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Was kannst du als Ausländer in deiner Ausbildung vom Arbeitgeber erwarten?

Häufig werden wir gefragt, was denn ein guter Arbeitgeber für eine Ausbildung in Deutschland ist. Dazu haben wir die unsere Erfahrungen niedergeschrieben, damit du dich informieren kannst. Unsere Ideen gelten vor allem für Ausländerinnen und Ausländer. Deutsche und EU-Bürger können aber sicher einige Gedanken für sich nutzen.

Guter Arbeitgeber für eine Ausbildung: Wie definieren?

Fragen wir nach einem “guten Arbeitgeber”, dann zählen für die meisten angehenden Azubis sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oftmals die folgenden Kriterien auf:

  • Gutes Gehalt, Bonuszahlungen und angemessen steigendes Gehalt beziehungsweise Ausbildungsvergütung
  • Angenehme Arbeitsatmosphäre
  • Gute Entwicklungsmöglichkeiten (Weiterbildung, Aufstieg)

Neben diesen Kernmerkmalen haben sich in den letzten Jahren in Deutschland einige zusätzliche Leistungen herausgebildet, die von vielen Arbeitgebern geleistet werden:

  • Längerer bezahlter Urlaub als in Gesetz oder Tarifverträgen vereinbart (mindestens 30 Tage pro Jahr)
  • Kostenlose Parkmöglichkeiten
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Kostenlose Getränke und frisches Obst etc.
  • Möglichkeit zur Teilzeitarbeit
  • Mentoring
  • Möglichkeit zum Homeoffice

Da es in Deutschland in vielen Bereichen aktuell deutlich mehr offene Arbeitsplätze gibt als durch qualifiziertes Personal besetzt werden können, müssen die Arbeitgeber gerade diese zusätzlichen Leistungen ausweiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben und um neues Personal zu finden.

Guter Arbeitgeber für eine Ausbildung
Die “Allensbach Hochschulstudie 2020” hat ergeben, dass 72% der Schülerinnen und Schüler in Deutschland eine betriebliche Ausbildung als attraktive Alternative zum Studium sehen. Die duale Ausbildung ermöglicht es jungen Menschen, theoretisches Wissen und praktische Fertigkeiten zu erwerben und somit gut auf das spätere Berufsleben vorbereitet zu sein.

Wenn du dich als Ausländer aus der EU oder aus dem Nicht-EU-Raum für eine Ausbildung oder einen Job bewirbst, solltest du diese zusätzlichen Leistungen kennen und kannst danach fragen.

Darüber hinaus sollte dein deutscher Arbeitgeber einige zusätzliche Leistungen für dich als Ausländer oder Ausländerin anbieten, die wir im Folgenden beschreiben.

Unsere Kriterien für einen guten Arbeitgeber für Ausländerinnen und Ausländer in Ausbildung

Wenn du als Ausländerin oder Ausländer nach Deutschland gehst, um hier eine Berufsausbildung, ein duales Studium oder einen Job zu machen, dann solltest du von deinem Arbeitgeber erwarten, dass er besondere Rücksicht auf deine Umstände nimmt.

Als Ausländerin oder Ausländer hast du es nämlich besonders schwer, eine Arbeit oder Ausbildung zu beginnen. Schließlich beginnst du in einem neuen Land. Der Umzug in ein neues Land, eine neue Sprache und ein generell neues Umfeld werden sehr anstrengend und belastend sein.

Den Kopf für die Arbeit frei bekommen

Als Arbeitgeber sollte man daher im eigenen Interesse darauf achten, dass die neuen Mitarbeiter oder der neuen Mitarbeiterin so viele Probleme wie möglich abgenommen werden. Nur dann ist es möglich, dass man sich als internationaler Mitarbeiter auch voll auf seine Tätigkeit in Deutschland konzentrieren kann.

Wer im Kopf Probleme mit der Wohnung, sprachlichem Herausforderungen oder die Sorge um die Integration der Familie hat, kann sich nur schwer auf seinen Job oder seine Ausbildung konzentrieren. Es ist also im Interesse des Arbeitgebers, dass er dir so viele Probleme wie möglich abnimmt.

Es ist gar nicht so schwer, wie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dir als internationale Mitarbeiterin oder internationalen Mitarbeiter unter die Arme greifen können. Du solltest daher darauf achten, ob dein Arbeitgeber einige der folgenden Leistungen für dich anbieten kann. In vielen Fällen solltest du hierzu ein offenes Gespräch mit deinem Arbeitgeber suchen. Nicht jeder Personalabteilung hat bereits viel Erfahrung mit der Anstellung ausländischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und muss manchmal erst auf die Möglichkeiten hingewiesen werden.

Kümmern

Wenn du dich bei einem deutschen Unternehmen bewirbst, dann solltest du darauf achten, ob du das Gefühl hast, dass sich dein Arbeitgeber auch um dich kümmern wird. Es sollte dem Arbeitgeber klar sein, dass ausländische Mitarbeiterrinnen und Mitarbeiter mehr Unterstützung brauchen als deutsches Personal.

Was ist ein guter Arbeitgeber für eine Ausbildung in Deutschland?
Die Ergebnisse der BIBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 zeigen, dass 70,4% der Befragten mit einer dualen Berufsausbildung zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer beruflichen Situation sind. Gute Ausbildungsbetriebe tragen entscheidend zur Zufriedenheit und beruflichen Erfüllung ihrer Auszubildenden bei.

Deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschränken ihren Kontakt mit dem Unternehmen in vielen Fällen tatsächlich nur auf die Arbeitszeit. Arbeit und Privatleben trennen sie gerne vollständig. Dein Arbeitgeber ist daran vielleicht gewöhnt. Er kommt gar nicht auf die Idee, dich über die unmittelbare Ausbildung hinaus zu unterstützen. Dir als Ausländerin oder Ausländer könnte es jedoch massiv helfen, wenn der deutsche Arbeitgeber dir auch in Teilen deines Privatleben hilft. Dies gilt zumindest für den Anfang.

Ein guter Arbeitgeber für eine Ausbildung von Ausländern ist ein Arbeitgeber aus unserer Sicht dann, wenn er mit dir vor Ausbildungsbeginn Folgendes im Detail klärt und auch schriftlich festhält:

  • Wie reist du vom Heimatland an?
  • Wer holt dich am Flughafen/Bahnhof ab?
  • Wie findest du eine Unterkunft?
  • Wann und wo musst du sein, um zu arbeiten und die Ausbildung zu machen?
  • Wie wirst du im Betrieb betreut?
  • An welche Notfallnummer wendest du dich bei Problemen?
  • Wie und wo kaufst du Lebensmittel ein?
  • Woher bekommst du die Ausstattung für deine Wohnung, Kleidung etc.
  • Wie und wo meldest du dich bei Behörden an?
  • Welche Bank nutzt du und wie kannst du ein Konto eröffnen?

Ein guter Arbeitgeber für eine Ausbildung in Deutschland bietet dir spezielle Ansprechpartner

Wenn du als Azubi in einer betrieblichen Ausbildung oder im Dualen Studium in Deutschland neu im Unternehmen startest, dann hast du in der Regel einen Ausbildungsleiter oder eine Ausbildungsleiterin an deiner Seite. Diese Personen sind für die organisatorische und inhaltliche Koordinierung deine Ausbildung im Unternehmen zuständig. In den meisten Fällen geht es hier aber nur um die inhaltliche Koordinierung. Es ist vielen Fällen nicht möglich, dass diese Ausbildungsleiter dir auch bei privaten Herausforderungen und Problemen helfen.

Du solltest aber genau das zu Beginn deiner Ausbildung im Unternehmen klären. Hilft dir der Ausbildungsleiter als Ansprechpartner auch bei allen Fragen, die über die unmittelbare Ausbildung hinausgehen oder kann hier für ein weiterer Ansprechpartner gestellt werden?

Manche Unternehmen haben hierfür spezielle Sozialarbeiter engagiert, andere bieten hier Mentorinnen und Mentoren an. Wichtig ist, dass dein Ansprechpartner dir auch nach Betriebsschluss und auch am Wochenende zur Verfügung steht, wenn du einmal ein Problem hast.

Am besten du machst eine Liste mit möglichen Themenfeldern, und fragst deinen Arbeitgeber, wer dir bei diesen Themenfeldern helfen kann. Nutze hierzu die Themen, die in diesem Artikel stehen.

Ein guter Arbeitgeber für eine Ausbildung in Deutschland hilft bei der Wohnungssuche

Als Ausländerin oder Ausländer solltest du von deinem anstellenden Unternehmen in Deutschland erwarten, dass es dir bei der Wohnungssuche hilft. Viele mittelständische Unternehmen sehen das als selbstverständlich an. Gerade Unternehmen, die im ländlichen Raum angesiedelt sind und in der Gesellschaft gut vernetzt sind, können oft problemlos zumindest für den Anfang eine kosten günstige Wohnung für dich organisieren.

Jährlich werden in Deutschland rund eine halbe Million neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dies zeigt, wie wichtig Ausbildung als beruflicher Einstieg in Deutschland ist. Die Zahl der Auszubildenden in dualen Berufsausbildungen bleibt damit konstant hoch. Unternehmen investieren weiterhin in die Ausbildung junger Fachkräfte, um den Bedarf an qualifiziertem Personal zu decken.

Andere Unternehmen bieten sogar eigene Wohnheime oder vergünstigte Apartments an. In jedem Falle solltest du deinen Arbeitgeber offen auf dieses Thema hinweisen. Erkläre allerspätestens im Bewerbungsgespräch, dass du voraussichtlich Hilfe bei der Findung einer Wohnung benötigst und auf den Arbeitgeber angewiesen bist, dass du diese am Anfang auch finanzieren kannst.

Vorschuss

Im Zusammenhang mit der Wohnung ist auch die Frage eines Vorschusses zu klären. Wenn du als Ausländerin oder Ausländer nach Deutschland reist, um mir eine Ausbildung oder einen Job zu übernehmen, dann hast du bereits sehr hohe Kosten.

Dies sind in der Regel zunächst die Reisekosten für deinen Flug nach Deutschland und damit zusammenhängender Übernachtungen. Es wäre praktisch unzumutbar, dass du darüber hinaus noch eine Wohnung in Deutschland anmieten und vor finanzieren musst.

Deinen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sollte es daher klar sein, dass du am Anfang auf einen finanziellen Vorschuss angewiesen bist. Zumindest sollte dir zu Beginn der Tätigkeit das erste Gehalt beziehungsweise die erste Ausbildungsvergütung am Monats Anfang direkt überwiesen werden.

Soziale Integration

Weiterhin solltest du darauf achten, ob dein Arbeitgeber auch versteht, dass du Hilfe bei der sozialen Integration benötigst, wenn du frisch nach Deutschland kommst. Ein guter Arbeitgeber sollte dir daher beispielsweise einen Mentor im Betrieb anbieten, der dich in das gesellschaftliche Leben einführt.

Vorstellbar ist beispielsweise, dass du von den Beschäftigten im Unternehmen einmal zum Abendessen nach Hause eingeladen wirst oder dass diese dich einmal mit zu sportlichen Aktivitäten oder kulturellen Aktivitäten mitnehmen.

Ein guter Arbeitgeber für eine Ausbildung in Deutschland berücksichtigt, dass du Sprachkurse brauchst.
Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung in Deutschland liegt aktuell bei etwas über 1.000 Euro brutto monatlich. Diese Zahl variiert je nach Branche, Bundesland und Lehrjahr. Für Auszubildende ist es wichtig, auch die Vergütung bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebs zu berücksichtigen.

Ist dies in deinem Unternehmen nicht möglich oder nicht üblich, dann sollte dein Arbeitgeber dir zumindest einen Ansprechpartner organisieren, der dir außerhalb des Betriebes Hilfe bei der sozialen Integration gibt. Hierfür gibt es Integrationsbeauftragte in vielen Städten in Deutschland und darüber hinaus spezielle Beratungseinrichtungen.

Ein guter Arbeitgeber bringt dich in einen Kontakt mit diesen Stellen. Er sorgt auch dafür, dass du hier alle Informationen und Beratung sowie Betreuung erhältst, die dir eine gute soziale Integration in Deutschland ermöglichen.

Ein guter Arbeitgeber für eine Ausbildung in Deutschland hilft dir mit einem Deutschkurs

Wenn du in Deutschland eine Ausbildung beginnst, dann musst du in der Regel bereits Deutsch auf Niveau B1 sprechen. Auch wenn du hier ein Studium oder einen Job beginnst, brauchst du in der Regel bereits gute Deutschkenntnisse.

Diese Deutschkenntnisse reichen jedoch in den meisten Fällen noch nicht aus, um vollumfänglich in Deutschland zu arbeiten und die Ausbildung zu beenden. Dies ist die meisten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber klar. Deinem Chef sollte jedoch auch klar sein, dass sich eine Verbesserung deiner Sprachkenntnisse nicht unbedingt automatisch ergibt.

Darauf solltest du achten

Du solltest also darauf achten, dass dir dein Arbeitgeber die Möglichkeit gibt, deine Sprachkenntnisse systematisch zu erweitern:

  1. In finanzieller Hinsicht sollte dein Arbeitgeber dafür sorgen, dass für dich hier keine zusätzlichen Kosten entstehen. Hierzu gibt es spezielle Förderprogramme des deutschen Staates, die dein Arbeitgeber in Anspruch nehmen kann.
  2. Weiterhin sollte dein Arbeitgeber auch dazu beitragen, dass du organisatorisch in der Lage bist, diese Sprachkurse zu belegen. D.h. ganz konkret: Es sollte vereinbart werden, an welchen Sprachkursen du teilnimmst. Dies sollte auch passfähig mit deinen Ausbildungszeiten in der Berufsschule und im Betrieb gemacht werden.
  3. Achte darauf, dass dein Arbeitgeber nach Möglichkeit nicht nur die Kosten für einen Sprachkurs übernimmt. Auch die Kosten für das Lehrmaterial (Bücher) können vom Arbeitgeber übernommen werden. Außerdem erhältst du hier durch auch sprachliche Zertifikate, die für Behördengänge in Deutschland für dich wichtig sind. Achte darauf, dass dein Arbeitgeber nach Möglichkeit nicht nur die Kosten für einen Sprachkurs übernimmt. Er sollte wenn möglich auch die Kosten für das Lehrmaterial (Bücher) sowie die Prüfungsgebühren übernehmen. Eine solche Prüfungsgebühr kann durchaus im Bereich von 100 € liegen.

Für den Fall, dass du weißt dass du sehr gut in der Sprache bist und sehr schnell gute Ergebnisse erzielen kannst, kannst du mit deinem Arbeitgeber auch vereinbaren, dass der dir einen Bonus zahlt oder eine höhere Ausbildungsvergütung, sobald du ein neues Sprachniveau erreicht hast.

Dies wäre dann sowohl für den Arbeitgeber wie auch für dich ein guter Anreiz, hier systematisch und strukturiert zu lernen. Außerdem erhältst du hierdurch auch sprachliche Zertifikate, die für Behördengänge in Deutschland für dich wichtig sind.

Urlaub

Als Azubi in Deutschland hast du in der Regel pro Jahr zwischen 20 und 30 Tagen Urlaub. Vom Gesetz her soll Urlaub dazu dienen, dass du dich von deinem Arbeitsleben erholen kannst. Du solltest also darauf achten, dass du nicht etwa in deiner Urlaubszeit noch zusätzlich Sprachkurse belegen sollst, sondern dass du dich hier tatsächlich erholst.

Deutsche Azubis und Arbeitnehmer fahren typischerweise im Jahr für etwa zwei bis drei Wochen in einen Sommerurlaub und absolvieren darüber hinaus noch etwa eine Woche Urlaub im Winter (Weihnachtsferien und Silvester).

Besondere Lage für Ausländerinnen und Ausländer

Für dich als Ausländerin oder Ausländer kommt jedoch noch eine weitere Notwendigkeit hinzu. Du möchtest vielleicht auch mindestens einmal pro Jahr in deine Heimat fahren oder fliegen, schon allein weil du hier Behördengänge machen musst oder um private Dinge zu regeln.

Als Ausländerin oder Ausländerin solltest du daher von deinem Arbeitgeber fordern, dass du zusätzlichen Urlaub erhalten kannst. Hier kommt es auf dein Verhandlungsgeschick an. Wir halten es durchaus für möglich, dass dir Arbeitgeber hier zusätzliche Urlaubstage anbieten. Realistisch sind hier durchaus fünf Tage pro Jahr.

Laut einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Hauptakteure bei der Ausbildung junger Menschen in Deutschland. Über 90% der Ausbildungsplätze werden von KMU angeboten. Diese Unternehmen spielen somit eine entscheidende Rolle in der Sicherung des Fachkräftenachwuchses.

Die Frage ist, ob dein Arbeitgeber bereit ist, dir dies als bezahlten Urlaub anzubieten oder als unbezahlten Urlaub. Du kannst durchaus zunächst in die Verhandlung gehen und einen bezahlten Urlaub einfordern. Verweise einfach darauf, dass du im Unterschied zu deutschen Azubis oder Arbeitnehmern eine schwierigere persönliche Lage hast.

Ist dein Arbeitgeber nicht bereit, dir hierfür bezahlten Urlaub anzubieten, dann kannst du immer noch versuchen, mit ihm mehr Stunden Arbeit auszuhandeln, die du während des Jahres leistest und die du dann abbummeln kannst (Zeitkonto). Ist auch dies nicht möglich, dann sollte dir dein Arbeitgeber zumindest unbezahlten Urlaub anbieten.

Wie sprichst du deinen Arbeitgeber darauf an?

Es ist natürlich schwierig, wenn du während des Bewerbungsgesprächs zu deinem Arbeitgeber sagst, dass du diese und diese Leistung gerne hättest. Besser ist es vielleicht, wenn du deinem künftigen Arbeitgeber bereits vor dem Bewerbungsgespräch einen Link auf diesen Artikel sendest und ihn fragst, welche hier genannten Leistungen er/sie anbietet.

Damit hast du nicht das Problem, dass du mit Wünschen/Forderungen ins Bewerbungsgespräch gehst, sondern mit einer Vorschlagsliste, die sich der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin in Ruhe ansehen und sich eine Meinung dazu bilden kann.

Fragen und Antworten

  1. Welche Zusatzleistungen bieten Arbeitgeber in Deutschland für Auszubildende an?

    Zusatzleistungen für Auszubildende können von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren, üblich sind jedoch beispielsweise vermögenswirksame Leistungen, betriebliche Altersvorsorge, Mitarbeiterprämien oder Weiterbildungsangebote. Darüber hinaus bieten viele Betriebe auch soziale Leistungen wie betriebliche Gesundheitsförderung, Essenszuschüsse oder vergünstigte Mitarbeiterangebote für Produkte und Dienstleistungen an.

  2. Sind Arbeitgeber verpflichtet, Auszubildenden Zusatzleistungen zu gewähren?

    Arbeitgeber sind in Deutschland nicht gesetzlich verpflichtet, Auszubildenden Zusatzleistungen zu bieten. Allerdings sind solche Leistungen für Unternehmen ein wichtiges Instrument zur Mitarbeiterbindung und können dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte langfristig im Unternehmen zu halten.

  3. Wie sind vermögenswirksame Leistungen für Auszubildende geregelt?

    Vermögenswirksame Leistungen sind eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers und können in den Anlageformen Banksparpläne, Bausparverträge oder Investmentfonds angelegt werden. Die staatliche Förderung für vermögenswirksame Leistungen erfolgt durch Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie, für die bestimmte Einkommensgrenzen gelten.

  4. Können Auszubildende von betrieblicher Altersvorsorge profitieren?

    Ja, auch Auszubildende können grundsätzlich von der betrieblichen Altersvorsorge profitieren, indem sie einen Teil ihres Gehalts in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Die genauen Regelungen und Möglichkeiten hängen jedoch vom jeweiligen Arbeitgeber und dem gewählten Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge ab.

  5. Gibt es Weiterbildungsangebote speziell für Auszubildende?

    Viele Arbeitgeber bieten Auszubildenden Weiterbildungsangebote an, die sowohl die fachliche als auch die persönliche Entwicklung fördern. Dazu gehören zum Beispiel Schulungen, Seminare, Workshops oder E-Learning-Angebote, die auf die Bedürfnisse der Auszubildenden zugeschnitten sind.

  6. Wie funktionieren Essenszuschüsse für Auszubildende?

    Essenszuschüsse sind eine Zusatzleistung, bei der Arbeitgeber ihren Auszubildenden einen finanziellen Beitrag zum Mittagessen gewähren. Dies kann entweder durch direkte Zuschüsse, Essensgutscheine oder subventionierte Kantinenangebote erfolgen.

  7. Welche Rolle spielen betriebliche Gesundheitsförderung und Sportangebote für Auszubildende?

    Betriebliche Gesundheitsförderung und Sportangebote können dazu beitragen, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Auszubildenden zu steigern. Arbeitgeber können zum Beispiel Fitnessstudio-Mitgliedschaften, Präventionskurse oder betriebssportliche Aktivitäten anbieten, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Auszubildenden zu unterstützen.

  8. Was sind Mitarbeiterprämien und wie können Auszubildende davon profitieren?

    Mitarbeiterprämien sind finanzielle oder materielle Anreize, die Arbeitgeber gewähren, um besondere Leistungen oder Engagement der Auszubildenden zu belohnen. Diese können beispielsweise als Bonuszahlungen, Gutscheine oder Sachprämien ausgestaltet sein und bieten zusätzliche Motivation und Anerkennung für die Auszubildenden.

  9. Können Auszubildende auch von Firmenrabatten profitieren?

    Ja, viele Unternehmen bieten ihren Auszubildenden vergünstigte Mitarbeiterangebote für firmeneigene Produkte oder Dienstleistungen an. Diese Rabatte können den Auszubildenden dabei helfen, Kosten zu sparen und gleichzeitig die Verbundenheit mit dem Unternehmen zu stärken.

  10. Wie ist der Urlaubsanspruch für Auszubildende geregelt?

    Der Urlaubsanspruch für Auszubildende ist gesetzlich festgelegt und beträgt mindestens 24 Werktage pro Jahr bei einer 6-Tage-Woche. Bei einer 5-Tage-Woche entspricht dies mindestens 20 Urlaubstagen. Einige Arbeitgeber gewähren jedoch auch zusätzliche Urlaubstage als freiwillige Zusatzleistung.

  11. Gibt es finanzielle Unterstützung für Auszubildende bei Umzug oder Wohnungssuche?

    Einige Arbeitgeber bieten Auszubildenden finanzielle Unterstützung bei Umzug oder Wohnungssuche an, beispielsweise in Form eines Umzugskostenzuschusses oder einer Mietbeihilfe. Die genauen Regelungen und Voraussetzungen sind jedoch vom jeweiligen Arbeitgeber abhängig und können variieren.

  12. Was sind mögliche Anreize für Auszubildende im Bereich Mobilität?

    Arbeitgeber können Auszubildenden Anreize im Bereich Mobilität bieten, indem sie beispielsweise Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr oder vergünstigte Firmenfahrzeuge zur Verfügung stellen. Solche Angebote können die Auszubildenden bei ihrer täglichen Mobilität entlasten und gleichzeitig zum Umweltschutz beitragen.

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