Klempner werden in Deutschland: Tolle Perspektiven auch für Ausländer

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Klempner bezeichnet umgangssprachlich den Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. In diesem Beruf hast du exzellente Berufschancen mit gutem Verdienst auch als Ausländer/in. Wir erklären dir alles dazu.

Was macht ein Klempner? Grundlageninformationen

Kern der Anlagen im Bereich Sanitär, Heizung und Klimatechnik sind Rohrsysteme. Um die Planung, Installation, Wartung und Reparatur solcher Rohrleitungssysteme sowie der Eingänge und Ausgänge an diesen Rohrsystemen geht es im Kern beim Klempner. Diese Eingänge können beispielsweise Gasheizungen, Feststoffheizungen, Ölheizungen oder Solarsysteme sein. Ausgänge können beispielsweise Wasserspeicher, Wärmespeicher, Wasserhähne oder Abflüsse sein.

Man sieht hieran bereits die Bedeutung Anlagenmechaniker: Es geht im die Arbeit an komplexen Systemen, die auf Basis hoher Standards und physikalischer sowie betriebswirtschaftlicher Kenntnisse eingerichtet werden.

Besondere Bedeutung bekommt dabei in Deutschland immer mehr die Klimatechnik. Durch den Ausbau regenerativer Energiequellen gibt es einen stetig wachsenden Bedarf an Anlagenmechaniken, die beispielsweise Solaranlagen, Erdwärme-Anlagen und Windkraftanlagen installieren und warten. Steigerungen der Energieeffizienz in Gebäuden in Deutschland führt dazu, dass viele veraltete Heizungen und Rohrsysteme ausgetauscht werden müssen. Dies betrifft hunderttausende Gebäude in ganz Deutschland.

Klempner werden in Deutschland

Wie wird man Klempner?

Wer Klempner werden will, der muss die Lehrzeit von etwa dreieinhalb Jahren erfolgreich abschließen. Die Lehrzeit verbringst du in einem Unternehmen aus dem Bereich, die ausbilden darf. Für diese etwa dreieinhalb Jahre bist du Angestellter (Lehrling) in diesem einen Unternehmen. Dies kann ein örtlicher kleiner Handwerksbetrieb aus dem Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sein, ein Industrieunternehmen oder beispielsweise eine Immobiliengesellschaft oder eine Institution, die viele Immobilien betreuen muss.

Hat man damit den Abschluss des Gesellen erreicht, kann man eine Zusatzausbildung machen und Meister werden. Wer seinen Meister macht, darf sich auch Klempner nennen. In Deutschland ist sowohl die Gesellenprüfung wie auch die Meisterprüfung staatlich geregelt: Es gibt feste Lehrpläne und klare Prüfungsvorschriften. Hast du nach der Gesellenprüfung einige Jahre Berufspraxis und deinen Meistertitel erworben, kannst du als Meister entweder weiter als Angestellter arbeiten oder dich selbstständig machen. Wirst du selbstständig, hast du nochmals bessere Verdienstmöglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen zum Klempner

  • Was macht ein Klempner?

    Ein Klempner ist ein Handwerker, der die Installation und Instandsetzung von Wasserleitungen und Abwasserleitungen übernimmt. Er hat eine Ausbildung zum Klempner gemacht, deswegen kann er selbstständig arbeiten, ohne vom Kundendienst des Herstellers angeleitet werden zu müssen.

  • Hat man gute Berufschancen als Klempner?

    Als Klempner hast du exzellente Berufschancen in Deutschland wie auch in ganz Europa. In Deutschland erzielen Handwerksbetriebe allgemein und Klempner im Besonderen bereits heute exzellente Einkünfte. Es gibt viele Aufträge und viel zu wenig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies wird sich in den nächsten Jahren sogar noch weiter verschärfen, wodurch deine Berufschancen als Klempner immer weiter steigen.

  • Wie lange dauert die Ausbildung eines Klempners?

    Für die Ausbildung zum Klempner musst du dreieinhalb Jahre einplanen. Manchmal kommst du mithilfe deines Ausbildungsbetriebs auch etwas schneller voran. Die Ausbildung dauert länger als viele andere Handwerksberufe, da du hier viel mehr lernen musst. Am Ende steht aber auch oft ein sehr gutes Gehalt: Klempner verdienen im Schnitt mehr mehr als viele andere Handwerker.

  • Kann ich als Studienabbrecher Klempner werden?

    Ja, auch als Studienabbrecher in Deutschland oder aus dem Ausland kannst du zu einer dualen Berufsausbildung als Klempner in Deutschland wechseln. Es gibt nur zwei Voraussetzungen: Du musst einen Schulabschluss haben und Deutsch etwa auf Niveau B1 sprechen. Hast du weitere Qualifikationen ist dies sehr gut – es ist aber keine Bedingung.

  • Kann ich ohne Berufsausbildung Klempner werden?

    Wenn du bereits eine ähnliche Ausbildung im Ausland gemacht hast oder eine ähnliche technische Ausbildung hast (beispielsweise ein Studium), dann kannst du versuchen, dir diese Kenntnisse anerkennen zu lassen. Durch das Ablegen von Prüfungen kannst du dich auf kurzem Wege zum Gesellen oder Meister qualifizieren. Ob und wie dies möglich ist, hängt sehr von deinem Einzelfall ab.

Warum lohnt es sich, Klempner zu werden?

Die Vorteile, die der Beruf Klempner aus unserer Sicht hat, sind die Folgenden:

  1. Du kannst dir deinen Arbeitgeber sehr leicht aussuchen und die besten Konditionen für dich heraushandeln, zum Beispiel hinsichtlich der Arbeitszeiten und der Urlaubstage
  2. Ein sehr guter Verdienst
  3. Du kannst dich nach der Qualifizierung zum Meister selbstständig machen und erfolgreich dein eigenes Unternehmen aufbauen
  4. Als Klempner bist du sehr gefragt, hast ein gutes Ansehen und kommst viel in der Welt herum
  5. Du lernst als Klempner viele Menschen kennen.

Welche Alternativen gibt es?

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Aktuelle Ausbildungsplätze

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