Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft während des Studiums oder der Ausbildung erfordert besondere Planung und Unterstützung.
Rechtliche Rahmenbedingungen
In Deutschland genießen schwangere Studierende und Auszubildende besonderen Kündigungsschutz. Dieser gilt ab Bekanntgabe der Schwangerschaft und erstreckt sich bis vier Monate nach der Entbindung. Auch Prüfungsleistungen können unter bestimmten Voraussetzungen verschoben werden.
Für internationale Studierende gelten dieselben Schutzbestimmungen wie für deutsche Studierende. Die Mutterschutzfristen betragen sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt, bei Mehrlingsgeburten zwölf Wochen. Während dieser Zeit besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot.
Unterstützungsangebote nutzen
Hochschulen und Ausbildungsbetriebe bieten häufig spezielle Beratungsstellen für schwangere Studierende und Auszubildende an. Diese helfen bei der Organisation des Studienalltags und klären über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten auf. Auch flexible Lernformate können vereinbart werden.
Für internationale Studierende gibt es oft zusätzliche Ansprechpartner im International Office. Diese unterstützen bei sprachlichen und kulturellen Fragen rund um die Schwangerschaft. Auch die Krankenkassen bieten umfangreiche Beratungsleistungen in verschiedenen Sprachen an.
Karriereplanung anpassen
Eine Schwangerschaft bedeutet nicht zwangsläufig einen Karriereknick. Viele Arbeitgeber bieten heute flexible Wiedereinstiegsmodelle und Kinderbetreuungsmöglichkeiten an. Durch geschickte Planung lässt sich Elternzeit und Berufseinstieg gut kombinieren.
Internationale Absolventinnen können von deutschen Familienförderprogrammen profitieren. Elterngeld und Elternzeit stehen auch Ausländerinnen zu, die in Deutschland arbeiten. Sprachkurse und Netzwerkveranstaltungen erleichtern den Wiedereinstieg.