
Berlin erlebte einen bemerkenswerten Moment in der akademischen Welt: die Einführung des ersten Bachelor-Studiengangs mit Schwerpunkt Personaldienstleistung. Dieses innovative Bildungsangebot ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und dem Gesamtverband der Personaldienstleister (GVP).
Der Studiengang “Human Resource Management, Schwerpunkt Personaldienstleistung (B.A.)” wurde speziell für die Anforderungen der Branche entwickelt und bietet ausgebildeten Personaldienstleistungskaufleuten eine exzellente Möglichkeit, ihren Bachelorabschluss berufsbegleitend und online in nur zwei Jahren zu erwerben.
Inhaltsverzeichnis
Innovativer Weg zum akademischen Abschluss
Die Zusammenarbeit zwischen der FHM und dem GVP stellt einen wichtigen Schritt in der akademischen Förderung der Personaldienstleistungsbranche dar. Die Studierenden profitieren von einem auf die Branche zugeschnittenen Curriculum, das von Experten aus renommierten Personaldienstleistungsunternehmen mitgestaltet wurde. Der Fernstudiengang ermöglicht es den Teilnehmenden, ihre bereits erworbenen beruflichen Qualifikationen weiterzuentwickeln und gleichzeitig beruflich aktiv zu bleiben.
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Strukturierte Ausbildung für eine dynamische Branche
Die Personaldienstleistungsbranche ist geprägt von dynamischen Entwicklungen und hohen Anforderungen. Der neue Studiengang adressiert genau diese Bedürfnisse und bietet eine fundierte Ausbildung in Schlüsselbereichen wie Arbeits- und Organisationspsychologie, Innovations- und Changemanagement sowie Personalentwicklung und -führung. Dieser Ansatz gewährleistet, dass Absolventen nicht nur theoretisch fundiert, sondern auch praktisch für die Herausforderungen in der Branche gerüstet sind.
Ein Meilenstein für die Branche
Florian Swyter, Hauptgeschäftsführer des GVP, betont die Bedeutung dieses Studiengangs als akademischen Meilenstein. Er hebt hervor, dass die Initiative die Professionalisierung der Branche weiter vorantreiben und zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte beitragen wird. Diese Entwicklung ist entscheidend für die Nachwuchsförderung und die Zukunftssicherung des Sektors.
FHM: Pionier in der Bildung für den Mittelstand
Die FHM, eine staatlich anerkannte private Hochschule, hat sich auf die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften spezialisiert. Prof. Dr. Anne Dreier, Rektorin der FHM, betont die Bedeutung der neuen Studienmöglichkeit für Studierende aus der Personaldienstleistungsbranche. Der Studiengang bietet eine attraktive Möglichkeit, durch Anrechnung bereits erbrachter Leistungen aus der Berufsausbildung, den akademischen Weg zu verkürzen.
Einblick in den Studienalltag
Prof. Dr. Walter Niemeier, Studiengangsleiter, erklärt, dass der Studiengang eine gezielte Vertiefung in zentralen Bereichen der Personaldienstleistung ermöglicht. Dazu gehören Wirtschafts- und Arbeitsrecht sowie Schlüsselkompetenzen in der Personalplanung und -beschaffung. Der Studienplan ist praxisorientiert gestaltet und bietet eine umfassende Ausbildung, die auf die Bedürfnisse der Branche zugeschnitten ist.
Zugang und Akkreditierung
Das Bachelorstudium beginnt am 1. Oktober 2024, mit Online-Vorlesungen, die zweimal wöchentlich stattfinden. Der Studiengang ist auf eine Dauer von zwei Jahren ausgelegt und befindet sich aktuell im Akkreditierungsverfahren. Bewerbungen für das Programm sind bereits möglich.
Fragen und Antworten
Wie kann man einen Bachelor in Personaldienstleistung erwerben?
Der berufsbegleitende Fernstudiengang an der FHM ermöglicht den Bachelorabschluss in nur zwei Jahren. Das online-basierte Format erlaubt es, parallel beruflich tätig zu bleiben. Zugang haben insbesondere ausgebildete Personaldienstleistungskaufleute.
Wie kann man von der Branchenexpertise im Studium profitieren?
Das Curriculum wurde von Experten aus Personaldienstleistungsunternehmen mitentwickelt. Die Inhalte sind speziell auf die Anforderungen der dynamischen Branche zugeschnitten. Dies gewährleistet hohe Praxisrelevanz für den Berufsalltag.
Wie kann man berufliche Qualifikationen akademisch erweitern?
Bereits erworbene berufliche Qualifikationen können durch den Bachelor-Studiengang weiterentwickelt werden. Die Kombination aus praktischer Erfahrung und akademischem Wissen stärkt die Karrierechancen. Der Fokus liegt auf Human Resource Management mit Personaldienstleistungsschwerpunkt.
Wie kann man ein Fernstudium in Personaldienstleistung absolvieren?
Das Online-Studium bietet maximale Flexibilität bei der Zeiteinteilung. Die zweijährige Studiendauer ist durch die Anrechnung vorhandener Qualifikationen möglich. Die Struktur ist speziell für Berufstätige konzipiert.
Wie kann man von Hochschul-Kooperationen profitieren?
Die Zusammenarbeit zwischen FHM und GVP sichert branchenspezifische Inhalte. Studierende erhalten Zugang zu Netzwerken der Personaldienstleistungsbranche. Die Akkreditierung gewährleistet die Qualität des Studienangebots.
Einflüsse von Künstlicher Intelligenz im Bereich Personaldienstleistung
Wie verändert Künstliche Intelligenz derzeit Personaldienstleistung? Dr. Wolfgang Sender, Experte für Künstliche Intelligenz, erklärt: “Ich sehe in meiner Analyse, dass KI-gestützte Systeme bereits heute Bewerbungsprozesse automatisieren und Kandidatenprofile mittels Algorithmen vorselektieren.” Automatisierte Chatbots übernehmen erste Kundenanfragen, während datenbasierte Tools die Personalbedarfsplanung unterstützen. Die menschliche Fachkraft bleibe jedoch für strategische Entscheidungen und persönliche Kundenkontakte zentral, betont Sender.
Für die kommenden fünf bis zehn Jahre prognostiziert Sender, dass KI vermehrt repetitive administrative Aufgaben übernehmen wird. Er erwartet voraussichtlich eine stärkere Integration prädiktiver Analysen in die Personalbeschaffung. “Ich erwarte voraussichtlich Systeme, die Markttrends und Qualifikationsbedarfe vorhersagen”, so Sender. Spezialisierte manuelle Arbeit in der Personaldienstleistung behalte nach seiner Einschätzung ihren Bestand, während akademische Steuerungsfunktionen an Bedeutung gewinnen werden.
Berufseinsteigern rät Sender, Kenntnisse in KI-Anwendungen für Recruiting und Personaldatenanalyse aufzubauen. “Ich empfehle, sich auf Bereiche zu konzentrieren, die menschliche Urteilsfähigkeit mit technischer Unterstützung verbinden”, erläutert er. Die Chancen lägen in effizienteren Prozessen, während Risiken durch unzureichende Datentransparenz bestehen. Eine General AI würde nach aktuellem Stand eher unterstützend wirken. Blue-Collar-Vermittlung behalte ihre Bedeutung, ergänzt durch akademische Forschung zur KI-Integration in Personaldienstleistungsprozesse.
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