Beruf im Trend: Tierheilpraktiker werden

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Wenn du nach einem beruflichen Neuanfang suchst, der keine besonderen Qualifikationen und Investitionen erfordert, dann könnte Tierheilpraktiker etwas für dich sein. Unser Guide zum Thema Tierheilpraktiker werden.

Was machen Tierheilpraktiker?

Ein Tierheilpraktiker ist ein Fachmann für die ganzheitliche Behandlung von Tieren, der sich auf alternative Heilmethoden und Naturheilkunde spezialisiert hat. Im Gegensatz zu Tierärzten, die häufig auf schulmedizinische Therapieverfahren zurückgreifen, liegt der Fokus des Tierheilpraktikers auf sanften und natürlichen Behandlungsansätzen. Ziel ist es, das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere zu fördern, indem die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert und gestärkt werden.

Als Tierheilpraktiker behandelt man Tiere mit verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen, wie zum Beispiel Hautproblemen, Verdauungsstörungen, Atemwegserkrankungen, Gelenk- und Muskelproblemen oder Verhaltensauffälligkeiten. Hierzu setzt man eine Vielzahl von naturheilkundlichen Therapieverfahren ein, wie zum Beispiel Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), Blutegeltherapie, Schüssler-Salze, Aromatherapie, Massagen oder manuelle Therapieformen wie Osteopathie und Chiropraktik. Dabei berücksichtigt der Tierheilpraktiker die individuellen Bedürfnisse und die Konstitution des Tieres, um eine bestmögliche und schonende Behandlung zu gewährleisten.

Neben der Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen ist der Tierheilpraktiker auch in der Prävention und Gesundheitsvorsorge tätig. Er berät Tierhalter hinsichtlich artgerechter Haltung, Ernährung und Pflege, um das Risiko von Krankheiten zu minimieren und das allgemeine Wohlbefinden der Tiere zu fördern. Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem Tierhalter unerlässlich, um ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse und den Gesundheitszustand des Tieres zu erlangen und eine optimale Versorgung sicherzustellen.

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Wo arbeiten Tierheilpraktiker?

Tierheilpraktiker behandeln meistens sowohl Haustiere als auch Tiere aus der Tierproduktion oder aus den Bereichen Transport, Kunst und Tourismus. Einsatzorte sind beispielsweise:

  • Pferdezucht, Pferdehöfe, Kinderbauernhöfe
  • Haustierzucht und Haustierhaltung (Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen)
  • Tierpraxen mit speziellen Schwerpunkten wie beispielsweise Großtiere, Vögel, Reptilien, Exoten
  • Geschäfte im Bereich Tierbedarfshandel, Nutztierhaltung und Zootierhaltung sowie Tierfuttermittelherstellung und –vertrieb
  • Betreuung von Hundestaffeln
  • Tierheimbetreuung und Gnadenhofbetreuung

Viele Tierheilpraktiker arbeiten in der eigenen Praxis, im mobilen Sprechzimmer oder reisen von Hof zu Hof.

Über den Autor: Dr. Wolfgang Sender hat Soziologie und Politikwissenschaft studiert und schreibt als Journalist seit 2018 zu Fragen internationaler Karriere. Er ist Autor mehrerer Bücher und vieler Fachartikel. Wolfgang hat über 30 Jahre Arbeitserfahrungen in Unternehmen, Medien, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Folgen Sie dem Autor auf LinkedIn.

Mit welchen Methoden arbeiten Tierheilpraktiker?

Tierheilpraktiker arbeiten mit einer Vielzahl von alternativen Heilmethoden, um gesundheitliche Probleme bei Tieren zu behandeln und deren Wohlbefinden zu fördern. Eine häufig angewandte Methode ist die Homöopathie, bei der potenzierte Substanzen in Form von Globuli, Tropfen oder Tabletten verabreicht werden, um die Selbstheilungskräfte des Tieres anzuregen. Akupunktur, eine Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), gehört ebenfalls zu den gängigen Verfahren in der tierheilpraktischen Behandlung. Dabei werden spezielle Nadeln an bestimmten Punkten des Tierkörpers platziert, um den Energiefluss (Qi) zu harmonisieren und Schmerzen oder Beschwerden zu lindern.

Darüber hinaus nutzen Tierheilpraktiker auch die Phytotherapie, bei der Heilpflanzen und pflanzliche Präparate zur Linderung von Beschwerden eingesetzt werden. Diese Therapieform basiert auf dem Wissen um die Wirkung von Pflanzeninhaltsstoffen und kann bei unterschiedlichsten Erkrankungen und Beschwerden angewendet werden. Die Blutegeltherapie ist eine weitere Methode, die in der Tierheilkunde eingesetzt wird. Hierbei werden medizinische Blutegel auf die Haut des Tieres gesetzt, um beispielsweise Entzündungen zu reduzieren oder den Heilungsprozess bei Verletzungen zu unterstützen.

Manuelle Therapien, wie Osteopathie oder Chiropraktik, sind ebenfalls Teil des Repertoires von Tierheilpraktikern. Bei diesen Behandlungen stehen die Mobilisation von Gelenken, die Korrektur von Blockaden und die Verbesserung von Muskelverspannungen im Vordergrund. Tierheilpraktiker legen außerdem Wert auf eine individuelle Ernährungsberatung, um Tiere optimal mit Nährstoffen zu versorgen und gesundheitliche Probleme, die durch falsche Ernährung entstehen können, zu vermeiden.

Bei ihren Tätigkeiten nutzen Tierheilpraktiker weiterhin Heilmethoden aus diesen Bereichen:

  • Phytotherapie
  • Physikalische Therapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Diätetik
  • Schüßler-Salze
  • Homöopathie
  • Bach-Blütentherapie
  • Bioresonanztherapie
  • Magnetfeldtherapie

Daten und Fakten

  • Laut aktuellen Zahlen des Berufsverbandes Deutscher Tierheilpraktiker gibt es in Deutschland rund 5.000 Tierheilpraktiker.
  • Die durchschnittliche Dauer einer Tierheilpraktiker-Behandlung beträgt etwa 45 Minuten.
  • Ein Tierheilpraktiker kann ein durchschnittliches Gehalt von 2.500 bis 3.500 Euro pro Monat verdienen.

Warum entscheiden sich manche Besitzer für eine Behandlung durch Tierheilpraktiker für ihre Tiere?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Tierbesitzer sich für eine Behandlung durch Tierheilpraktiker entscheiden:

  1. Alternative Heilmethoden: Einige Tierbesitzer bevorzugen naturheilkundliche und alternative Therapieansätze gegenüber schulmedizinischen Behandlungen, weil sie den Einsatz von Chemikalien und Medikamenten reduzieren möchten oder den ganzheitlichen Ansatz schätzen, der den gesamten Organismus des Tieres berücksichtigt.
  2. Chronische Erkrankungen: Bei chronischen Beschwerden, bei denen die Schulmedizin keine dauerhafte Linderung oder Heilung erzielen kann, suchen Tierbesitzer oft nach ergänzenden Therapieoptionen, um die Lebensqualität ihres Tieres zu verbessern oder die Symptome zu lindern.
  3. Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen: Manche Tiere vertragen konventionelle Medikamente nicht gut oder leiden unter Nebenwirkungen. In solchen Fällen kann eine tierheilpraktische Behandlung eine schonendere Alternative bieten.
  4. Unterstützung der schulmedizinischen Therapie: Tierheilpraktiker können auch begleitend zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden, um die Genesung zu unterstützen, Nebenwirkungen abzumildern oder das allgemeine Wohlbefinden des Tieres zu fördern.
  5. Prävention: Einige Tierbesitzer entscheiden sich für Tierheilpraktiker, um ihr Tier präventiv zu unterstützen und möglichen Krankheiten vorzubeugen. Dies kann durch individuelle Ernährungsberatung, Stärkung des Immunsystems oder Anwendung von prophylaktischen Maßnahmen geschehen.
  6. Vertrauen und persönliche Erfahrungen: Oftmals basiert die Entscheidung für einen Tierheilpraktiker auf persönlichen Erfahrungen oder Empfehlungen von Freunden und Bekannten, die positive Resultate bei ihren eigenen Tieren erlebt haben.

Tierheilpraktiker werden: Ist das leicht?

Tierheilpraktiker zu werden ist tatsächlich nicht besonders schwer. Denn es gibt für diese Tätigkeit keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Jeder kann sich „Tierheilpraktiker“ oder „Tierheilpraktikerin“ nennen. Das bedeutet: Du musst weder bestimmte Kurse besuchen noch Abschlussprüfungen etc. ablegen. Wenn du möchtest, kannst du dir das Wissen ganz allein vom Sofa aus aneignen.

Sobald du dich für diese Tätigkeit bereit fühlst, kannst du diese in Deutschland auch aufnehmen. Nutzt du dabei die Berufsbezeichnung “Tierheilpraktiker”, dann darfst du das allerdings nur mit dem Hinweis machen, dass es für die Ausübung dieses Berufes keiner staatlichen Erlaubnis bedarf. Außerdem musst du natürlich alle Gesetze beachten. Speziell musst du dazu auch alle relevanten arzneimittelrechtlichen, tierseuchenrechtlichen, tierschutzrechtlichen und betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften sehr genau kennen.

Fragen und Antworten

  1. Was ist ein Tierheilpraktiker?

    Ein Tierheilpraktiker ist ein Fachmann, der alternative Heilmethoden und naturheilkundliche Therapieansätze zur Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden bei Tieren anwendet.

  2. Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Tierheilpraktiker zu werden?

    Um Tierheilpraktiker zu werden, benötigt man keine gesetzlich geregelte Ausbildung, jedoch ist eine fundierte Ausbildung bei anerkannten Schulen oder Instituten empfehlenswert, um fundiertes Wissen und praktische Fähigkeiten zu erlangen.

  3. Welche Behandlungsmethoden werden von Tierheilpraktikern angewandt?

    Tierheilpraktiker wenden verschiedene alternative Heilmethoden an, dazu zählen Homöopathie, Akupunktur, Phytotherapie, Blutegeltherapie, Ernährungsberatung und manuelle Therapien wie Osteopathie oder Chiropraktik.

  4. Bei welchen Beschwerden können Tierheilpraktiker helfen?

    Tierheilpraktiker können bei einer Vielzahl von Beschwerden helfen, wie z.B. Hautproblemen, Verdauungsbeschwerden, Gelenk- und Muskelerkrankungen, Atemwegserkrankungen, Allergien, Verhaltensauffälligkeiten und vielem mehr.

  5. Welche Tiere können von einem Tierheilpraktiker behandelt werden?

    Tierheilpraktiker behandeln alle Arten von Tieren, von Haustieren wie Hunden, Katzen und Pferden bis hin zu Nutztieren und exotischen Tieren.

  6. Wie finde ich einen qualifizierten Tierheilpraktiker in meiner Nähe?

    Um einen qualifizierten Tierheilpraktiker in Ihrer Nähe zu finden, können Sie Empfehlungen von Tierärzten, Tierbesitzern oder Online-Verzeichnissen nutzen. Achten Sie auf entsprechende Qualifikationen und Erfahrungen des Tierheilpraktikers.

  7. Kann ein Tierheilpraktiker den Tierarzt ersetzen?

    Ein Tierheilpraktiker kann den Tierarzt nicht vollständig ersetzen, da er nicht die gleichen diagnostischen Möglichkeiten und rechtlichen Befugnisse hat. In bestimmten Fällen, wie bei chronischen Erkrankungen oder zur Unterstützung der schulmedizinischen Behandlung, kann ein Tierheilpraktiker jedoch eine sinnvolle Ergänzung sein.

  8. Wie lange dauert eine tierheilpraktische Behandlung?

    Die Dauer einer tierheilpraktischen Behandlung kann je nach Zustand des Tieres, der gewählten Therapieform und dem individuellen Heilungsverlauf variieren. Es kann von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen oder Monaten dauern.

  9. Sind tierheilpraktische Behandlungen und Verfahren für Tiere schmerzhaft?

    Tierheilpraktische Behandlungen und Verfahren sind in der Regel nicht schmerzhaft und darauf ausgerichtet, dem Tier möglichst wenig Unbehagen zu bereiten.

  10. Werden die Kosten für tierheilpraktische Behandlungen von Tierkrankenversicherungen übernommen?

    Die Kostenübernahme für tierheilpraktische Behandlungen durch Tierkrankenversicherungen hängt von der jeweiligen Versicherung und dem gewählten Tarif ab. Einige Versicherungen bieten Tarife an, die auch alternative Heilmethoden abdecken. Es ist ratsam, die Bedingungen und Leistungen der gewählten Versicherung im Voraus genau zu prüfen.

Tierheilpraktiker werden: Wo finde ich Informationen?

Weitere Informationen findest du hier:

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