Neue und modernisierte Berufe im Ausbildungsjahr 2023

Neue und modernisierte Berufe im Ausbildungsjahr 2023: Teste dein Wissen!

Willkommen zu unserem Quiz über das Thema "Neue und modernisierte Berufe im Ausbildungsjahr 2023"! Finde heraus, wie gut du dich mit den aktuellen Trends und Entwicklungen in der Berufsausbildung auskennst. Bist du bereit, dein Wissen zu testen und etwas Neues über dieses spannende Thema zu lernen? Los geht's!

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres treten zum 01.08.2023 fünf modernisierte Ausbildungsberufe und ein neuer Ausbildungsberuf in Kraft. Im Zuge dieser Neuordnungen hat die Kultusministerkonferenz (KMK) die entsprechenden Rahmenlehrpläne für den berufsbezogenen Unterricht in den Berufsschulen aller 16 Ländern neu erstellt.

Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch erläutert dazu: „Es ist wichtig, dass wir Berufe und Ausbildung modern halten. Jungen Menschen bietet eine moderne Berufsausbildung einen guten Start in einen zukunftsfähigen Beruf mit hervorragenden Karrieremöglichkeiten. Gleichzeitig sichert sie die Innovations- und Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Wir müssen Schritt halten mit den Entwicklungen in der Gesellschaft. Deshalb bleiben wir stetig dran und passen die Ausbildungsberufe an, insbesondere an die sich wandelnden Kommunikationsformen (Digitalisierung) und das Umstellen auf eine nachhaltige Wirtschaft.“

Neben der mit unveränderter Dynamik weiter voranschreitenden Digitalisierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen spielen die steigende Bedeutung von Kommunikation und Aspekte der Nachhaltigkeit eine maßgebliche Rolle bei der inhaltlichen Modernisierung der bestehenden Berufsbilder. Die kompetenzorientierte Gliederung der Rahmenlehrpläne in Form von Lernfeldern ermöglicht den umfassenden Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit durch die Anlehnung an berufliche Handlungssituationen. Gleichzeitig werden wirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Themen wie z. B. Digitalisierung, Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit aufgegriffen und die Reflexionsfähigkeit gefördert, um die angehenden Fachkräfte auch angesichts des stetigen Wandels der Anforderungen in ihrem gewählten Beruf für die künftigen Herausforderungen zu qualifizieren.

Neue Ausbildungsberufe:
•    Gestalter für immersive Medien und Gestalterin für immersive Medien

Modernisierte Ausbildungsberufe:
•    Glasapparatebauer und Glasapparatebauerin
•    Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker und Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerin
•    Mediengestalter Digital und Print und Mediengestalterin Digital und Print
•    Steuerfachgestellter und Steuerfachangestellte

Teilnovellierte Ausbildungsberufe:
•    Kunststoff- und Kautschuktechnologe und Kunststoff- und Kautschuktechnologin

Gestalter für immersive Medien und Gestalterin für immersive Medien werden mit der Gestaltung von virtuellen Anwendungen in vielen Bereichen des Alltags neue Möglichkeiten eröffnen: Messen und Kongresse können zum Beispiel ohne Reiseaufwand virtuell besucht werden. Möbelstücke können vor der Kaufentscheidung mittels einer App in die Wohnung projiziert werden oder Touristen erleben bei Stadtbesichtigungen Zeitreisen mit Hilfe von QR-Codes. Die neue Berufsausbildung ermöglicht virtuellen Welten professionell zu kreieren und umzusetzen. Der mit der Ausbildungsordnung abgestimmte Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz fördert u. a. die beruflichen Handlungskompetenzen zur Beratung von Kundinnen und Kunden, zum agilen Arbeiten in Projektteams, zum Modellieren von 3D-Daten und Erstellen von Prototypen, zum Produzieren von Bild- und Klangwelten, Animationen und anderen immersiven Medienprodukten. Im ersten Jahr der Ausbildung ist eine gemeinsame Beschulung mit den Mediengestaltern Bild und Ton und Mediengestalterinnen Bild und Ton möglich.

Glasapparatebauer und Glasapparatebauerin stellen in handwerklichen und industriellen Betrieben sowie Forschungseinrichtungen aus Glasrohren, Glasstäben und Glaskugeln Glasapparate wie Trichter, Reaktionsgefäße und Kühler her. Die Weiterentwicklung der Verfahren und Technologien führte zu Anpassungsbedarfen von Ausbildungsinhalten und Prüfungsanforderungen. Der auf die modernisierte Ausbildungsordnung abgestimmte Rahmenlehrplan für die Berufsschule löst die bestehende Regelung aus dem Jahr 1983 ab.

Die Berufsausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker und zur Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerin wird wegen der steigenden Nachfrage nach Fahrzeugen im Freizeitbereich um die dritte Fachrichtung Caravan- und Reisemobiltechnik erweitert, die nun neben Karosserieinstandhaltungstechnik sowie Karosserie- und Fahrzeugbautechnik ausgebildet werden kann. In der neu geschaffenen Fachrichtung stehen die Konstruktion und Herstellung von Fahrzeugen und die Instandhaltung von Fahrgestellen, Karosserien und Aufbauten im Mittelpunkt. Neu in die Ausbildungsinhalte aufgenommen wurden zudem Inhalte von Sachkundenachweisen wie klebetechnischen Anforderungen sowie die Instandhaltung von Klimatechnik und Rückhaltesystemen. Der entsprechend modernisierte Rahmenlehrplan sieht eine separate Beschulung der drei Fachrichtungen ab dem dritten Jahr der Ausbildung vor. Im ersten Ausbildungsjahr ist eine gemeinsame Beschulung mit den kraftfahrzeugtechnischen Berufen möglich.

Die Medienwelt unterliegt durch den technologischen Fortschritt einem stetigen Wandel. Mediengestalter Digital und Print und Mediengestalterinnen Digital und Printentwickeln immer mehr digitale Produkte, die uns im Alltag begleiten – von Nachrichtenwebseiten, Wetterinfos auf digitalen Stelen an Ampeln, Bahnhöfen oder Flughäfen bis hin zu einer Vielzahl von Apps, die wir über das Smartphone nutzen. Die Kompetenzen dafür erwerben sie in der modernisierten Ausbildung. Die Lernfelder des Rahmenlehrplans der ersten beiden Ausbildungsjahre qualifizieren sowohl zur Erstellung von Digital- als auch von Printmedien. Auch Kommunikation und Kooperation sowie Organisation von Arbeitsprozessen haben einen großen Stellenwert. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt eine Differenzierung in vier Fachrichtungen, u. a. mit den Optionen, vertiefte Qualifikationen zur Erstellung von Digitalmedien oder von Printmedien zu erwerben. In der Fachrichtung Projektmanagement stehen die Beratung von Kundinnen und Kunden, die Planung und Organisation von Projekten und kaufmännische Inhalte im Mittelpunkt. Die Fachrichtung Designkonzeption umfasst die kreativen Seiten der Gestaltung von Medienprodukten.

Auch der Steuerfachangestellte und die Steuerfachangestellte kommen ohne die Unterstützung durch digitale beziehungsweise elektronische Verfahren mittlerweile nicht mehr aus. Zudem hat die Beratungsintensität von Mandantinnen und Mandanten bei steuer- und betriebswirtschaftlichen Fragen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dies zeigt sich in dem modernisierten Rahmenlehrplan, der erstmals nach dem Lernfeldkonzept der Kultusministerkonferenz strukturiert ist. In der Abschlussprüfung wird es zukünftig eine Gesprächssimulation zur Mitgestaltung der Beratung von Mandantinnen und Mandanten geben. Beibehalten wurde dagegen die Struktur von Zwischen- und Abschlussprüfung.

Kunststoff- und Kautschuktechnologe und Kunststoff- und Kautschuktechnologin ist die neue Berufsbezeichnung für den Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik und die Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Neben der neuen Bezeichnung wurden im Zuge der Teilnovellierung in der Ausbildung die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit stärker fokussiert. Außerdem wurden zwei Zusatzqualifikationen aufgenommen. Der Rahmenlehrplan wurde entsprechend angepasst.

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Daten und Fakten

  • In Deutschland gibt es derzeit mehr als 330 anerkannte Ausbildungsberufe.
  • Laut einer Studie haben rund 43% der Auszubildenden im Jahr 2020 ihre Ausbildung vorzeitig abgebrochen.
  • Im Jahr 2019 haben 51% der Schulabgängerinnen und Schulabgänger eine duale Berufsausbildung begonnen.
  • Die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist seit mehreren Jahren rückläufig.
  • Im Jahr 2020 waren rund 19% der Auszubildenden im Handwerk tätig.
  • Viele Ausbildungsbetriebe bieten zusätzliche Weiterbildungsangebote für ihre Auszubildenden an.
  • Der demografische Wandel führt zu sinkenden Bewerberzahlen für Ausbildungsplätze.

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