Städteranking: Welche Städte entwickeln sich in Deutschland besonders gut?

Es sind die ostdeutschen Großstädte, die sich nach einem aktuellen Städteranking besonders gut entwickeln. Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt, Lebensqualität und Nachhaltigkeit sind hier im Wachstum begriffen.

Der Osten Deutschlands wird populärer

Siedelten sich internationale Gro√üunternehmen seit der Wiedervereinigung Deutschlands vornehmlich im Westen und S√ľden des Landes an, so punkten in den letzten Jahren insbesondere ostdeutsche Gro√üstadtregionen mit verf√ľgbaren Industriefl√§chen, gr√ľner Energie und einer wirtschaftsfreundlichen Willkommenskultur. Im S√ľden und Westen Deutschlands sind gro√üe, zusammenh√§ngende Industriefl√§chen nach einer Analyse von IW Consult inzwischen knapp. Der Osten Deutschlands bietet hingegen noch gro√ües Potential f√ľr Unternehmensansiedlungen.

“Eine starke Industrie war und ist die Basis f√ľr den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands. Der Osten des Landes hat nun die besten Voraussetzungen f√ľr die Ansiedlung zukunftsf√§higer Industrieunternehmen und damit gute Aussichten auf eine dynamische Entwicklung. Die Ansiedlungen des Automobilherstellers Tesla im brandenburgischen Gr√ľnheide und des Halbleiterunternehmens Intel bei Magdeburg sind nur zwei Beispiele von Gro√üinvestitionen in den ostdeutschen Bundesl√§ndern der j√ľngsten Vergangenheit”, erkl√§rt Dr. Gesa Crockford, Gesch√§ftsf√ľhrerin von ImmoScout24.

Städteranking Deutschland
Die Lebensqualität ist ein wichtiger Faktor bei Städterankings.

Magdeburg punktet beim Städteranking im Bereich Arbeitsmarkt

Ausschlagegebend f√ľr die Standortwahl Intels, nahe Magdeburg zwei Halbleiterfabriken zu bauen, ist die Otto-von-Guericke-Universit√§t Magdeburg, die die ben√∂tigten Fachkr√§fte im Bereich Halbleiterphysik ausbildet. Im Dynamikranking des St√§dtetest 2022 erreicht Magdeburg nach einem Sprung nach vorne Platz 24. Im Bereich Arbeitsmarkt landet die Dom-Stadt sogar auf Platz 3.

Ein sinkender Anteil von Arbeitslosengeld-Empf√§nger:innen, die hohe Besch√§ftigungsrate von J√ľngeren und √Ąlteren, sowie die steigende Arbeitsplatzversorgung tragen zur guten Entwicklung des Arbeitsmarktes bei. Auch in den Bereichen Lebensqualit√§t und Wirtschaft legt Magdeburg zu. Niedrige Gewerbesteuerhebes√§tze entlasten die ans√§ssigen Unternehmen und erm√∂glichen Raum zum Wachsen.

Halle (Saale) √ľberholt Leipzig im St√§dteranking

Ausgehend von einer Top20-Platzierung im Vorjahr gelingt Halle (Saale) der Sprung in die Top5 der dynamischsten St√§dte Deutschlands und liegt im Ranking damit direkt vor Leipzig. Im Teilbereich Arbeitsmarkt ist Halle (Saale) mit Platz 1 f√ľhrend. Leipzig folgt auf Platz 2. Im Teilbereich Immobilienmarkt klettert Halle (Saale) um 37 Pl√§tze nach oben und landet auf Platz 16.

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Damit hat die zweitgr√∂√üte Stadt Sachsen-Anhalts auch in diesem Teilbereich das benachbarte Leipzig √ľberholt, das auf Platz 19 liegt. Halle (Saale) profitiert stark von Leipzigs Wachstum und gewinnt zunehmend an Relevanz als Alternative mit urbanem Flair im Speckg√ľrtel der s√§chsischen Hauptstadt. Rostock legt im Dynamikranking 14 und Erfurt 13 R√§nge zu. Beide St√§dte liegen damit im mittleren Drittel.

“Halle (Saale) und Magdeburg, aber auch Rostock und Erfurt sind eindr√ľckliche Beispiele f√ľr St√§dte, die im Niveauranking noch relativ weit unten stehen, aber eine deutlich dynamische Entwicklung hinlegen.”, erg√§nzt Dr. Gesa Crockford.

Berlin rutscht im Städteranking auf Platz 2

Aufgrund der au√üergew√∂hnlich starken Entwicklung in Mainz, das im Dynamikranking auf Platz 1 geschossen ist, rutscht Berlin in diesem Jahr von seiner Spitzenposition auf Platz 2. Potsdam verliert mit 31 Pl√§tzen im Vergleich der ostdeutschen Gro√üst√§dte am meisten, belegt daf√ľr im Niveauranking mit Platz 22 die h√∂chste Platzierung in Ostdeutschland. Auch Chemnitz und Dresden b√ľ√üen 12 bzw. 7 R√§nge im diesj√§hrigen Dynamikranking ein.

Damit verliert Dresden die Platzierung in der Top20. Chemnitz rutscht ab auf Platz 62. In beiden Städten birgt insbesondere der Immobilienmarkt noch Verbesserungspotential. Dresden landet in diesem Bereich nur im unteren Drittel des Rankings; Chemnitz bildet das Schlusslicht.

“Eine gute wirtschaftliche Entwicklung birgt auch Potentiale f√ľr den Immobilienmarkt. Halle (Saale) und Leipzig, die im Dynamikranking sehr gut abschneiden, landen im Bereich Immobilienmarkt in den Top20. Rostock, das den gr√∂√üten Aufstieg im Dynamikranking hinlegt, schafft es im Bereich Immobilienmarkt sogar in die Top10”, sagt Dr. Gesa Crockford. “Eine √§hnlich positive Entwicklung des Immobilienmarktes ist auch in Magdeburg zu erwarten.”

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