Anrede und Begrüßung in Deutschland

In unserem Praxistipp “Anrede und Begrüßung in Deutschland” erklären wir, wie Sie als Ausländer oder Ausländerin Ihre Arbeitgeber und Kunden am besten ansprechen, wenn Sie neu nach Deutschland kommen.

Begrüßung und Verabschiedung von Personen in Deutschland

Während Ihrer Berufstätigkeit in Deutschland stehen Sie in engem Kontakt mit Kunden, Geschäftspartnern, Kollegen und Vorgesetzten. Beachten Sie folgende Hinweise für den Erstkontakt mit diesen Personen: Es ist in Deutschland höflich und angemessen, Frauen zuerst zu begrüßen. Auch Frauen können Sie in Deutschland bedenkenlos die Hand geben.

Treffen Sie jedoch auf eine Gruppe von Personen im Geschäftsleben, begrüßen Sie immer die jeweils höchst gestellte Person zuerst – auch wenn es sich um einen Mann handelt. Arbeiten Sie sich der Rangfolge der Personen nach unten: Die in der Berufshierarchie am niedrigsten gestellte Person wird zuletzt begrüßt. Begrüßen Sie in einer Gruppe immer alle Personen und lassen Sie keine Personen aus.

Muss man Hände schütteln in Deutschland?

Spätestens mit Covid-19 hat sich das Händeschütteln in Deutschland deutlich verändert: Es ist fast auf Null zurückgefallen und wird wahrscheinlich auch nie wieder so häufig werden wie früher. Niemand ist gezwungen, jemandem die Hand zu geben.

Hand schütteln beim Begrüßen?

Ob Sie während der Begrüßung die Hand schütteln oder nicht, müssen Sie in der Situation entscheiden. Der Impuls zum Händeschütteln sollte von der höher gestellten Person ausgehen – gehen Sie aber im Zweifel auf Nummer sicher und geben Sie der höher gestellten Person die Hand. In Deutschland grüßt zuerst, wer rangniedriger ist, wer einen Raum betritt oder zu einer Gruppe hinzustößt. Betritt ein Vorgesetzter oder Kunde den Raum, erheben Sie sich als Zeichen der Höflichkeit von Ihrem Platz, falls Sie sitzen.

Anrede und Begrüßung in Deutschland beim Kundenkontakt

Treten Sie in einen Kundenkontakt mit mehreren Personen aus Ihrem Unternehmen, dann beginnt die Begrüßung immer Ihr höhergestellter Kollege oder Ihr Vorgesetzter. Sie Folgen diese Begrüßung nach und wiederholen die Begrüßung Ihres Vorgesetzten oder hergestellten Kollegen. Höher gestellte Personen sind ihre Vorgesetzten, Geschäftspartner und ältere Kollegen.

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Insbesondere bei Ihren Kunden sollten Sie als Zeichen der Höflichkeit und Wertschätzung in der Regel die Hand geben. Es ist üblich, bei jeder Begegnung deutlich und freundlich einen “Guten Tag” zu wünschen. Auch beim Betreten Ihres Büros oder Ihres Arbeitsplatzes grüßt man stets deutliche mit “Guten Morgen”, “Guten Tag” oder “Guten Abend”. Dabei ist Augenkontakt und ein Lächeln zu empfehlen. Werden Sie mit einem Händedruck begrüßt, beachten Sie bitte, dass es in Deutschland unüblich ist, einen zu festen Händedruck auszuüben.

Anrede und Begrüßung in Deutschland

Anrede mit “Du” oder “Sie”

Stellen Sie sich erstmals einer Person in Deutschland vor, nennen Sie Ihren Vornamen und Nachnamen sowie ihre Stellung im Unternehmen oder das Anliegen weshalb Sie vorsprechen. Achten Sie darauf, dass in Deutschland zunächst alle Personen mit “Sie” angeredet werden müssen – auch wenn es sich um Kollegen handelt.

Die Normalisierung zum „Du“ ergibt sich in den ersten Wochen. Sie sollten jedoch wissen, dass auch ein kollegiales “Du” nicht bedeutet, dass man automatisch ein freundschaftliches Miteinander entwickelt. Die Deutschen trennen das private und das berufliche Leben deutlich voneinander. Sie sollten deshalb auch am Arbeitsplatz äußerst zurückhaltend damit sein, Einblicke in ihr Privatleben zu geben. Achten Sie darauf, dass in Deutschland rund zwei Prozent der Bevölkerung einen Doktortitel besitzen, und dass diese in der Regel auch mit „Herr Doktor“ oder „Frau Doktor“ angesprochen werden. Obschon eigentlich formal nicht korrekt, erwarten auch Professorinnen und Professoren in die Ansprache mit „Herr Professor“ oder „Frau Professor“.

Personen unter 16 Jahren können geduzt werden. Halten Sie in persönlichen Gesprächen einen Abstand von einer Armlänge bis zu einem Meter. Es gilt in Deutschland als unhöflich, wenn während eines Gespräches das Smartphone Geräusche abgibt oder Sie gar auf das Smartphone schauen.

Die Normalisierung zum „Du“ ergibt sich in den ersten Wochen. Sie sollten jedoch wissen, dass auch ein kollegiales “Du” nicht bedeutet, dass man automatisch ein freundschaftliches Miteinander entwickelt. Die Deutschen trennen das private und das berufliche Leben deutlich voneinander. Sie sollten deshalb auch am Arbeitsplatz äußerst zurückhaltend damit sein, Einblicke in ihr Privatleben zu geben. Achten Sie darauf, dass in Deutschland rund zwei Prozent der Bevölkerung einen Doktortitel besitzen, und dass diese in der Regel auch mit „Herr Doktor“ oder „Frau Doktor“ angesprochen werden. Obschon eigentlich formal nicht korrekt, erwarten auch Professorinnen und Professoren in die Ansprache mit „Herr Professor“ oder „Frau Professor“.

 

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