
Zum Start des diesjährigen Ausbildungsjahres wirbt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) für die vielseitigen Berufe in der Säge- und Holzindustrie und stellt dabei die nachhaltigen und klimafreundlichen Zukunftsperspektiven von Holz in den Mittelpunkt. Pünktlich zum Ausbildungsstart 2023 präsentiert der Verband zudem seine neue Ausbildungsapp WOODbook. Die App ermöglicht nicht nur die digitale Erstellung des Berichtsheftes, sondern dient auch als Kommunikationsplattform für die Auszubildenden für aktuelle Themen rund um Wald und Holz.
Inhaltsverzeichnis
Ausbildungsapp WOODbook
„Ob eine Ausbildung im gewerblichen, technischen oder kaufmännischen Bereich, die Säge- und Holzindustrie bietet spannende und abwechslungsreiche Möglichkeiten, aktiv für den Klimaschutz zu arbeiten. Wir freuen uns daher, pünktlich zum diesjährigen Ausbildungsstart das WOODbook als digitales Berichtsheft zu präsentieren. Ziel ist es, die Dokumentation, Kontrolle und Kommunikation für die Auszubildenden und Betriebe einfacher und effektiver zu gestalten“, erklärt DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt die vom DeSH im Zuge der ‚Holztalente‘-Kampagne mit einer Förderung durch die Rudolf-Bleichert-Stiftung entwickelte App.
„Darüber hinaus haben wir mit dem WOODbook eine Informationsplattform für den Nachwuchs der Säge- und Holzindustrie geschaffen, über die aktuelle Inhalte zu ausbildungs- und branchenbezogenen Themen sowie Informationen rund um die nachhaltige Waldwirtschaft und den Klimaschutz durch Holzverwendung veröffentlicht werden. Interessierte Unternehmen und Azubis können sich auf woodbook.online anmelden. Die Anwendung ist für alle Auszubildenden und die Mitgliedsunternehmen des Verbands kostenfrei.“
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‚Holztalente‘-Kampagne zeigt vielfältige Perspektiven der Branche
„Mit einer Ausbildung in der Säge- und Holzindustrie übernimmt man nicht nur Verantwortung für spezifische Aufgabenbereiche, sondern durch die Arbeit mit dem Klimaschützer Holz auch für die Zukunft unserer Gesellschaft“, betont Schmidt. „Vor diesem Hintergrund machen wir mit unserer Ausbildungskampagne ‚Holztalente‘ die vielfältigen Perspektiven sichtbar, welche die Branche für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger bereithält und zeigen, wie individuelle Fähigkeiten eingesetzt werden können, um zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Entwicklung beizutragen.“
Von der Holzbearbeitungsmechanikerin über den Maschinen- und Anlagenführer, die Mechatronikerin bis hin zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zur Industriekauffrau und zum Industriekaufmann – einen Überblick über die zahlreichen Berufe in der Säge- und Holzindustrie erhält man auf www.holztalente.de.
Für eine Bewerbung ist es nicht zu spät
Bewerbungen auf einen Ausbildungsplatz in der Säge- und Holzindustrie sind auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart noch willkommen: „Wer sich beruflich für eine klimafreundliche Wirtschaft und Gesellschaft engagieren möchte, kann sich auch jetzt noch bei einem Wunschbetrieb bewerben – die Unternehmen der Säge- und Holzindustrie sind immer auf der Suche nach neuen Holztalenten“, ermutigt Schmidt abschließend.
Fragen und Antworten
Wie kann man eine Ausbildung in der Säge- und Holzindustrie beginnen?
Interessierte können sich direkt bei Mitgliedsunternehmen des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands bewerben. Die Branche bietet gewerbliche, technische und kaufmännische Ausbildungsberufe an. Für eine Bewerbung ist auch nach Ausbildungsstart oft noch Zeit.
Wie kann man das digitale Berichtsheft WOODbook nutzen?
Auszubildende können sich kostenlos auf woodbook.online registrieren. Die App ermöglicht die digitale Führung des Berichtshefts und dient als Kommunikationsplattform. Sie ist für alle Auszubildenden in Mitgliedsunternehmen des Verbands verfügbar.
Wie kann man sich über nachhaltige Aspekte der Holzindustrie informieren?
Über die WOODbook-App erhalten Auszubildende aktuelle Informationen zu nachhaltiger Waldwirtschaft und Klimaschutz. Die Plattform bietet branchenbezogene Inhalte und zeigt die klimafreundlichen Perspektiven von Holz auf.
Wie kann man die Vorteile einer Ausbildung in der Holzindustrie erkennen?
Die Branche bietet die Möglichkeit, aktiv im Klimaschutz zu arbeiten mit abwechslungsreichen Tätigkeiten. Die Ausbildung verbindet traditionelles Handwerk mit moderner Technologie. Zusätzlich unterstützt die digitale Plattform WOODbook die Ausbildung praktisch.
Einflüsse von Künstlicher Intelligenz im Bereich Berufsausbildung
Wie verändert Künstliche Intelligenz aktuell die Strukturen und Inhalte der dualen Berufsausbildung?
Dr. Wolfgang Sender, KI-Berater und Gründer der KI-Lernplattform TopTest.ai, erklärt: “Ich sehe derzeit eine fundamentale Verschiebung, weil KI-Werkzeuge die betriebliche Wissensvermittlung und administrative Prozesse grundlegend optimieren.” Er beschreibt eine Situation, in der adaptive Lernsysteme (Lernprogramme, die sich automatisch an den Wissensstand anpassen) und KI-gestützte Tutoren bereits in ersten Pilotprojekten eingesetzt werden, wodurch Ausbilder von repetitiven Aufgaben entlastet werden und sich stärker auf individuelle Betreuung konzentrieren können. Zugleich entstehe ein neuer Bedarf an digitalen Kompetenzen, der in die Ausbildungsrahmenpläne integriert werden müsse.
Für die kommenden Jahre prognostiziert Sender, dass KI die Personalisierung von Lernpfaden stark vorantreiben und damit die Ausbildungsqualität steigern wird, während sie zugleich durch die Automatisierung von Verwaltungsvorgängen wie der Berichtsheftführung die betrieblichen Kosten senken kann. Als Grenze dieser Entwicklung betont er, dass die praktische Unterweisung an komplexen Maschinen, die Beurteilung von handwerklicher Qualität und die soziale Integration der Auszubildenden in den Betrieb voraussichtlich zentrale menschliche Aufgaben bleiben werden. Berufseinsteigern rät Sender daher, frühzeitig ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise generativer KI und den kritischen Umgang mit diesen Tools zu entwickeln, wobei auch spezifische Softwarekenntnisse für die eigene Branche immer wichtiger werden. “Ich empfehle derzeit, sich nicht nur mit der Bedienung, sondern vor allem mit der effektiven Prompt-Formulierung (präzise Texteingabe zur Steuerung einer KI) vertraut zu machen, um diese Technologien produktiv einzusetzen.”
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