an Stellen

Es gibt eine hohe Zahl von Stellen in den einzelnen Bundesländern. Beispielsweise sind in Nordrhein-Westfalen über 1 Million Menschen beim Staat beschäftigt (Bund, Länder und Gemeinden zusammen). In Bayern sind es über 800.000 Menschen und in Baden-Württemberg über 650.000 Beschäftigte.

Das bedeutet: Es gibt eine Vielzahl von Stellen in praktisch jeder Stadt. Und wo es insgesamt viele Plätze gibt, dort besteht auch ein hoher Bedarf nach Nachwuchs.

Es gibt es oft nur wenige Bewerber

Bereits heute gibt es auf viele Stellen im öffentlichen Dienst nur sehr wenige Bewerber. Dies betrifft oft Stellen im Bereich Sekretariat / Office oder allgemeine Verwaltung. Aber auch bei Referentenstellen gibt es oft nur eine Hand voll ernstzunehmende Bewerbungen.

Bereits in der freien Wirtschaft leiden viele Unternehmen gerade jenseits der größeren Städte unter Personalnot – bei Behörden gerade auf dem Land ist dies oft ebenso stark zu spüren. Der Behörde leid kann dein Glück sein: Je weniger Bewerberinnen und Bewerber es auf einen Job gibt, desto höher stehen automatisch deine Chancen.

Die Anforderungen sind oft nur gering

In vielen Fällen gibt es überhaupt keine formalen Anforderungen außer vielleicht einem Schulabschluss. Ja, für eine Stelle als Polizist musst du eine Ausbildung durchlaufen haben, als Lehrer musst du studiert haben. Aber für viele Verwaltungsjobs in der Schulbehörde oder bei der Reisekostenabrechnung der Polizeibehörde brauchst du keine besonderen Vorkenntnisse: Das kriegst du vor Ort gezeigt.

Auch Chancen, wenn du lebensälter bist

Beim Staat hast du auch gute Einstiegschancen, wenn du schon lebensälter bist und vielleicht eine bisher andere Berufsbiografie hattest, noch gar nicht gearbeitet hast oder bisher ausschließlich in Kindererziehung warst. Das liegt vor allem daran, dass ein so hoher Personalbedarf besteht und auch deshalb, dass nicht diskriminiert werden kann.

Aufgrund des hohen Durchschnittsalters in der Verwaltung wirst du dich hier wohl fühlen, auch wenn du schon etwas lebensälter bist. Auf jeden Fall kannst du Chancen haben und nochmal durchstarten.

Jobs im Bundesland

Du kannst eine Ausbildung beim Land machen

Wenn du Berufsanfängerin oder Berufsanfänger bist, dann kannst du dir auch überlegen, eine Ausbildung beim Staat zu machen – entweder auf kommunaler Ebene (in den Städten, Gemeinden und Landkreisen) oder eben beim Land oder beim Bund. Hier gibt es eine Vielzahl von Ausbildungen. Ebenso ist es möglich, dass du ein Duales Studium beim Land beginnst. Auch hier ist die Spannbreite der Möglichkeiten groß, wenn auch die Zahl der Stellen pro Jahr an dieser Stelle noch klein ist.

Auch für Ausländerinnen und Ausländer offen

Interessant ist weiterhin, dass der Einstieg in eine Tätigkeit bei Bund, Ländern und Gemeinden auch Ausländerinnen und Ausländern offensteht. Meistens braucht man zwar deutsche Sprachkenntnisse auf Niveau B1. Aber es gibt auch Positionen, wo es nicht so ganz darauf ankommt – beispielsweise wenn du Kraftfahrer bist oder Pförtner. In vielen Fällen bekommst du auch die Chance, deine Deutschkenntnisse zu verbessern.

Auch Ausländerinnen und Ausländer können beim im Öffentlichen Dienst in Deutschland eine Ausbildung machen oder ein Duales Studium im Öffentlichen Dienst machen.

Gute Aufstiegsmöglichkeiten

Weiterhin ist es vielleicht für dich interessant, dass du im öffentlichen Dienst gute Chancen für einen Aufstieg hast. Du kannst dich hier weiterbilden und wirst im erfolgsfalle oft bevorzugt vor externen Bewerbern für höhere Stellen genommen.

Später auch in der Wirtschaft gefragt

Suchst du dir deinen Job beim Land geschickt aus, kannst du dich auch (wieder) attraktiv für einen Job in der Wirtschaft machen. Wirst du beispielsweise zum Experten für Vergabe, Beschaffung, Datenschutz etc. wirst du auch von Unternehmen (wieder) stärker nachgefragt.

Jobs beim Land
Für viele Verwaltungsjobs in der Schulbehörde oder bei der Reisekostenabrechnung der Polizeibehörde brauchst du keine besonderen Vorkenntnisse.

Mögen Sie, was Sie hier sehen? Life-in-Germany.de freut sich auf Kooperationsanfragen von Unternehmen zu Fragen der Fachkräftegewinnung, SEO und Texterstellung. Wir beraten gern. Nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf!

Anzeige

Weitere Artikel

Interessante Rechte und Optionen

Wirklich interessant werden Jobs beim Land auch für viele dann, wenn es um Homeoffice oder Teilzeit geht. In vielen Fällen hast du zumindest auf Teilzeit ein Recht und kannst oft auch vom Homeoffice arbeiten (wenn du nicht gerade als Lehrer oder im Bürgeramt arbeitest).

Probleme bei Jobs beim Land

Natürlich bringen Jobs beim Land wie Jobs in anderen Bereichen möglichweise auch Probleme mit sich. Jeder mag die Dinge etwas anders sehen. Den einen mag schon der in der Verwaltung verbreitete Mittagsruf “Mahlzeit” den Kragen platzen lassen – andere stören sich an generell zu festen Vorschriften im Dienst. Wir blicken hier zunächst nur auf die Strukturen, Hierarchien und das Lohnniveau.

Steife Strukturen und Hierarchien

Auch der Landesdienst ist vor allem Verwaltung. Hier geht es verbreitet nicht um Kreativität und Engagement, sondern um das routinisierte und systematische Abarbeiten von Vorgängen:

  • Anträge müssen geprüft werden
  • Briefe müssen geschrieben werden
  • Daten und Statistiken müssen geprüft werden
  • Informationen müssen in Computer gehackt werden
  • es muss archiviert werden.

Verwaltung ist schriftlich (bedeutet: Alles muss dokumentiert werden) – und da es mit der Digitalisierung im deutschen Staat noch nicht weit her ist, hast du als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter dort auch heute noch mit einer Flut von Anträgen und Bescheiden sowie Briefkorrespondenz zu tun.

Verwaltung ist auch (und vor allem) Hierarchie: Du hast deinen festen Platz im Getriebe. Manche stört dies – andere sind damit sehr zufrieden. Schließlich musst du nicht wie in der Wirtschaft hier und dort einmal einspringen und aushelfen – du hast deine festen Aufgaben und meistens einen sehr klaren Ausblick auf deinen Tag und deine Woche. Bei Einstellung bekommst du sogar den Tag deines Renteneintritts mitgeteilt.

Niedrigeres Lohnniveau

Obschon dein Gehalt im öffentlichen Dienst ziemlich sicher ist: Besonders hoch ist es nicht. Als Sekretärin bekommst du in der Wirtschaft gut und gerne 30 bis 100 Prozent mehr Gehalt als im öffentlichen Dienst – je nach Erfahrung, Region, Arbeitgeber etc. Aber hier musst du auch mehr rotieren. Als Referent (dafür muss man studiert haben) verdient man im öffentlichen Dienst nicht schlecht – aber jeder einfache Manager auch im mittelständischen Unternehmen verdient mehr.

Es hängt also ganz klar von deinen Zielen und deiner Persönlichkeit ab, ob ein Job beim Land für dich passt. Vielleicht schaust du ja einfach mal ein paar Ausschreibungen durch uns schaust, ob dich hier etwas anspricht.

Jobs beim Land: Wo starte ich meine Suche?

Die Bundesländer haben jeweils eigene Stellenportale. Dies ist ein guter Startpunkt, aber du solltest dich hier nie auf Vollständigkeit verlassen. Schaue immer auch in das Jobportal der Arbeitsagentur sowie auf Bund.de, in regionale Zeitungen sowie Amtsblätter und die Webseiten der einzelnen Behörden.

Die Stellenportale der Bundesländer findest du hier:

Anzeige

Weitere Artikel

Scroll to Top

Dieser Artikel wurde verfasst von Dr. Wolfgang Sender und am 30.11.2022 publiziert.

Der Artikel wurde am 08.01.2023 aktualisiert.