Lehrjahr
Ein Lehrjahr ist ein Abschnitt der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Es umfasst sowohl praktische Arbeit im Betrieb als auch theoretischen Unterricht in der Berufsschule. Diese Kombination bereitet Auszubildende optimal auf ihren Beruf vor.
Struktur und Dauer
Ein Lehrjahr dauert in der Regel zwölf Monate und ist Teil einer mehrjährigen Ausbildung. Die meisten Ausbildungsberufe erstrecken sich über drei oder dreieinhalb Lehrjahre. Jedes Jahr baut auf den vorherigen Kenntnissen auf und vertieft sie.
Am Ende jedes Lehrjahres findet oft eine Zwischenprüfung statt. Diese überprüft den aktuellen Wissensstand der Auszubildenden. Sie dient als Vorbereitung auf die abschließende Gesellenprüfung.
Vergütung und Rechte
Auszubildende erhalten während jedes Lehrjahres eine angemessene Vergütung. Diese steigt in der Regel mit jedem weiteren Ausbildungsjahr an. Die Höhe der Ausbildungsvergütung wird durch Tarifverträge festgelegt.
Auszubildende haben Anspruch auf bezahlten Urlaub und sind sozialversicherungspflichtig. Sie genießen besonderen Kündigungsschutz während der Ausbildung. Bei Krankheit erhalten sie weiterhin ihre Vergütung.
Internationale Aspekte
Für internationale Bewerber bietet das deutsche Ausbildungssystem gute Perspektiven. Deutschkenntnisse sind jedoch für die meisten Ausbildungsberufe erforderlich. Die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse ist oft möglich.
Viele Betriebe unterstützen internationale Auszubildende bei der Integration. Es gibt spezielle Programme für ausländische Jugendliche in der Berufsausbildung. Nach erfolgreichem Abschluss bestehen gute Chancen auf Übernahme.
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