Hebamme

Hebammen begleiten Schwangere und junge Familien durch eine der intensivsten Lebensphasen. Sie bieten medizinische Betreuung, emotionale Unterstützung und praktische Beratung rund um Geburt und Wochenbett. Dieser Beruf verbindet medizinisches Fachwissen mit zwischenmenschlicher Nähe.

Ausbildung und Qualifikation

Die Hebammenausbildung erfolgt seit 2020 als duales Studium an Hochschulen. Es kombiniert theoretisches Lernen mit praktischen Einsätzen in Kliniken und Geburtshäusern. Absolventen erwerben so einen akademischen Grad und die staatliche Erlaubnis zur Berufsausübung.

Internationale Bewerber müssen ihre Qualifikationen in Deutschland anerkennen lassen. Sprachkenntnisse auf B2-Niveau sind für die Zulassung unerlässlich. Der Beruf erfordert zudem Einfühlungsvermögen und psychische Stabilität.

Tätigkeitsfelder und Arbeitsorte

Hebammen arbeiten in Krankenhäusern, Geburtshäusern oder freiberuflich mit eigener Praxis. Sie leiten Geburten, führen Schwangerschaftsvorsorge durch und bieten Rückbildungskurse an. Auch die Betreuung im Wochenbett gehört zu ihren Kernaufgaben.

Freiberufliche Hebammen organisieren ihre Einsätze flexibel, oft mit Rufbereitschaft. In Kliniken sind Schichtdienste üblich, einschließlich Nachtdiensten. Die Arbeit erfordert ständige Erreichbarkeit und körperliche Belastbarkeit.

Karrierechancen und Entwicklung

Der Beruf bietet sichere Zukunftsperspektiven durch den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Spezialisierungen auf Bereiche wie Stillberatung oder Pränataldiagnostik sind möglich. Hebammen können sich zudem fortbilden und leitende Positionen übernehmen.

Internationale Fachkräfte werden in Deutschland aktiv gesucht und gefördert. Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich durch Weiterbildungen zur Lehrhebamme oder Studiengänge im Gesundheitsmanagement. Die Bezahlung orientiert sich am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.

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