Neue Wege ins Lehramt

KI-Bild von Midjourney

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat in ihrer Sitzung Mitte Juni im Saarland weitere Schritte zur Gewinnung und Qualifizierung von Lehrkräften in Deutschland beschlossen. Damit knüpft sie an ihre Beschlussfassung aus dem März dieses Jahres an und öffnet den Berufszugang für sogenannte Ein-Fach-Lehrkräfte sowie Absolventinnen und Absolventen sogenannter Quereinstiegs-Masterstudiengänge und dualer Studiengänge. Damit entstehen für interessierte am Lehrerberuf neue Einstiegsmöglichkeiten, die einfacher als vorher sind.

Rahmen für die Lehrkräftequalifizierung

Mit dem aktuellen Beschluss schafft die Kultusministerkonferenz einen konkreten ländergemeinsamen Rahmen für die Entwicklung verbindlicher landesrechtlicher Vorgaben zur Einführung dieser zusätzlichen Wege zur Qualifizierung von Lehrkräften durch die Länder und Hochschulen. Die bestehenden Beschlüsse zur inhaltlichen und strukturellen Rahmensetzung in der Lehrkräftebildung bleiben unverändert.

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Flexibilität und Mobilität in der Lehrkräftebildung

Christine Streichert-Clivot, Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2024 und saarländische Ministerin für Bildung und Kultur, äußerte sich zu den Beschlüssen:
„Wir stehen vor der Herausforderung, die Lehrkräftebildung flexibler und durchlässiger zu gestalten. Mit den neuen Regelungen für die Qualifizierung und Mobilität von Lehrkräften, die über alternative Wege in den Beruf kommen, stärken wir nicht nur die Lehrkräfteversorgung, sondern fördern auch die Anerkennung verschiedener Bildungs- und Professionalisierungswege. Gleichzeitig sollen Ländern weitere Möglichkeiten gegeben werden, auf länderspezifische Bedarfssituationen zu reagieren. Die Mobilität wollen wir dadurch sicherstellen, in dem die Länder das anerkennen an Abschlüssen, was sie auch selbst an Abschlüssen ausbilden.“

Duales Studium als neuer Weg ins Lehramt

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Integration von Absolventinnen und Absolventen dualer Studiengänge. Diese Studiengänge kombinieren praktische Ausbildung in einem Unternehmen mit theoretischen Studieninhalten an einer Hochschule.

Durch die Einbeziehung dieser Absolventinnen und Absolventen will die KMK den Lehrberuf für eine breitere Zielgruppe öffnen und die Vielfalt der Lehrkräfte erhöhen. Absolventen dualer Studiengänge bringen oft wertvolle Praxiserfahrungen mit, die den Unterricht bereichern können.

Daten und Fakten

  • Im Schuljahr 2021/2022 arbeiteten etwa 813.000 Lehrer an deutschen Schulen.
  • 2021 hatten rund 10 % der Lehrer in Deutschland einen Migrationshintergrund.
  • Die Zahl der Lehramtsanfänger stieg von 39.800 im Jahr 2020 auf 41.200 im Jahr 2021.
  • Im Jahr 2022 betrug die durchschnittliche Klassengröße an Gymnasien 26 Schüler.
  • Bayerns Lehrer verdienen durchschnittlich 5.100 Euro brutto pro Monat.
  • Die Abbrecherquote im Lehramtsstudium liegt bei rund 20 %.
  • 2021 nahmen über 50 % der deutschen Lehrer regelmäßig an Fortbildungen teil.

Quereinstieg in den Lehrerberuf

Auch Quereinsteiger, die über Masterstudiengänge in den Lehrerberuf wechseln, stehen im Fokus des neuen Beschlusses. Diese sogenannten Quereinstiegs-Masterstudiengänge richten sich an Personen, die bereits einen Hochschulabschluss in einem anderen Fachbereich haben und sich für den Lehrerberuf qualifizieren möchten.

Durch die Anerkennung dieser alternativen Bildungswege wird der Zugang zum Lehrerberuf flexibler gestaltet und es wird ermöglicht, dass auch Personen mit beruflicher Erfahrung in anderen Bereichen ihre Kompetenzen in den Schulalltag einbringen können.

Einheitliche Standards und Mobilität

Der aktuelle Beschluss wird entscheidend dazu beitragen, die Mobilität der über die zusätzlichen Maßnahmen gewonnen Lehrkräfte über Ländergrenzen hinweg zu erleichtern und sicherzustellen, dass alle Absolventinnen und Absolventen unabhängig von ihrem Ausbildungsweg gleichwertige Chancen auf Einstellung und gerechte Besoldung haben. Die Kultusministerkonferenz wird die oben genannten Maßnahmen hinsichtlich Zielerreichung und Wirkung auf Basis von ländergemeinsam zu vereinbarenden Kriterien evaluieren.

Einheitlichkeit im Bildungswesen

Die Kultusministerkonferenz bekräftigt ihr Engagement für die Herstellung der notwendigen Einheitlichkeit und Mobilität im Bildungswesen. Durch die neuen Wege in der Lehrkräftebildung wird nicht nur die Lehrkräftegewinnung und -qualifizierung adressiert, sondern auch die Qualität der Bildung in Deutschland nachhaltig gestärkt.

Wichtig ist zu beachten, dass es sich bei diesem Beschlüssen der KMK nur um Absichtserklärung handelt. Die konkrete Ausgestaltung übernehmen die einzelnen Bundesländer. Es ist zu dieser Umsetzung kommt, wird noch einige Zeit vergehen. Aktuelle Informationen erhält man am besten über die jeweiligen Kultusministerium der einzelnen Bundesländer.


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