Arbeitszeugnis
Ein Arbeitszeugnis dokumentiert die berufliche Tätigkeit und Leistung eines Arbeitnehmers. Es wird beim Ausscheiden aus einem Arbeitsverhältnis ausgestellt. Das Dokument hat in Deutschland hohe rechtliche Bedeutung.
Rechtliche Grundlagen
Jeder Arbeitnehmer hat in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf ein Zeugnis. Das Zeugnis muss wohlwollend formuliert und wahrheitsgemäß sein. Versteckte Kritik durch Formulierungen ist rechtlich zulässig.
Internationale Bewerber sollten die deutschen Formulierungen genau prüfen. Besonders die Bewertungsskala von "stets zur vollsten Zufriedenheit" bis "zufriedenstellend" ist entscheidend. Ein unvollständiges Zeugnis kann beanstandet werden.
Inhalte und Aufbau
Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis enthält eine Leistungsbeurteilung und Sozialverhalten. Die Tätigkeitsbeschreibung sollte alle wichtigen Aufgaben umfassen. Die Beendigungsformel unterscheidet zwischen einfachem und qualifiziertem Zeugnis.
Für ausländische Arbeitgeber sind oft Übersetzungen notwendig. Die deutschen Formulierungen lassen sich nicht immer eins zu eins übertragen. Eine erklärende Anmerkung zur deutschen Zeugnissprache kann hilfreich sein.
Bedeutung für die Karriere
Arbeitszeugnisse sind wichtige Dokumente für Bewerbungen in Deutschland. Sie geben Aufschluss über bisherige Erfahrungen und Leistungen. Personaler achten besonders auf Formulierungen und Lücken.
Internationale Bewerber sollten ihre Zeugnisse sorgfältig sammeln. Bei der Jobsuche in Deutschland sind meist die letzten zwei bis drei Zeugnisse relevant. Fehlende Zeugnisse können durch Arbeitsproben oder Referenzen kompensiert werden.